72. Sylke Pasold und Patrizia Bieber: Elternarbeit neu gedacht

Shownotes

Ob Kinder und Jugendliche langfristig mit Freude musizieren, hängt entscheidend davon ab, wie Eltern sie auf ihrem musikalischen Weg begleiten. In dieser Folge spricht Kristin Thielemann mit Musikschulleiterin Sylke Pasold und Bildungsforscherin Patrizia Bieber darüber, wie eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern aussehen kann. Nicht musikalische Vorkenntnisse auf Seiten der Eltern sind entscheidend, sondern Wertschätzung, Vertrauen und eine unterstützende Haltung. Es geht um Motivation statt Kontrolle, die richtige Balance zwischen Struktur und Freiraum beim Üben, gelingende Kommunikation mit Familien und die Frage, wie Musikschulen zu echten Lebensorten werden können.

Studientag „Musik + Pädagogik“ am 21. November 2026 in Mannheim: „Bauchgefühl oder Plan?“ Information und Anmeldung: https://www.ifem-seminare.info/programm/studientag-musik-paedagogik

Digitales Tool für die Stundenplanorganisation: www.geplant.io

Patrizia Bieber, Barbara Busch, Jessika Golle und Richard Göllner: Mein Kind kann das – Elterliche Überzeugungen als Türöffner zum Instrumentalspiel, https://uebenundmusizieren.de/artikel/research_2024_bieber-et-al

Patrizia Bieber: Die Macht elterlicher Erwartungen und Überzeugungen. Verstecktes Potenzial für den Instrumental- und Gesangsunterricht https://uebenundmusizieren.de/artikel/die-macht-elterlicher-erwartungen-und-ueberzeugungen

Kristin Thielemann: Auftritte als Begegnung gestalten. Über den Umgang mit Leistungsdruck bei (Musikschul-)Vorspielen, https://uebenundmusizieren.de/artikel/auftritte-als-begegnung-gestalten

Anne-Sophie Mutter zum Mitschneiden von Konzerterlebnissen: https://www.instagram.com/reels/C1HwQV-LA-e/

Best-of-Tipps Zusammenarbeit mit Eltern – Eltern zu Beginn aktiv ins Boot holen, z. B. mit einem Onboarding-Gespräch – nicht nur nach den Zielen fragen, sondern auch nach Sorgen und Erwartungen der Familie – Eltern auf Augenhöhe begegnen, ohne Wertung – Eltern klare Orientierung geben, welche Unterstützung tatsächlich hilfreich ist – Regelmäßig kurze Tür-und-Angel-Gespräche nutzen – Eltern einladen, ab und zu im Unterricht zu hospitieren – Eltern erklären, warum bestimmte Übungen oder Stücke wichtig für ihr Kind sind – Eltern ausdrücklich entlasten: Sie müssen keine Co-Lehrkräfte sein Üben zu Hause – einen festen, schönen Übeplatz schaffen – das Instrument sichtbar stehen oder hängen lassen und nicht im Koffer verstecken – Notenständer dauerhaft aufgebaut lassen – besser das Lieblingsstück aufgeschlagen lassen als die ungeliebte Etüde – feste Übezeiten etablieren, aber ohne ständige Kontrolle – Musik darf auch einmal laut, schräg oder unfertig klingen – Eltern sollten Interesse zeigen, ohne ständig zu korrigieren – Kinder dürfen beim Üben auch ungestört sein, wenn sie das wünschen Motivation fördern – Kinder Kompetenzerfahrungen machen lassen – nur dann helfen, wenn Hilfe wirklich gebraucht wird – Kinder eigene Lösungen finden lassen – Fehler als normalen Teil des Lernens behandeln – Üben als persönliche Wohlfühl- und Auszeit vermitteln, nicht nur als Pflicht – gemeinsam mit Kindern neugierig forschen statt ausschließlich Anweisungen geben Musikschule als Lebensort – Elterncafés oder gemütliche Wartebereiche schaffen – Kaffeekonzerte oder Sommerfeste mit Live-Musik von Schüler:innen, wo Eltern miteinander ins Gespräch kommen können – Eltern aktiv in Projekte, Probenwochenenden oder Konzerte einbinden – Elternbildung ermöglichen bei Vorträgen oder in Veranstaltungen der Musikschule – Familienkonzerte veranstalten, bei denen Eltern und Kinder gemeinsam musizieren Kommunikation – Büro- und Antwortzeiten transparent kommunizieren – Stundenplanprozesse frühzeitig erklären – Eltern regelmäßig Rückmeldung geben, nicht nur bei Problemen – Verständnis für die Lebensrealität von Familien zeigen Motivationstiefs und Aufhören – mit Kindern zeitlich begrenzte Vereinbarungen treffen – ein Aufhören nicht als Scheitern verstehen – Perspektiven aufzeigen, wie Musik auch ohne Unterricht Teil des Lebens bleiben kann Vorspiele – Eltern bitten, den Moment zu genießen, statt zu filmen – Generalproben filmen; das eigentliche Konzert bleibt smartphonefrei

