70. Yves Popow und Daniel Eyer: (Kostenlose) Musikschule in Luxemburg und Slowenien

Shownotes

Welche Auswirkungen hat kostenloser Musikschulunterricht? Und welche Vorgaben, Prüfungen und Strukturen sind damit verbunden? In dieser Folge blickt Kristin Thielemann mit Yves Popow aus Luxemburg und Daniel Eyer aus Slowenien über den musikpädagogischen Tellerrand. Es geht um Lehrpläne, staatliche Vorgaben, Prüfungen, Wartelisten und Fachkräftemangel – aber auch um Inklusion, Motivation, kulturelle Teilhabe und die Frage, wie Musikschulen Kinder langfristig fürs Musizieren begeistern können.

Musikschulen in Luxemburg: https://www.ugda.lu/ oder www.musikschulen.lu Statistik zu Luxemburg: https://statistiques.public.lu/en/publications/series/en-chiffres/2025/demographie-lux-en-chiffres-2025.html

Musikschulen in Slowenien: https://www.zsgs.si/english/ Franc Križnar: 200th Anniversary of Public Music Education in Slovenian Lands, https://www.zrss.si/strokovne-revije/glasba-v-soli-in-v-vrtcu/ Bildungsangebote im Bereich Musik: https://www.gov.si/teme/programi-v-glasbenem-izobrazevanju/

Podcast „Voll motiviert“ #12: Andreas Doerne: Musikschule neu erfinden, https://vollmotiviert.podigee.io/12-andreas-doerne

Podcast „Voll motiviert“ #41: Inklusion in der Musikschule, https://vollmotiviert.podigee.io/41-inklusion-in-der-musikschule

Podcast „Voll motiviert“ #59: Inklusion im Musikunterricht, https://vollmotiviert.podigee.io/59-inklusion-im-musikunterricht

Podcast „Voll motiviert“ #63 / #64: Peter Röbke: Nachhaltigkeit (2 Teile), https://vollmotiviert.podigee.io/63-peter-roebke-teil1 https://vollmotiviert.podigee.io/64-peter-roebke-teil2

Artikel von Kristin Thielemann zum „HERGEHÖRT! Musikschulpreis“ in Baden-Württemberg 2025: https://uebenundmusizieren.de/artikel/best-practice-als-motivation-nicht-nur-fuer-the-laend/

Website des Verbands deutscher Musikschulen: www.musikschulen.de

Website von Kristin Thielemann: www.vollmotiviert.com

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Transkript anzeigen

00:00:00: An die Redaktion Rüdiger, ich zahle in wirklich gutem Kaffee.

00:00:03: Versprochen!

00:00:05: Letztes Jahr durften wir anfangen eine Chas'n Pop zum Gerichten

00:00:09: und da haben wir jetzt in Luxemburg eine Reform.

00:00:12: das heißt dass solfälsch die Formation Musiker gewesen nennen wird jetzt kinderfreundlicher gestaltet.

00:00:20: will ich das jetzt vor aller Ohren verraten?

00:00:23: Wir haben uns ein bisschen jetzt dem deutschen System angefreundet

00:00:29: voll motiviert Der Musikpädagogik-Podcast von Shot Music, dem Verband deutscher Musikschulen und Christin Thielemann.

00:00:38: Heute in Sommerlaune – und noch ein bisschen motivierter als sonst?

00:00:41: Denn mein neues Übelmusizien-Spezial zum Thema Selbstmotivation ist jetzt fertig!

00:00:47: Es heißt Leerkraft stärken, motiviert und gesund im Unterrichtsalltag.

00:00:52: Und das habt ihr vielleicht in meinen Social Media mitbekommen, dass mir so einige Reals rund um einen Workbook II von Trumpet World mit meinen Kompositionen und Arrangements viral gegangen sind.

00:01:02: Mit allen Folgen die diese große mediale Aufmerksamkeit mit sich bringt!

00:01:06: Aber good news auch Trumpet world II ist kurz vor der Fertigstellung Die Videos mit Reinhold Friedrichsson aufgenommen und die Ausgabe wird auch pünktlich erscheinen.

00:01:16: Jetzt aber zur heutigen sehr spannenden Folge siebzig.

00:01:19: Wuhu, ein kleines Jubiläum!

00:01:22: Eine Folge in der wir einen Blick über den Tellerrand hinauswerfen.

00:01:24: Wir schauen nämlich hinein in zwei Musikschussysteme, in denen der Unterricht gratis oder fast gratis ist.

00:01:31: Zu Gast sind Ifpopof aus Luxemburg Und Daniel Eyer aus Slowenien.

00:01:36: Wir diskutieren über die Vor- und Nachteile des kostenfreien Unterrichts, über politische Unterstützung aber auch über die Vorgaben, die die hohe finanzielle Unterstützung seitens der öffentliche Hand mit sich bringt.

00:01:48: Es geht um Leistungsorientierung, Inklusion und Kooperation.

00:01:52: Jetzt habt ihr lange genug auf meine Gäste gewartet.

00:01:54: Ich bin sehr dankbar dass ich die beiden die Zeit genommen haben.

00:01:58: Hallo Daniel Eier in

00:02:02: Slowenian!

00:02:03: Und hallo nach Luxemburg zu Yves Popoff.

00:02:06: Hallo Christine, moin aus Luxembourg!

00:02:08: Alles gut?

00:02:09: Läuft

00:02:10: zwar manchmal rückwärts und bergab aber läuft so.

00:02:13: jetzt aber zu euch.

00:02:15: mögt ihr euch unseren Podcast Publikum gerade mal selbst vorstellen Daniel vielleicht zuerst

00:02:19: gerne.

00:02:21: ja mein Name ist Daniel Eyer ich bin eigentlich Schweizer aber seit gut zwanzig Jahren bin ich in Slowena also praktisch ein volljähriger Slowene.

00:02:28: mittlerweile Hab alle Seiten des lovinischen Bildungssystems ein bisschen kennengelernt, weil ich war Student hier auch.

00:02:36: Ich hab in der Musikschule unterrichtet und habe eine Musikschulle geführt und auch viel mit dem Bildungsministerium zusammengearbeitet.

00:02:43: So so die Schweizer exportieren also nicht nur Schokolade- und Käse sondern mittlerweile auch Musikschulleitungen!

00:02:49: Sehr spannend Daniel und Yves wie sieht's bei dir aus?

00:02:53: Was sollte das Podcast Publikum über dich

00:02:55: wissen?!

00:02:57: und bin stellvertretender Musikdirektor der Uggda Musikschule in Luxemburg.

00:03:02: Jetzt seit circa vier Jahren gelernt, bin ich Schlagzeuger habe vor gut zehn Jahren mein klassisches Studium in Rotterdam abgelegt mit einem Master abgeschlossen und hab dann im Jahr zwei Tausend Sechzehn angefangen zu unterrichten.

00:03:19: Und jetzt wie gesagt an der Musikschulle in der UGGDA bin ich jetzt seit vier Jahren Stellvertretner-Direktor wo ich die Schule auch bedrohlich und dann auch fachlich leite.

00:03:28: Und daher kennen wir uns auch, denn bei euch an der UGTA durfte ich schon einige Male mit Fortbildungen zu Gast sein!

00:03:35: Im Mai von dem Jahr zweiundzwanzig ging es ganz groß durch die Presse.

00:03:39: Luxemburg führt gratis Musikunterricht ein.

00:03:42: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:03:44: Lieber Yves gab's da nicht einen wahnsinnigen Run auf die Musikschulen?

00:03:48: Ja Anfangs gab's bisschen so eine gewisse Skepsis weil man nicht wusste jetzt Wie wird es mit den Einschreibungen verlaufen, wofür ich das hin?

00:03:58: Wenn wir jetzt überrannt.

00:04:01: Im September dann wo dann wir das Jahr begonnen haben hatten wir die Einsicht dass es in Endeffekt jetzt nur fünfzehn Prozent anstieg der Schüler gab.

00:04:11: Das heißt der Drang oder die Angst die Angst da war hat sich nicht bestätigt und deswegen sind wir sehr froh jetzt gesetzt, dass es im Jahr ist, dass ein Großteil dieser Kurse für Kinder und Jugendliche bis zu achtzehn Jahre kostenlos ist.

00:04:31: Wow!

00:04:31: Und gibt's da irgendwelche Zahlen von hundert Kindern?

00:04:35: Sind wie viele an der Musikschule?

00:04:37: Wir haben jetzt in unserer Musikschulandesweite sieben Tausend Schüler sind auch die größte in ganz Luxemburg.

00:04:43: Ich glaube soweit ich weiß umfasst das ganze Musikschulsystem also Ansehen war musikal wir nennen um die zwanzig tausend Schüler.

00:04:52: Also das Musikschul-System wird hauptsächlich öffentlich finanziert, also durch den Staat und die Gemeinden.

00:04:58: Das heißt, die Gemeinen organisieren die Musikschule vor Ort, wenn dem das Ministerium dann für Bildung Kinder oder Jugend an den Rahmen vorgibt und einen Großteil der Finanzierung übernimmt.

00:05:08: In Luxemburg ist also Musik kein Luxus mehr sondern ein fester Bestandteil der Bildung.