Website des Verbands deutscher Musikschulen: www.musikschulen.de

Website von Kristin Thielemann: www.vollmotiviert.com

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Transkript anzeigen

00:00:00: Gerade wenn Eltern aus dieser reizüberfluteten Welt kommen und vielleicht auch erwarten, dass ein Instrument optimiert effektiv und schnell zu erlernen ist.

00:00:09: Dann können wir mit unserer Reaktion da ganz viel machen um das einfach ein bisschen zu vermitteln, dass wir im Bereich des Musikierens einfach Räume für Ruhe und auch für Muße brauchen.

00:00:20: Schaffen Sie eine Ecke in der das Instrument immer stehen darf oder klimpern erwünscht?

00:00:26: Klingt nicht immer schön tut aber gut!

00:00:29: Wir wissen auch aus der Forschung zum Beispiel, dass gerade älterliche Expertise nicht Ausschlag geben ist.

00:00:36: Mir fällt grad ein lustiges Wort dazu!

00:00:39: Ein Christine Schneidt.

00:00:40: es wird raus wenn's nicht passt, Ponyhof-Modell.

00:00:58: Was machen Eltern richtig, denen es gelingt ihre Kinder beim Erlernen eines Instruments so zu begleiten das Freude und Motivation langfristig erhalten bleiben.

00:01:07: Und warum wird das üben?

00:01:09: Zuhause in anderen Familien immer mal wieder zum Streitpunkt oder führt auch dazu dass Kinder ihr musikalisches Potenzial nicht vollständig entfalten können.

00:01:18: Darüber spreche ich heute mit der Musikschulleiterin Silke Parzolt und der Musikpädagogin sowie Bildungsforscherin Patricia Biber.

00:01:26: Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was Eltern brauchen um ihre Kinder auf ihrem musikalischen Weg gut zu begleiten und welche Erkenntnisse die Forschung dazu liefert.

00:01:34: Es geht um Erwartungen, Vertrauen, Motivation, um wissenschaftliche Erkenntnisse und langjährige Erfahrungen aus der Musikschulpraxis – vor allem aber sprechen wir darüber wie Musikunterricht besonders gut gelingen kann wenn Lehrkräfte und Eltern als echte Bildungspartner zusammenarbeiten!

00:01:51: Und ganz am Ende gibt es noch ein kniffliges Fallbeispiel für euch, liebe Vollmotiviert-Community – wo mich eure Meinung sehr interessieren würde.

00:01:59: Eure Post erreicht uns wie immer unter podcast at shot minus music.com!

00:02:04: Viel Spaß beim Anhören, kommentieren und teilen dieser neuen Folge und ganz lieben Dank wenn ihr voll motiviert kostenfrei abonniert habt zum Beispiel auf Spotify und auch wenn ihr den Podcast dort mit vollem Sternenhimmel bewertet habt.

00:02:17: das ist der schönste Lohn für unsere Arbeit.