00:05:13: Kleiner Einschub für euch an dieser Stelle, ich habe das kurz recherchiert.

00:05:16: In Luxemburg leben derzeit sixhundertzweiundachzigtausend Menschen versus etwa vierundachtzig Millionen in Deutschland.

00:05:23: In Luchsenburg gibt es ca.

00:05:24: hundertzwanzig bis hundertdreißigtausende Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren – das entspricht wie auch in Deutschland einem Bevölkerungsanteil von circa sechzehn bis neunzehn Prozent.

00:05:36: Quellen hierzu in den Shownotes, wo es natürlich noch viel mehr spannende Dinge für euch rund um diese Folge zu entdecken gibt?

00:05:42: Schaut mal rein!

00:05:43: Aber die Lehrkräfte an euren Schulen, Yves.

00:05:46: Sind das alles Luxemburger?

00:05:47: Also haben sie in Luxemburg Musik studiert oder wo kommen die her?

00:05:51: Ja nicht nur Saarland also wir haben auch Lehrer aus der Pfalz und sogar von Köln oder auch aus den Nachbarn wie Belgien, Hollands oder Frankreich die dann zu uns kommen.

00:06:00: Ich würde sagen wir haben jetzt bei den zweieinhalbfünfzig Lehren die wir jetzt in unserer Musikschule beschäftigen haben wird circa dreißig vierzehn Prozent die aus dem Ausland doch kommen.

00:06:12: Das heißt, der Antrag ist schon groß.

00:06:15: Aber bevor wir die ganze Geschichte rund um Luxemburg weiter vertiefen würde ich ganz gerne erst mal nach Slowenien zu Daniel gehen.

00:06:27: Daniel wie muss sich mir denn das Musikschulsystem in Slowenian vorstellen?

00:06:30: Gibt es da auch so viel Unterstützung und Rückhalt seitens der Politik?

00:06:35: Es ist sehr ähnlich wie in Luxembourg, würde ich sagen.

00:06:37: Es war so dass auch die Eltern die bezahlen ein wenige Monat zu rund dreißig Euro Und die bekommen dann in den reichsten Geurus und enthalten sechzig Minuten Unterricht am Instrument, für die begabten neunzig Minuten pro Woche.

00:06:53: Und sechzig Minuten ungefähr Musiktheorie plus Kammermusik plus Orchester.

00:06:59: Das heißt die Älteln bezahlen nur das, dass es aber kein Schul geht wie sagen dem Materialen im Priespielwerk,

00:07:07: d.h.,

00:07:08: die bezahlen fürs Material.

00:07:09: Wir brauchen Instrumente, Stimmen und solche Sachen.

00:07:13: Der Lehre bekommt vom Ministerium und wir haben dann auch noch ein System das die Wegkosten... Also mein Arbeitsweg wird von Gemeinden bezahlt und auch die Mahlzeiten.

00:07:23: Das heißt wenn ich mehr als vier Stunden am Arbeitsplatz bin bekomme ich noch eine Mahlzeit bezahlt.

00:07:27: Das wird von der Gemeinde bezahlt.

00:07:30: Das heißt gratis ist nicht dass immer die Frage wäre es bezahlt Und in diesem Fall der Staat In Slowen ist.

00:07:37: das Musikschulwesen gehört einerseits zum Schulwesen, weil es gleichgestellt mit der Primarschule und anderen Schulen.

00:07:44: Aber andererseits ist Integrierungs-Kulturministerium.

00:07:47: Das heißt wir verdienen zwei Herren.

00:07:51: Das ist ja spannend!

00:07:52: Und die Lehrkräfte, die bei euch arbeiten Daniel?

00:07:55: Wo haben sie studiert?

00:07:56: in aller Regel oder sind das alles Eigengewächse?

00:08:01: Sehr viele in Ljubljana.

00:08:03: Es gibt eine Musikakademie in ganz Slowen, weil Slowen ist ein relativ kleines Land.

00:08:07: Es hat rund zwei Millionen Einwohner Und die meisten kommen entweder aus Ljubljana selber, die da studiert haben oder aus dem angrenzenden Ausland.

00:08:16: Das heißt zum Beispiel haben sie in Grat studiert oder wie ein Studierter Sernai ist oder Zagreb in Kroatien einige wenige so wie ich in Zürich.

00:08:28: und Wie ist das bei euch Daniel?

00:08:32: Wie sieht denn so'n typischer Weg von Schülerinnen und Schülern in eurem Musikschulsystem aus vom Einstieg bis zum Fortgeschrittenen

00:08:40: Dadurch, dass der Finanzier ist der Staat.

00:08:42: Das heißt er bezahlt und entscheidet.

00:08:44: Wir haben ein sehr gestaffeltes Kodikulme eigentlich im Slowenien.

00:08:48: wir haben sechs Jahre musikalische Grundschule wie die Primarschule Und dann je nachdem kann man noch zwei Jahre dranhängen das ist die niedrige Stufe und die höhere Stufe.

00:08:58: Danach kommen vier Jahre Musikgymnasium Das ist halt professionell so wie ein Konzentratorium und dann fünf Jahre Musikakademie.

00:09:08: Problem und ganzen System ist, dass es sehr ausgerichtet auf professionelle Schüler nachher.

00:09:12: Das heißt wir haben jedes Jahr Prüfungen, wir haben quasi vorgegeben was wir in jedem Jahr mit den Schülern reichen müssen an Technische Ziele im Instrument, Literatur die wir anschauen sollten.

00:09:24: Und das Problem ist, da sind im Prinzip nur zwei Prozent professioneller werden am Schluss

00:09:30: Was passiert mit den anderen?

00:09:31: Was passiert damit,

00:09:31: mit den Acht und Neunzig Prozent am Anfang.

00:09:34: Und die ist leider so, dass sehr viele sagen nach sechs oder acht Jahren Musikschule, ja das klaviere ich nicht mehr an.

00:09:42: Das möchte ich meinen Kindern auch nicht mehr ran tun und das ist gefährlich.

00:09:47: Oh!

00:09:48: Das lässt mich jetzt gerade ein bisschen sprachlos zurück.

00:09:51: Wie ist dann das?

00:09:52: in Luxemburg, lieber Yves gibt es da auch... So ein typischen Weg von Musikschülerinnen und Schülern, Prüfung habt ihr ja auch so weit ich das weiß.

00:10:00: Genau also das System ist sehr strukturiert ähnlich wie in Slowenien.

00:10:05: wir folgen einem nationalen Lehrplan dass vom Ministerium vorgegeben wird.

00:10:09: die Kinder beginnen ab dem Kindergarten mit dem Ehremusikal aus der musikreichen.

00:10:14: Früherziehungen haben dann dieses momentan bis zwei bis drei Jahre diesen Unterricht und dann sobald ein Kind, ein Instrument erlernt oder mit dem Singen beginnt zum Beispiel.

00:10:25: Kommt dann verpflichtend die Formation musikal dazu, dass wir es häufig nennen, die dauert dann vier Jahre.

00:10:34: Das heißt, wir haben auch Pflichtfächer sowie auch Examen, die die Schüler machen müssen.

00:10:38: Wir haben jetzt vom Instrumentalunterricht haben wir sechs bis acht Jahre bis zu ersten Examen.

00:10:44: das nennen wir dann Cycle I Und nach diesem Examen können die Schüler Kammermusik anfangen oder auch in Ensemble spielen.

00:10:54: Ist aber auch möglich, dass die Dauer von dreißig Minuten auf forty-fünf erhöht wird und nach dem zweiten Zirkus wieder nach vier Jahren wird die Stunde auf sechzehn Minuten erhöht.

00:11:05: Und darf ich mal fragen sechs Jahre bis zum ersten Ensemble Spiel?

00:11:09: Hab' ich das richtig verstanden?

00:11:10: Also man kann schon früher bedienen ... aber jetzt mit gleichartiger, mit fortgeschrittenen Schüler zu spielen.

00:11:18: Und dann wieder das Kombo oder Kamo-Musik.

00:11:20: Das heißt ja es ist sich schon möglich... ... aber interessanter wird es erst ab dem ersten Examen!

00:11:28: Okay und wie ist das bei dem Examen?

00:11:30: Bestehen das in der Regel alle?

00:11:32: Oder gibt's da eine hohe Durchfallquote?

00:11:35: was passiert wenn man durchfällt?

00:11:37: Hey hast du dies schon mitbekommen?

00:11:39: Fast zweihundert Musikschulen arbeiten mit der iMichael Musikschul App die perfekte Software für die Zukunft Und alle erhalten jetzt kostenlose Tools in ihrer App für Lehrkräfte, Schülerinnen und Eltern.

00:11:52: Gehörbildung, Notenlesen und Hören, Musiktheorie, Spiele- und Gamification – ein Musikquiz, Melodienraten, ein Stimmgerät, Metronom oder einen Stampsplitter der jeden Song in Gesang und Instrumente trennt!

00:12:05: Dies alles und noch viel mehr in einer einzigen App.

00:12:08: Werde mitgliede Eimeikelfamilie.