00:02:19: Das findet unsere gesamte Podcast-Redaktion, die im Hintergrund schon immer fleißig an neuen Themen arbeitet und die vom ersten Tag an sehr zum Gelingen dieses Projektspodcast beigetragen hat.

00:02:32: Nun aber genug Worte zum Sonntag?

00:02:34: Jetzt soll's losgehen!

00:02:35: Viel Spaß beim Anhören, Kommentieren und

00:02:37: teilen!

00:02:39: Es ist fünf nach neun – und meine beiden Gesprächspartnerinnen sind so richtig auf Betriebstemperatur.

00:02:44: Hallo Silke Parzolt in Bad Lobenstein Und hallo, Patrizia Biba in Böbling.

00:02:51: Nein!

00:02:51: In Tübingen?

00:02:52: Nach

00:02:52: Tübingen.

00:02:53: Guten Morgen, Christine.

00:02:54: Hey, danke, dass ihr euch die Zeit nehmt.

00:02:56: Ja und jetzt gibt's eine kleine Vorstellungsrunde.

00:02:59: Ich würde sagen wir starten mal mit Silke Parzold Denn die kennen vielleicht einige von euch noch.

00:03:04: Silke war einmal zu Gast vor einigen Jahren.

00:03:07: Damals haben wir eine Podcast-Folge zum Thema... ich glaube zum Thema Hausaufgaben aufgenommen.

00:03:11: Es ist ja eine Folge, die sehr viel geklickt wurde und so erinnert sich vielleicht der einer oder andere noch an liebe Silke Hier kommt sie.

00:03:18: Ja, ich bin Silke Paseut.

00:03:20: Bin schon recht lange seit zweiunddreißig Jahren Musikpädagogin und seit vierundzwanzig Jahren in der Leitung.

00:03:29: Das klingt ganz schön lang aber das bringt viele tolle Erfahrungen mit sich!

00:03:33: Ja und weil Silke und ich nach dieser Podcast-Volge zum Thema Hausaufgaben immer mal wieder in Kontakt standen und ich von diesen vielen tollen Erfahrungen weiß die sie gemacht hat habe ich gedacht bei einer Folge zum Thema Elternarbeit an Musikschulen da lade ich Sie auf alle Fälle wieder ein.

00:03:48: Und wer regelmäßig die üben Musikieren liest,

00:03:51: kennt

00:03:51: Patricia Biber möglicherweise aus der drei sechsundzwanzig.

00:03:56: Da hat sie nämlich einen super Beitrag verfasst, der da hieß Die Macht älterlicher Erwartungen und Überzeugung verstecktes Potenzial für den Instrumental- und Gesangsunterricht.

00:04:07: Und da habe ich gedacht, Patricia muss auch unbedingt kommen!

00:04:09: Bitte Patrizia stelle dich doch auch gerade noch unseren Podcast Publikum vor.

00:04:13: Ja, ich bin Patrizia Biber, wenn selbst studierte Geigerin und Instrumentalpädagogin unterrichte weiterhin mit Herzblut.

00:04:21: Und bin aber auch als Quereinsteigerin in die Wissenschaft gerutscht habe dort im Bereich Bildungsforschung Musikpädagogik promoviert und schwebe jetzt sozusagen immer zwischen den Welten der Praxis und der Forschung und finde das eine wunderbar bereichernde Kombination.

00:04:38: Das ist natürlich richtig super!

00:04:40: Und Silke und ich bringen noch eine weitere Perspektive mit, nämlich die Perspektiven als Eltern in einer Musikschule zu sein.

00:04:46: Und den Unterricht aus dieser Perspektiv zu erleben auch sehr, sehr spannend!

00:04:50: Heute seid ihr als Lehrkraft, als Dozentin, als Schulleitung und in der Bildungsforschung aktiv.

00:04:56: Könnt ihr euch eigentlich noch an eure eigene Zeit im Musikunterricht erinnern?

00:04:59: Wir haben eure Eltern damals reagiert wenn ihr mal im Motivations tief gewesen seid.

00:05:05: oder gab es sowas vielleicht gar nicht bei euch Patrizia von Herzegger angefangen, magst du jetzt vielleicht?