00:12:10: Du findest uns unter eimeikel.de oder auch musikschulverwaltung.de.

00:12:15: Wir freuen uns auf Dich und wünschen weiterhin viel Spaß im Podcast.

00:12:35: und ein Examen im Juni.

00:12:38: Das heißt, das technische Momentan besteht darin, dass man Tonleiter spielen soll.

00:12:43: Das heisst es ist eher technisch ausgerichtet.

00:12:45: Wichtige Information als ich das letzte Mal dieses Jahr das ein technisches Examen stattfindet weil wir eine neue Reform haben dazu vielleicht mehr später.

00:12:56: Ich würde sagen wir haben so drei vier fünf Prozent von all unseren Schülern die Examen machen die die Exam nicht bestehen und dann das ja nochmals machen können oder da eben auch aufhören mit dem Instrument, mit der Unterrichtung.

00:13:11: Und jetzt mal Frage gleich an euch beide!

00:13:14: Kann man irgendwo in diesen Lehrplan reinschauen?

00:13:16: Also gibt es die Möglichkeit dass ich dazu was in den Shownotes verlinke?

00:13:21: Absolut ist nur doch so wenig.

00:13:26: Ich kann dir einen Link schicken gerne.

00:13:28: Super, ich stelle ihn in die Shownoten und vielleicht kann er ja dann doch irgendwie beim Übersetzer... Ein bisschen was in der Sprache lesen, die man selbst bevorzugt.

00:13:37: Wie sieht's aus bei den Luxemburgern Yves?

00:13:40: Ja genau wir haben auch jetzt eine Plattform die heißt Musikschulen.alu und da kann man die Organigramme aber auch jetzt die Lehrpläne aller Fächer nachschauen.

00:13:50: Aber es ist im Französisch Gut

00:13:54: Französische geht noch Aber Slowenisch bin ich raus.

00:14:00: Leider, aber vielleicht lerne ich ja mal das eine oder andere Wort.

00:14:03: Wird nicht reichen für den Lehrplan, aber

00:14:05: jo.

00:14:07: Wie ist denn das eigentlich?

00:14:08: Könnt ihr denn in euren Musikschulsystem alle Anfragen nach Unterricht bedienen oder gibt es da große Wartelisten?

00:14:16: Also jetzt bei uns in der Musikschule gibt's großen Andrang jetzt beim Klavier, Gitarre und Schlagzeug.

00:14:23: Das sind so Selbstläufer wo wir jedes Jahr eine große Wachtliste haben und dann eben nach Kriterien arbeiten.

00:14:31: Jetzt hat der Schüler sich jetzt zur Zeit angemeldet, weil pünktlich erfüllt er jetzt die Kriterie, Punktualter vielleicht.

00:14:40: auch interessant ist immer zu sehen ob die Schüler motiviert sich ein Instrument zuzulegen?

00:14:45: Weil oft glaubt man gut Musikunterricht in Luxemburg ist gratis.

00:14:50: dazu kommt dann auch vielleicht noch das Instrument dass gratis ist.

00:14:54: Aber gut, nee.

00:14:54: Das Instrument, da sollten sich schon die Eltern ausrichten und dann nachschauen wie man an die Instrumente kommt und eben auch ein Instruments zu Hause besorgen

00:15:04: soll.".

00:15:05: Und wie ist das jetzt Yves?

00:15:07: Wenn du merkst als Schulleitung ich habe hohe Nachfrage im Bereich Gitarren- und Klavierunterricht dürftest Du denn selbst noch weitere Lehrkräfte einstellen in diesen

00:15:17: Fächern?".

00:15:18: Möglich ist es immer, wir müssen schauen.

00:15:22: Jetzt ist jetzt so gerade die heiße Phase im April wo jetzt die Einschreiben beginnen und da müssen wir schauen wie es mit unseren aktuellen Lehrern aussieht ob jetzt das Pensum behalten wollen oder ob sie vielleicht in Rente gehen oder vielleicht das Pensums verringern wollen.

00:15:38: auch ein wichtiger Faktor ist jetzt die Disobilität der Räume.

00:15:42: mit so vielen Schüler und so viele Lehrer haben wir jetzt sozusagen fast ein Platzmangel.

00:15:48: Das heißt, wir müssen unser Tetris sehr gut arrangieren für September aber es besteht natürlich auch die Möglichkeit dass wir neue Lehrer einstellen in Luxemburg aber dann gemäß der Regeln des Gesetzes.

00:16:02: Das heisst du kannst nicht einfach selbst die Stelle ausschreiben.

00:16:05: das muss dann auch vom Staat passieren.

00:16:06: oder wie funktioniert das?

00:16:09: Nein das können wir als Musikschule in Zusammenarbeit mit den Gemeinden selbst

00:16:13: machen.

00:16:15: Aber als der Kandidat oder jetzt, wenn jemand sich bewirbt muss da die Kriterien erfüllen sowie dann eine Bachelor in der musikalischen Ausbildung haben und dann auch die drei Amtssprachen Luxemburg, das heißt Luxemburger Deutsch Französisch bestehen.

00:16:30: Das ist sinnvoll!

00:16:33: Und wie sieht es in Slowenien bei euch aus?

00:16:35: Könnt ihr alle Anfragen nach Unterricht bedienen Daniel?

00:16:38: Ja und nein weil bei uns in Slowenen ist ähnlich wie in Luxemburg.

00:16:42: Wir haben vom Stark her eine definierte Anzahl Schüler, die wir aufnehmen können.

00:16:47: Das heißt unsere Musikschule hier in Nazarie ist ein bisschen kleiner.

00:16:50: Es sind hundert und achtzeig Schülern, die ihr aufnehmen könnt.

00:16:53: Aber das egal ob es jetzt neunzig Minuten habe oder sechzig Minuten.

00:16:57: Das heisst um in die Musikschul hineinzukommen müssen sie nach Aufnahmeprüfung machen Aber es ist eher eine formelle Sache, sie klatschen Rhythmen und singen Melodien.

00:17:06: So dass wir ein bisschen sehen können ob das Gehör da ist, ob's funktioniert wie die Motivation ist und alles.

00:17:12: Und als ich vor fünfzehn Jahren hier in Slowene angefangen habe zu unterrichten war so dass wir quasi für jeden Schüler den wir aufnehmen konnten musste einen draußen bleiben weil es so große Anfragen gab.

00:17:24: mittlerweile ist es so dass das wir praktisch jeden Aufnehmender bekommt.

00:17:28: Warum ist das so?

00:17:30: Es gibt viel weniger Kinder als früher, das ist sehr stark hier in Slowenien und natürlich die ganze Konkurrenz außerhalb der Musikschulen.

00:17:38: Wir reden nicht nur von privaten Musikschuhen weil in Slowenen gibt es auch ein Privatmusiksystem wohin die anderen Schüler gehen, die keinen Platz bekommen haben wo die Eltern quasi das ganze Schulgeld bezahlen und den Lohn vom Lehrer mit

00:17:52: verstehen.

00:17:54: andere Konkurrenten sind Sport Telefon Tablet Fernsehen wie überall im Prinzip.

00:18:02: Und heutzutage ist es so, dass wir wirklich praktisch jeden Aufnehmen bekommen möchten.

00:18:09: Spannend!

00:18:09: Aber eben der Preis ist das du in diesem doch recht eingeenkene also aber starren und schematisch vorgegebenen System drin bist.

00:18:23: Das System ist stark vorgegeben, aber ich bin ja eigentlich auch ein Außenstehender weil ich habe in der Schweiz studiert, ich bin Schweizer und hab in der schweiz gelebt da auch Musikschulen erlebt und es ist so dass das System ist definiert.

00:18:36: das heißt du hast klare Ziele die du reichen solltest im Schuljahr aber der Weg ist nicht definiert.

00:18:43: Das heißt, du könntest eigentlich wenn du möchtest neue Lärmmittel ausprobieren.

00:18:48: Du kannst auf andere Wege zum Ziel kommen.

00:18:50: das Problem ist es in Slowenien.

00:18:52: die pädagogische Ausbildung für Musiker ist sehr schlecht.

00:18:56: Das ist noch nicht auf dem Niveau was sein sollte und die Lehrer kommen zu uns sind sehr unsicher und haben dann einen realen Schüler vor sich.

00:19:04: Und dann hei... Was mache ich jetzt mit dem?

00:19:07: Die einzige sichere Ort für diese Lehre ist, dass sie dahin zurückgehen wo sie sie sicher gefühlt haben.

00:19:13: Das heißt sie unterrichten so wie sie unterrichtet wurden.

00:19:16: Das heisst strikt nach Curriculum eher so russisches System in Slowenien ich bin ein Gitarist sonst is das am meisten gebrauchte Gitarrenlehrbuch ist der Nadi Gitaris und der Nady d.h.

00:19:27: die junge Gitariste und er ist älter als ich.

00:19:30: Okay!

00:19:31: Ich lach jetzt nicht!

00:19:32: Das ist spektlos, weil du siehst nicht so super wahnsinnig alt aus.

00:19:36: Also ich würde dich irgendwie so Ende dreißig Anfang vierzig schätzen.

00:19:40: Vielen

00:19:40: Dank zu wenig.

00:19:43: Zu wenig?

00:19:44: Vierfünfvierzig!

00:19:47: Oh ja aber spannend dass man mit einem alten Lehrmittel bei euch die Kinder fürs Gitarre spielen begeistert.

00:19:53: Eben nicht.

00:19:54: das ist das Problem.

00:19:56: Das was ich vorher angedönt habe... Das System erlaubt Lehren, dass sie sich hinter dem Curriculum verstecken können.

00:20:04: Es gibt bei uns sehr gute Lehre, ausgezeichnete Lehre wie überall auch in Deutschland oder Luxemburg nämlich an.

00:20:10: aber das System ermöglicht ihr auch, dass du dich ein bisschen zurückziehen kannst und quasi nur das Buch auf den T schlägen kannst und dann nach Plan gießen.

00:20:20: und wer ist am Schluss verantwortlich?

00:20:22: der Schulleiter, dass neue Schüler kommen?

00:20:24: Der

00:20:24: klassische Umblätterunterricht!

00:20:27: Wenn ich es nur so erkläre, klingt's ein bisschen fantastisch.

00:20:31: Ein bisschen komisch aber das wächst immer in meinem Umfeld.

00:20:36: Das heißt das Umfeld ist entscheidend wie das Schulsystem in Slowenien auch entstanden ist.

00:20:42: Weil wenn du magst, kann ich dir ein bisschen bis umfällt auch erklären dass wir vielleicht den Hintergrund hatten.

00:20:47: ja sehr gerne Aber ich sehe das schon kommen.

00:20:50: der Redakteur wird mich verfluchen weil wir werden die Ja, erlaubten.

00:20:55: Fünfundvierzig bis fünfzig Minuten sehr sicher toppen.

00:20:58: Oh!

00:20:59: An die Redaktion Rüdiger ich zahle in wirklich gutem Kaffee versprochen.

00:21:04: Wir nehmen das Umfeld Daniel.

00:21:06: Es ist so dass Slowenien bis nineteenhundert neunzehnzig ... Das war nie ein eigenes Land.

00:21:12: Das waren immer fremde Herrscher, d. h., langer Zeit waren die Römer da nach Österreich Hubsport und später an Jugoslawien.

00:21:19: Und für eine Kultur oder für einen Volk ist es extrem wichtig Dass das sehr eine eigene Sprache entwickeln, dass es lovenisch ist.

00:21:27: Das auch.

00:21:27: bis daher war es nicht möglich, eine Matur auf Slowenisch zu machen – also das Abi!

00:21:33: Das müsste man auf Deutsch machen, weil damals war es Österreich und Habsburg.

00:21:37: Und für die Slowenen war die Kultur deswegen sehr wichtig.

00:21:40: Sie haben zum ersten Mal eine vielharmonische Gesellschaft eröffnet in Ljubljana.

00:21:46: Und angrenzend an diese vielharmonische Gesellschaft, weil fürs Orchester braucht man Musiker.

00:21:50: Wollten sie die Musiker ausbilden und haben die erste öffentliche Musikschulen in Slowenen gegründet?

00:21:56: Die Finanzierung war so dass die Schüler die Reiche Eltern hatten, die mussten was bezahlen, die Arme Eltern hatten die konnten gratis gehen So dass quasi das Talent ist wichtig, nicht das Geld.

00:22:07: Und sie haben eine Ausschreibung gemacht um lehr zu bekommen und da hat sich ein Herr Schubert auch gemeldet für die Ausschreibung aber er wurde nicht ausgewählt.

00:22:17: Es wurde einen Anton Medved aus Tschechien ausgewählt.

00:22:20: Und so dass auch in Ubliana als Stadt selber es ne kleine Hauptstadt, drehunderttausend Einwanderers gibt fünf professionelle Orchester einer oberen und verschiedenen Theater- und so.

00:22:31: Also Kultur ist in Slowen sehr wichtig, weil es für die Identifikation sehr wichtig ist.

00:22:37: Später kam dann der Punkt dazu, dass in den letzten Jahren die Yugoslavia gegründet wurde.

00:22:44: Der Titoismus, das heißt das Sozialismus eigentlich – alles im Gleich.

00:22:49: Da wurden alle privaten Musikschulen wieder verboten.

00:22:51: Und da wurden die staatlichen Musikschulungen gegrüntet auch wieder vor dem Hintergrund gleiche Möglichkeiten für alle, Bildung für alle.

00:22:59: Und aus diesem Sozialismus ist auch das entstanden, wie unbefristete Arbeitsverträge.

00:23:05: Das heißt wenn ein Lehrer diese unbefristeten Arbeitsverträge bekommt kann man als Schulleiter hat man ziemlich gebundene Hände.

00:23:13: du kannst nicht mehr Druck machen dass sich etwas entwickelt und die Lehre steigen zwar auf in ihren Gehaltsklassen aber wenn es einmal oben sind ist die Motivation mehr Leistung zu bringen ist sehr klein bei beiden Meisten.

00:23:26: Das System lädt sich dazu ein und dadurch eben, dass Slowenien erst nineteenhundert-einhalb Sekunden abhängig wurde und sie immer unter fremden Herren gedient haben.

00:23:35: weil immer so ein bisschen das Gefühl in Slowenen wie können wir um die Ecke kommen?

00:23:40: Wie können wir das das System ein bisschen herausfordern und prixen?

00:23:45: Und diese diese Mentalität ist leider immer noch hier.

00:23:49: Es braucht eine Generation zwei Generationen dazwischen bevor die Leute wirklich frei werden

00:23:55: In Luxemburg, wie ist da das Musikschul-System entstanden?

00:23:58: Ich weiß du, dass zufällig auch so auswendig.

00:24:01: Jetzt historisch gesehen... Nein, weiß ich nicht!

00:24:04: Was ich weiß und ich habe jetzt auch einige Paralläen in Luxembourg, die sich auch jetzt ins Slowin erhebeln haben, ist, dass wir jetzt mit den unbefristeten Kontrakten zum Beispiel viele Lehrer dann umbefristet beschäftigen.

00:24:18: Und dann haben sie auch ein Gehalt, einen fixen Gehalt und aus alle zwei Jahren steigt der Gehalt.

00:24:25: Und dann nach und nach, ja so ihr auch den Unterricht.

00:24:29: die Qualität und aber auch das Engagement soll trotzdem konstant bleiben.

00:24:33: Aber man merkt schon dass einige Sachen sich ein bisschen gehen lassen und dann sich einfach an den Plornitut also in den Lehrplanhale und einmal im Jahr einen Examen machen und dann sozusagen von September bis Juni-Juli dann zwei Stücke arbeiten.

00:24:52: Darf ich mal auf ein anderes Feld kommen?

00:24:55: auf die Inklusion.

00:24:59: In Deutschland ist das ja sehr üblich, dass du nicht unbedingt auf Hochleistung setzt also dass es auch eine Studie und vorbereitende Ausbildung gibt an den meisten Schulen und dass du sehr weit kommen kannst, dass eine Musikschule dich sehr gut vorbereitet auf einer Aufnahmeprüfung.

00:25:14: aber wir haben ein ganz großes Feld unseres Unterrichtens was dafür da ist, dass Menschen einfach zum persönlichen Vergnügen für das persönliche Glück für die Weiterentwicklung Unterricht besuchen dürfen.

00:25:30: Und wir haben auch, ja ich will das immer nicht so die Sparte nennen sondern es gehört einfach wie selbstverständlich heute dazu die Inklusion.

00:25:37: Wie sieht es denn aus wenn jetzt Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigung kommen?

00:25:43: Vulgo Behinderung mal angenommen weil angenommen mein Kind hat zum Beispiel Down-Syndrom.

00:25:48: Das kann hier einen ganz normalen Musikschulunterricht Besuchen solange's möchte und Ich bin sicher die Musikschulen Die Musikschulleitung, die setzen alle Hebel in Bewegung damit die Lehrkräfte auf die individuellen Bedürfnisse dieses Kindes auch eingehen können.

00:26:02: Wie ist das jetzt in Luxemburg und in Slowenien?

00:26:04: Wie sieht denn da der Unterricht für Kinder-und Jugendliche mit besonderen Bedürflissen aus?

00:26:10: Weil das stelle ich mir ja ganz schön schwierig vor oder herausfordernd wenn du als Lehrkraft zu einem vorgegebenen Lehrplan folgen sollst Prüfungen absolvieren sollst mit den Kindern und Jugendlichen aber du spürst einfach Das ist überhaupt nicht das Thema für diese Kinder und da würden sie immer stolpern.

00:26:28: Und würden es nicht schaffen?

00:26:30: Also, ist ein sehr interessantes und spannendes aber auch sehr komplexes Thema weil wie gesagt als Schule aus Musikschule sind wir unterliegen mit dem Ministerium.

00:26:41: D.h.,

00:26:42: wir sehen auch sehr offen jetzt die Inklusion mieten auch dann unseren Lehrern Jahr für Jahr weiter Bildung an.

00:26:51: Die Komplexität des ... Thema ist aber doch dann sehr stark, weil man in seinem Studiengang... ... normalerweise Performance also Spielen studiert hat oder halt einen pädagogischen Hintergrund absolviert hat.