00:05:11: Ja ich muss gestehen.

00:05:12: Ich war tatsächlich auch ein Kind das bis zum Alter von zwölf Jahren nicht selbstständig geübt hat.

00:05:19: Kommt mir irgendwie bekannt vor!

00:05:21: Und meine Mama hat sich immer... sehr bemüht mich irgendwie sowohl an die Geige als auch ans Klavier zu bringen.

00:05:28: und es gab dann auch irgendwann die Zeit, da habe ich am liebsten geübt wenn meine Mama oder meine Eltern nicht zu Hause waren weil beides auch studierte Musiker sind.

00:05:38: Und ich glaube ja damit landen wir schon bei einem ganz großen Thema natürlich das üben daheim und wie macht man das am geschicktesten als Eltern?

00:05:47: Und jede Familie ist unglaublich individuell verschieden.

00:05:51: Ich glaube gerade der älterliche Hintergrund kann da im Weg stehen, kann aber auch unglaublich bereichernd sein.

00:06:00: Und die Kombination, was tun meine Eltern nun als Kind zu wissen?

00:06:04: Meine Mama hört zu oder würde gern kontrollieren.

00:06:08: Alleine schon das macht natürlich etwas mit einem selbst wenn die Mama die besten Intentionen hat in keiner Weise zu kontrollieren.

00:06:16: und ich glaube damit starten wir eigentlich ganz wunderbar an dieses Thema weil wir da schon merken es gibt einfach bestimmte Dinge die sind unterschwellig vielleicht in bestimmten Familien vorhanden Und nicht einfach zu lösen, auch wenn der Wille auf beiden Seiten vielleicht da ist.

00:06:31: Weil im Prinzip habe ich immer gerne musiziert aber ich hab mich eben einfach nicht getraut zu üben, wenn ich wusste meine Mama steht in der Küche und hört zu!

00:06:38: Und das Schlimmste fand ich ja immer noch, wenn Eltern dann meinen aus der Kücher oder aus dem Wohnzimmer dass üben dann auch noch mit guten Ratschlägen kommentieren zu müssen.

00:06:46: Wie war's denn bei dir früher Silke?

00:06:48: Ja, bei mir könnte es gegensätzlicher nicht sein Ich komme aus einem Elternhaus in dem gar nicht musiziert wurde.

00:06:56: meinen Eltern war es aber sehr wichtig, weil sich die musikalische Ereignung wohl sehr früh herausgestellt hat dass mir das ermöglicht wurde.

00:07:04: Ich habe auch erst mit zwölf Jahren angefangen an der Ziegschule zu musizieren recht spät.

00:07:12: Auch ich hatte Phasen in denen ich nicht selbst geübt habe auch als Jugendliche nicht.

00:07:17: also da kam man schon mal von den Eltern Willst du mal üben?

00:07:23: Gleichzeitig bin ich jetzt ja eine Mama mit musikalischem Hintergrund und mein Kind erlebt wahrscheinlich, was Patricia auch erlegt hat.

00:07:32: Dass sie sich ungern kontrolliert fühlt beim Üben.

00:07:35: Ja die Kontrolle beim üben durch die Eltern.

00:07:38: Meine Mutter, die hat mir eine zeitlang eine Eieruhr aufs Klavier gestellt und hatte mal gesagt, üben!

00:07:43: Punkt Und anfangs war ich noch so richtig bockig und ich habe dann die Tonleitern und Äthylen rauf-und runtergeklimpert, bis das Ding geklingelt hat.

00:07:52: Und dann mitten in der Phrase, mitten im Tonleiter den Klavierdeckel runter geballert.

00:07:57: Aber es hat gar nicht lange gedauert, bis sich meine Freude an dieser Übezeit dann auch gefunden hab!

00:08:01: Und ja, irgendwann habe ich dann das Üben auch als ganz wertvolle Zeit, die ich mit mir selbst zu meinem Instrument verbringen durfte, denn Schätzen gelernt.

00:08:11: Da habe den Klavierdeckel gar nicht mehr runtergeklappt und einfach die nervig tickende Eieruhr zurück in Mutters Küche gestellt.