00:27:09: Und am meisten mit wie ich mal sage mit Kindern ohne Beeinträchtigung, ohne Lernstörung.

00:27:15: was wir jetzt in Luxemburg haben der Trends es kommen jetzt mehr Schüler habe.

00:27:20: ich merke auch jetzt die Lehrer interessieren sich dafür.

00:27:23: Aber trotzdem ist es für sie eine große, keine Überwindung aber einen großen Challenge auf jede Lernstörung.

00:27:31: Das kann ja von Trisomie über ADD, ADHD oder auch Autismus sein.

00:27:37: das ist so divers dass man sich fast jetzt aufwärten wird.

00:27:41: wenn man drei Schüler mit einer Lernströmung hätte kann man sich fast nicht auf die drei parallelen fokussieren, weil es einfach so viel gibt und auch einfach soviel zu lernen gibt was die Schüler einem im Unterricht performen wie sie jetzt uns weiter als Lehrer entwickeln.

00:27:55: Ich weiß ich hatte ein Schüler vor gut vier fünf Jahren mit Trisomie.

00:28:00: der ist freitags um halb sechs in den Unterricht kommen.

00:28:03: ich habe Schlagzeug unterrichtet und für den war da so toll so viele Instrumente von Gong bis zur Paucel.

00:28:08: zum Schlag zollt Jede Woche die Routine, er wollte immer ein Parcours machen und um die Instrumente alles anspielen.

00:28:17: Und für mich war es halt einfach der letzte Schüler.

00:28:19: Ich war fix und fertig aber musste doch mal hundertfünfzig Prozent geben, um halt dem Schüler gerecht zu werden, dass er auch jetzt seine halbe Stunde voller Dynamik bekommt.

00:28:29: Aber das ist ja für mich eine große Überwindung, mich immer führt vorzubereiten weil man halt nicht weiß wie ist das Kind drauf?

00:28:36: Wie war's in der Schule?

00:28:38: Wie war es zu Hause, weil die auch sehr emotional reagieren?

00:28:42: Ja absolut herausfordernd gebe ich dir recht.

00:28:45: Aber auch ein ganz wichtiges Feld unseres Berufs.

00:28:49: Wir hatten ja schon zwei Podcast-Folgen zum Thema Inklusion.

00:28:52: Wer sich da mal einhören mag Moment!

00:28:54: Ich muss schnell klicken.

00:28:56: Die einundvierzig Inklusion in der Musikschule Diversität als Ressource für einen motivierenden Musikschul Alltag.

00:29:02: Und wir hatten noch eine und zwar In

00:29:28: Slowenien ist das ein heißes Thema im Moment.

00:29:31: Es hat eine Untersuchung gegeben und die Untersuchungen gesagt, dass die Musikschulen nicht inklusiv sind.

00:29:37: Wir sein sollten, dass deine Diskriminierung stattfindet.

00:29:41: Das Problem ist so wie ich auch gesagt habe das ein Spektrum.

00:29:46: Die Behinderung oder Beeinträchtigung mit ADHD oder Autismus kann man recht funktional schon sein und diese Schüler unterrichten wir schon.

00:29:59: schwer funktioniert im Umfeld mit anderen Leuten zusammen, dann kommt der normalerweise nicht über die Eignungsprüfung hindurch.

00:30:07: Down-Syndrom in der öffentlichen Musikschule gibt es eigentlich nicht leider in Slowenen.

00:30:14: Es ist so.

00:30:16: als ich früher Schuldirektor war und das Thema heißt diskutiert wurde bei uns in den Direktorenkonferenzen habe ich mir auch gesagt, ok wie kann ich über etwas sprechen dass ich nicht kenne?

00:30:26: und so hab mich angefangen Mädchen zu unterrichten das Downsyndrom hat.

00:30:30: Dass ich immer noch unterrichte es hat beeinträchtigt.

00:30:33: man kann nicht erwarten dass es eine Konzertgitaristen wird aber jedes mal wenn sie kommt sehe ich die Freude am Spielen Die Fortschritte, die Sie gemacht haben von der Feinmotorik her, von der Konzentration her.

00:30:45: Von der Intonation beim Singen.

00:30:47: Ich habe für sie eine dreiseitige Gitarre gebaut, so ein bisschen wie die Silverbox-Gitarre und dann mit farbigen Seiten, dass es ein bisschen einfacher ist für sie.

00:30:55: jetzt mittlerweile kann sich die Akkorde auseinanderhalten wenn ich den Akkordnamen sage... Es entwickelt sich!

00:31:00: Es geht einfach in einen eigenen Tempo vorwärts Und ich finde gerade einen staatlichen System müsste Platz sein für das.

00:31:09: Andererseits kann ich auch verstehen, dass das Lehre sich unsicher fühlen dabei.

00:31:14: Weil die Ausbildung fehlt.

00:31:16: So müsste der Staat eigentlich auch hier Kurse anbieten oder eine Hotline oder eine Anlaufstelle wo sie hingehen können fragen können wie kann ich das machen?

00:31:25: was ist richtig?

00:31:26: Was würde ich besser lassen?

00:31:29: und da fehlt es noch ein bisschen.

00:31:30: aber ich habe Hoffnung, dass sich das ändert

00:31:35: weil wahrscheinlich wird für dieses Mädchen die Gitarre in ihrem Leben ja ne ganz, ganz zentrale Rolle spielen und zwar so lange sie lebt.

00:31:43: Und ja es gibt ja doch durchaus andere Kinder die ins Musikschulsystem gehen, die mal ein, zwei Jahre dies oder das spielen und dann aufhören und sagen war eine schöne Zeit.

00:31:52: aber vielen Dank.

00:31:53: ich spiele das nicht aktiv weiter aber bei diesen Mädchen hätte ich jetzt mal so spontan das Bauchgefühl dass sie das Leben lang weiter trägt.

00:32:00: Sie ist jede Woche voll motiviert.

00:32:03: So muss da sein!

00:32:06: Wie ist das?

00:32:07: Ich meine Muss die dann auch eine Prüfung machen, um weiter Unterricht zu erhalten?

00:32:13: Nein, aber sie bekommt jedes Jahr ein Diplom.

00:32:18: Für den schönsten Gesang, für den schönen Amola-Kort, da lass ich mir jedes Mal was Neues einfallen einfach.

00:32:24: Aber

00:32:24: das ist von dir persönlich?

00:32:25: Ja

00:32:26: eben!

00:32:27: Das ist wie gesagt sehr individuell.

00:32:29: Im System selber hat es leider noch keinen Platz dafür.

00:32:33: Aber ich hoffe, ich arbeite auch in einer Gruppe vom Schulministerium zusammen wo wir diese Inklusion untersuchen.

00:32:38: und da schreibe ich gerade ein Artikel darüber wie Technologie auch dabei helfen kann bei motorischer Beeinträchtigung zu musizieren.

00:32:47: Das heißt Musik selber zu entwickeln, selbst zu improvisieren, Klänge zu entdecken sich zuzuhören.

00:32:56: Da denke ich dass das wieder viele Möglichkeiten haben.

00:33:00: Und den Artikel gibt's dann auf Slowenisch?

00:33:04: Ja, aber Google Translate hilft ja oft.

00:33:06: Aber wir sprechen noch mal über den Article.

00:33:08: Daniel ich mir ist da gerade so was eingefallen und vielleicht alle die das jetzt hören könnten ja mal in die Shownutz gucken, vielleicht formuliere ich da was mir eingefangen ist.

00:33:21: So und jetzt höre ich auf zu klicken im Hintergrund und konzentriere mich auf die nächste Frage.

00:33:26: Ich wollte nämlich noch auf die Schülerinnen und Schüler selbst in euer Musikschulsystem zu sprechen kommen.

00:33:31: Wer lernt denn eigentlich bei euch Kinder und Jugendliche der typischen Einheimischen oder gibt es auch junge Menschen, die aus irgendeinem Grund eher am Rande der Gesellschaft stehen?

00:33:42: Weil sie zum Beispiel aus Bildungsfernenfamilien kommen.

00:33:45: Weil die Familien vielleicht ahn sind weil sie möglicherweise durch ihre Migrationsgeschichte noch gar nicht wissen was für einen Schatz der Musikunterricht auch für sie sein könnte.

00:33:55: oder sie könnten ja auch glauben, in der Musikschule könnte sich ihre Ursprungskultur gar nicht wiederfinden.

00:34:02: Wer besucht euren Unterricht an euren Musikschulen?

00:34:05: Also im Slowen ist das sehr breit gefächert dadurch dass zugänglich ist finanziell.

00:34:11: Es ist zwar so, dass Mikrogruppen die aus dem selben Land kommen, manch haben so eine andere Kultur Dass die Eltern die Schüler nicht in die Schule schicken möchten.

00:34:23: Auch zum Beispiel die ganze Roma-Problematik in Slowenien ist sehr, sehr groß.

00:34:29: Die wollen nicht ins System, sie wollen ihre eigene Kultur leben und haben Angst davor, dass wenn ich meine Kinder in die Musikschule schicke, dass sie assimilieren werden oder sich verändern.

00:34:40: Und das die Musik Schule jetzt spezielle Romalehrer einstellt, die dann auf traditionellen Instrumenten unterrichten?

00:34:47: Das wäre sehr schön und wäre auch sehr möglich in privaten Musikschulen.

00:34:51: In der staatlichen Musikschule kann ich keinen Lehrer dafür anstellen, weil die Instrumente, die wir unterrichten dürfen ist von Curriculum definiert.

00:34:58: Es gibt die klassischen Orchesterinstrumente plus Gitarraorgeln und solche Sachen Und dann noch vier slowenische Volksinstrumente wie die Zitter, das Damburin, so eine kleine Gitarre Und was haben wir noch?

00:35:13: Schweizer Orgelie.

00:35:16: Schweizer orgelie leider nicht, ich hab zwar eins hier in meinem Schulzimmer, ich habe sehr viele Instrumenten hier bei mir runter und viele Sachen die ich gebastelt habe für die Schüler ist ein bisschen chaotisch.

00:35:26: Ich weiß dass du da strukturierter bist als ich...

00:35:30: Will ich das jetzt vor aller Ohren verraten?

00:35:32: Nein!

00:35:33: In meinem Arbeitszimmer Ja mein Arbeitszimmers ist aufgeräumt aber nur weil Trompete spielen wenn du zwei Stunden üben willst ist es doch recht anstrengend.

00:35:42: Und da brauchst du immer mal ein bisschen Pausen zwischendrin und die nutze ich mit so einer meditativen Tätigkeit wie

00:35:47: aufräumen.

00:35:48: Das sollte ich auch anfangen, ja.

00:35:50: Aber eben neue Instrumente hinzuzufügen ist sehr schwierig weil das alles staatlich gelenkt.

00:35:56: In letztes Jahr durften wir anfangen einen Jazz- und Pop-Zon gerichten in der Musikschule aber auch wieder nur vier fünf Instrumenten.

00:36:03: Das heißt Jazz Schlagzeug, Jazz Gitarre, Jazz Bass, Jazz Gesang und dann hat sich noch Trumpeter Saxophon.

00:36:10: Aber es war eine lange, langen Entwicklung.

00:36:12: Ich denke auch dass das aus einer Angst entstanden ist... ...dass wir zu wenige Schüler in die Musikschulen mehr

00:36:18: bekommen.".

00:36:18: Okay du siehst mich sprachlos!

00:36:21: Jess und Pop erst seit letztem Jahr?

00:36:26: Darf ich fragen wie ist denn das in Luxemburg?

00:36:28: Jess und pop, ich meine das gehört doch heute dazu

00:36:30: oder?!

00:36:32: Ja also es gehört hier in Luxemburg dann zur allgemeinen Musikbildung.

00:36:37: Das heißt es gibt Latin Music, also alle verschiedenen Stühle gibt es.

00:36:44: Wir als Musikschul jedoch da wir so groß sind und auch eine gewisse Tradition haben ist uns wichtig dass wir vor allem Blas- und Schlagzeuginstrumente anbieten.

00:36:56: das heißt für die Vereine mit denen wir zusammenarbeiten dass sie dann auch guten Zuwachs oder Nachwachs erhalten.

00:37:03: Ah praktisch!

00:37:05: Und wie ist das mit euren Schülerinnen und Schülern?

00:37:08: Sind das alles... Ja, also haben die Migrationshintergrunds.

00:37:12: sind das alles Kinder von Menschen, die gut situiert sind finanziell oder habt ihr auch ja wie soll man sagen Randgruppen ist so schlecht formuliert eigentlich.

00:37:23: Kinder mit Migrations-Hintergrund heißt ja vielfach dass sie kommen aus Deutschland.

00:37:28: bei euch dann?

00:37:30: Jetzt von den Nationalitäten.

00:37:32: wir sind ein sehr kulturelles Landstoff.

00:37:34: wir haben fast über hundertundachtzig Nationalitäten.

00:37:37: Wir haben drei fähig spielenden Amtssprachen.

00:37:40: Das heißt, wir haben jetzt nicht hundert Prozent, dass sie jetzt Luxemburg sind.

00:37:43: Das heisst, die haben auch sehr viele französische Schüler eben auch dann in den... Historisch gesehen hatten wir in den sechziger Jahren die Spanier, die nach Luxembourg gekommen sind, in den siebzig-achtiger Italiener.

00:37:57: das heißt da ist es schon auch ein sehr großer Zuwachs in Luxemborg der Multikulti ist und dann eben auch.

00:38:05: Es kann auch sein, dass Flüchtlinge in einer Gemeinde wohnen.

00:38:08: Und da jetzt der Unterricht ja gratis ist.

00:38:10: für viele Schüler gibt es keine finanzielle Ein-Eingang mehr.

00:38:15: Das heißt jeder ist willkommen solange er in der betroffenen Gemeinde wohnt.

00:38:18: Ah ok ich wollte noch auf den Lehrkräftemangel zu sprechen kommen denn der ist ja gerade in aller Munde.

00:38:25: Stichwort Mikado Musik Studie.

00:38:32: Auf der Such nach neuen Lehrkräften Eve habt ihr Mühe damit freie Stellen zu besetzen?

00:38:39: Momentan jetzt bei uns in Luxemburg ist es eher das Gegenteil.

00:38:44: Jetzt vor vielen Jahren, als wir die Schulreform hatten mit dem Grazunterricht gab's sozusagen ein bisschen so eine Mangel an Lehrkräften auch jetzt mit den Regeln, die man erfüllen muss um eingestellt zu werden.

00:38:57: Abfällig ist es so dass über jetzt die letzten drei vier Jahre kein Mangel ist.

00:39:01: aber auch wie merken das die Tendenz oder das Interesse aus dem Ausland sehr groß ist und wie immer mehr Bewerbungen aus dem Ausland bekommen.

00:39:11: Hm, was soll ich dazu sagen ohne dass sich dann ganz viel Fanpost kriege?

00:39:16: Schön für euch aber vermutlich dramatisch Für die angrenzenden deutschen Gebiete.

00:39:24: Aber mal einfach so aus dem Herzen heraus gesprochen aus der Perspektive von Musiklerkräften Willst es Ihnen wirklich verdenken wenn Sie ein verlockendes Angebot annehmen angrenzenden Auslern und dort Unterrichten gehen.

00:39:40: Denn wenn man beruflich unterrichtet, dann gehört wirklich auch viel Idealismus dazu – ich weiß Jobs in denen Idealismus großgeschrieben wird sind oft nicht die Berufe wo du extrem viel verdienst.

00:39:54: Und damit haben wir aber solange es finanziell irgendwie ausreicht, auch unseren Frieden gemacht.

00:39:59: Aber irgendwann möchtest Du eine Rente mit der du überleben kannst und zwar ohne staatliche Grundsicherung.

00:40:07: Und du möchtest vielleicht auch für die viele Arbeit, die du machst deiner Familie irgendetwas Schönes bieten können?

00:40:14: Ich glaube es gehört dann auch dazu – da ist ja auch der VDM ganz stark dahinter der Zeit -, dass unser Beruf fair bezahlt ist aber das sich trotzdem alle den Zugang zu musikalischer Bildung leisten können!

00:40:29: Habe ich das so richtig

00:40:30: wiedergegeben?!

00:40:31: Lieber Friedrich Kotol, geschreibt mir eine E-Mail.

00:40:33: Falls nicht!

00:40:35: Aber jetzt würde ich ja gerne noch mal einen Ohr an den Fachkräftemangel in Slowenien halten.

00:40:40: Lieber Daniel, wie sieht es für euch aus?

00:40:43: In Slowenen spüren wir das stark.

00:40:45: Auch so dass die Musikakademie in Ljubljana eigentlich die Hauptausbildungstätte ist für Musiker in Slowene dazu rund fünfhundert Studenten.

00:40:54: Das ist eine relativ keine Akademie.

00:40:57: Und davon rund ein Fünftel sind die Instrumental- und Gesangspädagogen in der Ausbildung, was sehr, sehr wenig ist im Prinzip.

00:41:07: Ich denke auch für das Ausland sind wir nicht so interessant wie zum Beispiel Luxemburg, weil das Lohnniveau in Slowen ist doch eher niedrig.

00:41:16: Im Vergleich zu Schweiz

00:41:17: z.B.,

00:41:17: oder Deutschland kann ich mir vorstellen... Was für Lehrer wiederum attraktiv ist, ist diese Festanstellung.

00:41:24: dass man auf unbestimmte Zeit angestellt ist.

00:41:27: Den Lohn, den wir bekommen, das sind Netto-Löhne und Steuern sind schon bezahlt, Krankenkasse schon bezahlt.

00:41:34: Von da ist es attraktiv aber es fehlen uns die Lehre.

00:41:40: Und auch ein System bedingt weil das System in Slowenien wie ich vorher erklärt haben mit dem Curriculum sowieso aufgebaut ist das Ziel auf den Professionalismus Und wir sind bereit dafür zu riskieren, dass das die Maße ein bisschen wegfällt.