00:08:19: Ich glaub, der Tipp mit der Eieruhr hatte meine Mutter von einer Klavierlehrerin.

00:08:24: Und im Trompetenunterricht hat das mehr von selbst funktioniert.

00:08:28: Erst mal wollten meine Eltern ohnehin nicht wirklich, dass ich Trompete lerne – das hat mich schon mal angespornt!

00:08:33: Dann war der Trompetenlehrer auch so ein wirklich tiefen entspannter Mensch, der wunderbaren Unterricht machen konnte.

00:08:38: wenn man mal vergessen hatte zu üben Der hat meinen Eltern dann immer nur rückgebellet.

00:08:43: Wunderbar macht sie das, ihr braucht euch um nichts zu kümmern.

00:08:46: wir also er und ich Wir haben das im Griff.

00:08:49: Ja und hin und wieder sind wir auch immer noch in Kontakt.

00:08:51: Manchmal schreiben wir Und chatten und erleitet mittlerweile ganz entspannt ein Betten Breakfast In Irland.

00:09:03: Jetzt mal aus eurer Perspektive als Lehrkraft.

00:09:06: Silke und Patricia Wie häufig habt ihr während des Schuljahrs Kontakt mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler die bei euch einen Instrument lernen?

00:09:14: Ich bin tatsächlich sehr viel mit den Eltern in Kontakt, da ich größtenteils sehr junge Schüler habe oder Schüler die sehr jung anfangen zum Teil als Vorschüler.

00:09:26: Und ich finde das manche Eltern genauso ratlos sind wie die Kinder was denn jetzt von ihnen erwartet wird.

00:09:33: und bevor ich das schimpfe dass Eltern vielleicht ihrer unterstützenden Rolle nicht gerecht werden muss ich meine Rolle gerecht werde und den Eltern auf die Spur helfen.

00:09:45: Was wird denn von euch genau erwartet?

00:09:47: Also alles was ich definiere, was sich mir wünsche von den Eltern.

00:09:51: Das bekomme ich meistens auch zurück.

00:09:54: Ich kann auch noch mal dran erinnern.

00:09:56: also es ist kein reiner Instrumentalunterricht sondern wirklich auch eine Arbeit mit den Eltern um die einfach selbst in die Lage zu versetzen ihre Kinder zu unterstützen.

00:10:07: Vielleicht nicht beim Übenreinkwatschen, das ist jetzt ganz bestimmt das Erste woran alle Musikpädagogen denken.

00:10:14: Aber Eltern haben viel mehr Aufgaben.

00:10:16: Die müssen die Zeitfenster im Tag ihrer Kinder schaffen, dass geübt werden kann.

00:10:21: Die müssen gerade in der ländlichen Musikschule die Farbings übernehmen.

00:10:25: Und wenn ich wohlwollend sage, die Kinder sollen in Assembles spielen, müssen die Eltern auch bereit sein ein zweites und drittes Mal in die Musikschulle zu fahren und bei Auftritten vielleicht Omas Geburtstag hinten anzustellen.

00:10:39: Das heißt je besser der Kontakt ist umso besser komme ich an die Kinder.

00:10:43: Ja sehr plausibel unvermutlich eben so wirkungsvoll.

00:10:48: jetzt Hast du das institutionalisiert, was du da machst?

00:10:51: Also machen das alle Lehrkräfte an eurer Schule.

00:10:54: Ich kann mich erinnern als ich bei euch zur Fortbildung war.

00:10:56: Da hast du mir einen beeindruckenden Flyer gezeigt.

00:11:01: Vielleicht können wir den auch in den Show-Nutzen verlinken.

00:11:03: Ein Flyer für die Eltern eurer Musikschülerin und Schüler!

00:11:07: Es gibt bei uns für alle Anfängerkinder eine vom Förderverein ... finanzierte Musikschultasche und da ist immer ein Übeflyer drin, der auf einer Seite Übetipps für Schüler enthält und auch die anderen Seite Übertipps über Eltern.

00:11:24: Zusätzlich gibt es bei uns eine jährliche Projektwoche in der ich sehr darauf achte auch Elternangebote zu machen zur Bildungschancen im Musikschuleben und darüber hinaus.

00:11:36: Auch da kommen Eltern ohne musikalischen Hintergrund nicht so, ohne weiteres Rand an Informationen.

00:11:42: dafür möchte ich wirklich gerne

00:11:44: sorgen.".

00:11:45: Ah das klingt richtig gut.

00:11:46: Förderverein, Flyer, Elternwoche... Ja es klingt fast so gut als sollte ich diese Best-of Tipps mal zusammenfassen vielleicht für die Shownotes dieser Folge.

00:11:57: Schaut doch euch mal in die ShowNotes ob ich am Ende tatsächlich dazu gekommen bin.

00:12:05: Jetzt sind wir eigentlich schon fast bei den Voraussetzungen für den Unterricht angekommen, bei den Begabungen oder beim Talent wenn man das so nennen will.

00:12:12: Bei der Förderung Patricia.

00:12:14: Tatsächlich sind mir jetzt gerade auch ganz viele Anknüpfungspunkte an das gekommen was du gerade gesagt hast Silke nämlich aus Forschungsperspektive.

00:12:26: Ich glaube es ist tatsächlich ganz wichtig dass wir Eltern nicht Werten gegenübertreten und genau diese Haltung einnehmen die du gerade selber beschrieben hast, dass wir nämlich als Lehrkräfte wirklich versuchen auf Augenhöhe Eltern zu begegnen.

00:12:39: Wie du sagst wissen Eltern teilweise wirklich oft nicht in welcher Rolle sie eigentlich unterstützen können und sollen Und das ist glaube ich ein ganz, ganz großer Punkt.

00:12:50: Auch welche Erwartungen und welche Überzeugung überhaupt Eltern vertreten?

00:12:54: Also wir wissen auch aus der Forschung zum Beispiel dass gerade älterliche Expertise nicht ausschlaggebend ist.

00:13:01: viele denken immer Ich muss hohe von Betänz haben und es macht was aus ob ich selber ein Instrument gespielt habe wie gut ich in einem Instrumentspiel ob ich Noten lesen kann.

00:13:10: eigentlich wissen wir dass das nicht ausschlaggebend Ist genauso wenig Wie auch der Bildungs Hintergrund oder zum beispiel zur ökonomischen Hintergrund mit reinspielen.

00:13:20: Also die Frage aus welchem Glaubenssystem Kinder stammen, ich nehme mal den Begriff dieses Glaubensystems weil ich so schön finde wir sprechen in der Forschung auch von Belief Systems.

00:13:34: man kann sich das vorstellen als ein Konstrukt dass aus Überzeugungen besteht die in einem Elternhaus bestehen und da wächst ein Kind unweigerlich hinein Und es ist in jeder Familie anders und wir haben als Lehrkraft einfach keinen Einblick in diese Glaubenssysteme.

00:13:49: Das ist das, was Eltern letztlich auch in den Instrumentalunterricht mithin eintragen.

00:13:54: Also mit welcher Haltung kommen sie eigentlich an?

00:13:57: Sie und ihr Kind.

00:13:58: Da müssen wir Eltern abholen also wirklich mit offenen Interessen begegnen und auch hinterfragen Was bringen eigentlich Eltern mit und von was sind sie überzeugt?

00:14:10: Hey hast du die schon mitbekommen?

00:14:12: Fast zweihundert Musikschulen arbeiten mit der Einmeichel-Musikchul-App, die perfekte Software für die Zukunft.

00:14:18: Und alle erhalten jetzt kostenlose Tools in ihrer App – für Lehrkräfte, Schülerinnen und Eltern!

00:14:24: Gehörbildung, Notenlesen und Hören, Musiktheorie, Spiele & Gamification ein Musikquiz, Melodienraten, ein Stimmgerät, Metronom oder einen Stemmsplitter, der jeden Song in Gesang und Instrumente trennt.