00:41:56: Aber wenn wir jetzt nach dreißig Jahren, vierzig Jahren schauen wo wir sind und wenn nur ein System aufgebaut ist, das professionelle Musiker ausbilden sollte und es fehlen genau diese professionellen Musiker dann ist irgendwas zwischendurch ein bisschen falsch gelaufen.

00:42:13: man kann sagen okay wir bilden auch die Instrumentalisten für die Orchester raus Aber wenn das System perfekt funktionieren würde, hätten wir in jedem großen Orchester weltweit vieles Slowenien.

00:42:24: Aber es ist auch nicht so!

00:42:26: Ich denke, dass das System an und für sich mit der Finanzierung allen, das ist wirklich gut.

00:42:31: Es kann funktionieren, aber braucht ein bisschen Anpassung nach so vielen Jahren.

00:42:36: Und was würdest du im slowenischen Musikschulsystem verändern?

00:42:41: Das, was mir am meisten am Herzen liegt ist die Musiktheorie.

00:42:44: Sie haben in der Schule sehr viel Musiktheorien bei uns.

00:42:49: Auch als ich Direktor war.

00:42:50: Also wöchentlich?

00:42:51: Wöchlich ja!

00:42:53: Und dann auch... Als

00:42:54: Pflichtfach?

00:42:54: Als Pfichtfach mit Prüfung und allem.

00:42:57: Leider.

00:42:57: Das

00:42:57: klingt aber auch ganz schön umfangreich.

00:42:59: Ist das so?

00:43:00: Bis zu neunzig Minuten instrumental unterrichtbar.

00:43:03: Ja,

00:43:03: es ist ein Commitment.

00:43:05: Da waren noch was oder?

00:43:07: Und dann Kammermusik wenn's geht und Orchester Das heißt, die älteren fahrende Kinder oder zwei bis drei Mal wöchentlich an der Musikschule.

00:43:18: Es ist uns wichtig.

00:43:19: aber wenn ich jetzt die Musiktheorie anschaue und führe sich das sollte nicht nur Intervall singen sein und nicht nur Rhythmen nachklatschen.

00:43:26: also weil wir haben da in dem Raum sind es die ganze Generation der Kinder.

00:43:31: Das heißt wir haben ganz viele verschiedene Instrumente und sie könnten zusammen Musik entdecken.

00:43:36: Die können zusammen die Zusammenhänge verstehen.

00:43:42: Hier ist das C, hier ist das D und so weiter.

00:43:44: Sondern wie funktioniert das System?

00:43:48: Und ich würde mir wünschen, dass das System offener wäre.

00:43:54: Dass gemeinsam und in der Musiktorie viel mehr stattfindet.

00:44:01: Wir haben vorgestiegen, dass wir Einzelunterricht haben Und ich habe mir jetzt ein bisschen die Freiheit ausgenommen, dass ich nächstes Jahr ein kleines Experiment machen werde.

00:44:11: Weil ich war zu Besuch in ... ist es Wolkertsdorf?

00:44:16: In Wolkerstorff, ja genau!

00:44:17: Aber

00:44:18: ihr hatt'n gesprochen und du hattest die Folge mit Peter Röpke gehört...

00:44:20: Ja, das bin ich anschauen gegangen und hab damit ihre Blockflütenleeren gesprochen was sehr interessant war.

00:44:27: Was uns fehlt in Slowenis, dass das das Kind kommt in eine Musikschule geht individuell für für sechzig Minuten zur Musikschullehrer und spielt ein Instrument, vielleicht etwas zusammen.

00:44:37: Wir haben Freude, es klappt!

00:44:39: Dann packt er seine sieben Sachen, geht wieder nach Hause, gibt ihn seinen Zimmer, spielt da wieder selber Gitarre... Und das hat irgendwie keinen Zusammenhang mit dem Leben.

00:44:47: Es ist nicht sozial.

00:44:48: Und der soziale Lernen ist doch sehr wichtig wie es auch in Musikschulen neu erfinden von Dörner sehr schön erklärt wird.

00:44:55: Andreas Dörne war auch schon hier zu Gast, das sage ich häufiger mal auf.

00:44:58: Folge zwölf Musikschule neu erfinden?

00:45:01: Ja!

00:45:01: Ich habe es auch gehört und...

00:45:03: Stelle ich in die Show Notes wie auch die beiden angesprochenen Folgen mit der Musikschulle Volkerstorff Das waren sie mit Peter Röbke zum Thema Nachhaltigkeit

00:45:11: Und äh ...ich möchte so machen dass ich ein bisschen die Stunden kombiniere Zum Beispiel dass Sie können auch zweimal wöchentlich eine halbe Stunde kommen und dann die zweite Runde stimmern dann dem von den Schülern.

00:45:22: Seit fünfzehn Minuten alleine, dann dreißig Minuten zusammen oder drei andere fünfzehne minuten allein nur so dass das ganze Musik spielen wie einen Sinn ergibt im sozialen persönlichen Leben der Schüler.

00:45:35: aber vom System her wird es eigentlich nicht erlaubt.

00:45:39: aber ich erlaube mir ein bisschen zu experimentieren weil

00:45:43: sie können dich ja nicht entlassen wenn ich das richtig verstanden habe schwer.

00:45:47: ich müsste sehr viele schlimme Sachen machen die dich beschreiben möchte hier, dass sie mich entlassen könnten.

00:45:54: Aber dazu gehört nicht die Flexibilisierung des Stundenplans?

00:45:57: Das wird vermutlich nicht reichen!

00:45:58: Nein nein aber eben einerseits ist es wunderbar das System gibt, das unabhängig davon ist ob der Eltern sich leisten können oder nicht sondern da ist dafür gemacht ist die Kind raufzunehmen den Kindern Gutes zu tun.

00:46:13: Das Einzige, was wir ein bisschen aufbrechen müssen ist die Sturheit des Systems.

00:46:17: Dass sie das Curriculum oder den leeren Genug Mut machen, dass Sie das Curiculum als Ziele verstehen und selber über die Wege entscheiden.

00:46:29: Mut haben neue Wege zu gehen!

00:46:31: Mut haben wege zu entdecken, die nicht vorgegeben sind... Wie sieht's in Luxemburg aus Yves?

00:46:38: Was würdest du in eurem Musikschlussystem ändern wollen wenn Du Könntest und dürftest, wie du wolltest.

00:46:45: Wenn ich könnte... ...würde ich einiges ändern?

00:46:51: Aber es wird sich jetzt schon ohne mich jetzt einiges ändern,... ...weil wir, wie ich vorher erwähnte habe eine Reform haben.

00:46:59: Das heißt, ein neues Musikschulgesetz wird jetzt in Kraft treten ab September.

00:47:03: Das heisst momentan ist das jetzt auch wie bei Dalian Institutionen.

00:47:08: Wir unterliegen einer sehr strengen aber auch konservativen, old-fashioned musikalischen Strukturen.

00:47:15: Das heißt die Kinder, die bei uns ein Instrument spielen müssen auch Solvage oder Formation Musikal dazu parallel machen das heißt von einer Stunde bis zu zwei Stunden in der Woche.

00:47:28: Es ist sehr viel Auffall.

00:47:29: aber jetzt auch als Familie gesehen mit der Work-Life Balance und den Kindern immer in einer Betreuung zu sein merkt man dass es für die Kids einfach zu viel Input ist außerhalb der Schule noch in die Musikschule zu gehen das Instrument auszüben von zwanzig Minuten bis zum je nachdem einer Stunde plus noch ins Solvège zu gehen.

00:47:48: Und da haben wir jetzt in Luxemburg eine Reform,

00:47:51: d.h.,

00:47:52: dass Solvègesch die Formation Musiker gewesen nennen wird jetzt kinderfreundlicher gestaltet.

00:47:56: Wir haben uns ein bisschen dem deutschen System angefreundet, ein bisschen der Deck vom französischen angehauchten System, also es wird weniger streng Das heißt weniger Theorien, weniger Büffeln, weniger Noten erkennen oder wer kann es am schnellsten sagen.

00:48:12: Sondern es geht eher darum jetzt in zwei ersten Jahren solfälsch einfach die Kinder mit ihrer Stimme zu weiterzuentwickeln weil jedes Kind hat eine Stimme das erste Instrument dass man besitzt und wir finde ich finden einfach die Stimme.

00:48:29: auch hier zu meiner Zeit wurde so viel vernachlässigt.

00:48:32: Ich bin ein sehr schlechter Sänger singe nicht gerne eben halt, weil ich damals nicht gut geschult wurde.

00:48:39: Und jetzt ist es einfach wichtig, dass die Kinder erst Spaß am Singen haben.

00:48:42: Man kommt zusammen und hat einen sozialen Aspekt.

00:48:44: Das heißt weniger Theorie, weniger Examen.

00:48:47: D.h.,

00:48:47: die zwei ersten Jahre sind eher mit Bewegung oder Emotionen so viele Singe wie man kann und möchte.

00:48:54: Und dann im vierten Jahr kommt dann die Theorie dazu... wo man dann schaut?

00:48:59: gut jetzt die Stücke, die wir gesungen haben.

00:49:02: Wie heißt die Tonart?

00:49:03: Einfach der theoretische Teil kommt dazu und dass ich auch da bin als Alter her mehr Matur sind um zu verstehen was sie gesungen habe.

00:49:12: Jetzt am Schluss des Gesprächs muss ich unbedingt noch zwei Sachen fragen weil wenn ich es vergesse kriege ich ganz viel Fanpost das sich vergessen hab respektive ihr kriegt Post mit ganz vielen Fragen.

00:49:20: Und zwar Als allererstes mal Kooperation Gibt es Kooperation mit allgemeinbildenden Schulen, also mit Grundschulen und weiterführenden Schulen.

00:49:35: Also sowas wie Bläserklassen, Streicherklassen, Klassenmusizieren von euch aus organisiert.

00:49:44: Und zweite Frage schließt da gleich ein bisschen dran an.

00:49:47: Und zwar Schulmusikunterricht.

00:49:49: gibt es eigentlich so echten Schul-Musikunterricht, wie man sich das klassisch vorgestellt hat.

00:49:54: Wie man ihn vielleicht selbst noch bekommen hat wenn man eins im deutschen Schulsystem zur Schule gegangen ist?

00:50:00: Also wir bieten jetzt oder vom Ministerium ist es erlaubt auch in der Grundschule anwesend zu sein, da wir vielleicht ein Unterricht anbieten wie zum Beispiel

00:50:09: die

00:50:10: Frühjahrziehung.

00:50:12: Es ist auch möglich dass dann die Kinder einfach fünfzehn Minuten mit einem Musiklehrer Zeit verbringen und danach ein bisschen so in Kontakt mit der Musik sind aber auch im Kontakt mit den Musikschulen.

00:50:22: sind das da einfach der Austausch oder einfach die Brücke?

00:50:26: eher gemacht ist Tendenziell.

00:50:32: Du hast mich ja gefragt, was für dich ändern?

00:50:35: Jetzt hast du etwas angesprochen.

00:50:39: Ich habe auch einen Sohn, der jetzt auch Schlagzeug spielt.

00:50:43: und wie ich schon gesagt habe mit der Work-Life Balance... ...mit dem Alltag in einer Betreuungszeit in der Schule noch für die Musikschule zu üben und auch in den Musikschulen zu gehen ist in der Pfistikstunde für die Eltern sehr viel Aufwand.

00:50:59: Ich merke jetzt, es wäre einfach fantastisch wenn die Kinder... ...einfach Musik spielen können in der Grundschule.

00:51:06: Damit einfach die Musik-Schule in die Grundschul kommt.

00:51:09: Wissen so wie American Way of Life ist auf den Campus und ist in Amerika das ja schon seit gut zwanzig Jahren da so stattfindet aber immer noch nicht so in Europa stattgefunden hat.

00:51:20: Aber ich glaube für jeden wär das einfacher.

00:51:25: Aber auch vielleicht für die Lehrer wär's dann auch einfacher weil In Luxemburg ist ja auch so, viele Lehrer, das heißt der Musikunterricht findet nach der Schule statt.

00:51:35: Viele Lehrer starten dann erst ab zwölf oder dreizehn Uhr und arbeiten dann je nachdem bis zu zwanzig-zweiundzwanzig Uhr.

00:51:41: Das heißt sehr spät!

00:51:42: Das heißt wenn man Familie hat verpasst man seine Kinder abends.

00:51:46: Wenn ich etwas ändern würde oder könnte, würde ich die Musikschule in die Grundschule oder Institution

00:51:51: verlegen.".

00:51:53: Dann wäre sie da, die Kooperation?

00:51:55: Oder?

00:51:56: Man verlegt einfach die Grundschule in die Musikschule.

00:51:59: Das wäre ja mein viel größerer Traum, eine Schule um die Musik-Schule herum aufzuwahren!

00:52:05: Und wie oder mit wem kooperieren Musikschulen?

00:52:08: in Slowenien Daniel?

00:52:11: Also von der Kooperation her... das ist die Zusammenarbeit.

00:52:16: Primarschulen und Musikschulen oder auch Kooperationsfischen-Musik-Schulen.

00:52:21: Wir machen viele Projekte zum Beispiel, es hatten wir in der Ballettaufführung eigene Musik geschrieben haben, weil wir miteinander die Schule zusammen gearbeitet haben, dass wir genübtenzelt zusammenbekommen haben.

00:52:32: Ja als Musikschule untereinander kann man natürlich kooperieren dann mit allgemeinbildenden Schulen mit Kindergärten aber es gäbe ja auch noch die Möglichkeit mit Kunstschulen or eben Ballettschulen so wie du das jetzt erwähnt hast zu kooperierend viele andere Möglichkeiten.

00:52:45: Ich war das letztes Jahr in der Jury zum Baden-Württembergischen Musikschulpreis, habe ich auch einen kleinen Beitrag geschrieben und üben und musizieren.

00:52:54: Verlinke ich euch in den Shownotes!

00:52:55: Und da war eben das Kernthema vom letzten Jahr kreativ kooperieren.

00:53:00: sehr, sehr spannend was da alles für Möglichkeiten präsentiert wurden...und ich muss ja gestehen eigentlich hätte jeder von ihnen den Preis verdient aber Es gibt ja nur einen Schiri-Preis und ein Publikumspreis.

00:53:13: Wir können dankbar sein, dass es überhaupt diese Preise gibt – ganz wertvoll für unsere Musikschulwelt!

00:53:19: Aber zurück nach Slowenien und den Kooperation Daniel...

00:53:23: Das was wir jetzt auch machen möchten an unserer Musikschule ist ein bisschen speziell in dem Sinn, dass wir sieben Gemeinden als Gründungsmitglieder haben.

00:53:33: Das ist ein ganzes Tal im Prinzip Und die Musikschulle steht leider nur an einem Ort.

00:53:38: Das heißt, wir haben so eine Arzt-Satellitenschule ein bisschen weiter dahinten im Tal.

00:53:42: Aber die Leute fahren bis zu einer halben Stunde um an die Musikschule zu kommen und sie bezahlen eigentlich alle die Fahrtkosten und die Mahlzeiten der Lehre.

00:53:54: Und wir wollten jetzt ein System neu machen dass das wir die Musik schulzen Leuten bringen.

00:53:59: Wir werden unseren alten Bus kaufen.

00:54:01: Das wird so wie eine Bibliothek auf Reiten.

00:54:04: Da packen wir Material rein, um Instrumente zu bauen oder elektronische Instruments machen wir rein.

00:54:10: So dass wir zu den Primarschulen fahren und uns diesen Workshops bieten.

00:54:15: Ach so spannend!

00:54:16: Ist das ein bisschen wie Jam-Liner in Hamburg?

00:54:18: Oder Jam Truck in Essen?

00:54:20: Ja, sowas in der Larsgen.

00:54:23: Auch darum, dass die Schüler, wenn sie an die Aufnahmeprüfung kommen, haben nur eine kleine Ahnung oder eine Vorstellung welches Instrument das sie auswählen möchten.

00:54:32: Und dann sind sie nachher sechs Jahre gebunden als Instrument und wir möchten eine Situation schaffen wo die Leute Forschern ausprobieren können.

00:54:39: was gefällt mir?

00:54:40: Was passt zu mir?

00:54:41: Das passt zu meinen motorischen Fähigkeiten.

00:54:44: und ums dann mir gefällt der Klang der Seite, mich so ein Robert hineinblasen wie einer Flöte oder so.

00:54:50: Das möchte ich gerne entwickeln aus diesem heraus, dass sie dann wirklich eine Win-win Situation schaffen.

00:54:57: Dass sie das richtige Instrument auswählen.

00:54:59: Das ist eine Kooperation oder eine Verbindung die wir jetzt aufbauen möchten und auch eben Tournähen mit den Orchesteren, dass wir spielen gehen wollen, ins Fernsehen oder solche Sachen.

00:55:10: aber es ist leider nichts systematisch organisiert vom Start aus der solchen Sachen quasi zusätzlich unterstützen würde, sondern es kommt auf den Schulleiter davon was der für Ideen hat und was er versuchen möchte.

00:55:26: Das war die Folge siebzig mit Einblicken in die Musikschulsysteme Luxemburgs & Slowenians.

00:55:33: Es war mir ein Anliegen einmal in andere Länder zu blicken und zu sehen was dort gut läuft aber auch wo sich Struggeln Wo Sie nachjustieren und überlegen wie es noch besser laufen könnte Für die musikalische Bildung Und auch für die Menschen die in diesem System arbeiten.

00:55:49: Mich würde sehr interessieren, ob euch dieser kurze Einblick gefallen hat und ob es eines Tages wieder eine Podcast-Folge geben soll.

00:55:56: Die Musikschulsysteme anderer Länder porträtiert!

00:56:18: Neuigkeiten zum Podcast voll motiviert gibt's auch übrigens immer auf der Instagram-Seite des VDM, die heißt musikschulen.de bei Insta von üben und musizieren – und natürlich auch bei mir!

00:56:28: Schaut doch mal rein!

00:56:30: Und jetzt wünsche ich euch allen einen wunderbar sonnigen Juni!

00:56:33: Eure Christine Thielemann.

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