00:14:37: Dies alles und noch viel mehr in einer einzigen App.

00:14:41: Werde Mitglied der Eimeikel-Familie.

00:14:43: Du findest uns unter eimeikel.de oder auch musikschulverwaltung.de.

00:14:47: Wir freuen uns auf dich und wünschen weiterhin viel Spaß im Podcast!

00:14:56: Also ich glaube tatsächlich, auf diesem Level können wir es auch schaffen dann ganzheitlich mit Eltern zusammenzuarbeiten.

00:15:03: Darf ich ganz kurze Zwischenfrage, Patricia?

00:15:05: Wie kann sowas ganz konkret aussehen?

00:15:08: Lassen Sie mal so eine kleine Sammlung machen wie holst du Eltern ab?

00:15:12: Bei mir ist es meistens so, dass ich versuche mit den Eltern nach der Probestunde, wenn's in die Zeit zulässt ganz kurz ins Gespräch zu kommen.

00:15:18: Und dann nehm' ich mir häufig auch noch die Zeit und für so eine Art Onboarding-Telefonat mit denen um herauszufinden ... Wo sind denn da Anknüpfungspunkte?

00:15:27: Wie ticken Sie was erwarten sie?

00:15:29: Was wünschen Sie sich?

00:15:31: Gibt es vielleicht musizierende Geschwisterkindereltern oder Großeltern?

00:15:34: G?

00:15:35: gibt es irgendwelche Ensembles, in denen jemand aus der Familie bereits mitspielt?

00:15:39: Ja, was haben die Eltern überhaupt für Ziele mit dem Motzeln

00:15:42: unterwegs?

00:15:44: Welche Ziele stecken dahinter aber auch welche Sorgen und Ängste vielleicht?

00:15:48: das ist auch sehr wichtig zu berücksichtigen.

00:15:51: Tatsächlich sind meine Erfahrungen also zum einen noch die Christine die du nennst dass es unglaublich wichtig ist direkt immer mit Eltern in Kontakt zu treten doch zu telefonieren in die Familie möglichst bisschen hineinzuspüren.

00:16:05: Aber auch unkonventionelle Settings können sehr, sehr aufschlussreich sein.

00:16:10: Also wir haben zum Beispiel in Wöblinger eine Musikschule sehr gute Erfahrungen gemacht mit schönen Grillfesten im Sommer oder Kaffee und Kuchenkonzerten wo man danach noch schön beisammensitzt.

00:16:22: das hat nicht nur den Vorteil dass man ganz unkonventuell mit Eltern am Tisch sitzt und sich über alles mögliche unterhält, sondern auch dass die Eltern untereinander in Kontakt treten können.

00:16:33: und dann entstehen ganz ganz schöne Dynamiken wo auch einfach

00:16:37: über

00:16:38: das üben gesprochen wird.

00:16:39: Über überhaupt die Persönlichkeit vielleicht des Kindes wie Kinder unterschiedlich sind.

00:16:44: also da entstehen schöne Momente des Austauschs.

00:16:47: das kann ich nur empfehlen dass man sowas anregt oder meinen kleinen Ausflug macht sei es auch zum Geigenbauer oder so was Also bisschen weg aus diesem Kontextunterricht hilft eigentlich.

00:16:57: Hey, total schöne Idee und ich fühle mich ja so ertappt.

00:17:01: Zum Glück nehmen wir ohne Video auf denn... Ich sehe ja nur so versumpft aus weil ich gestern Abend noch mit der Chorleitung und ein paar Eltern aus dem Chor meines Sohnes gesessen habe Und wie Ideen gewälzt haben und wie wirklich einfach nur so nach einem Konzert wunderbaren Austausch gekommen sind.

00:17:19: Das sind irgendwie diese unverfügbaren Momente völlig ungeplant und auch die Knaben waren noch ein bisschen zusammen unterwegs.

00:17:26: Total schönen Abend, so muss das einfach sein.

00:17:29: Unglaublich wertvoll ist es tatsächlich auch Eltern in genau diese Dynamiken mit rein zu ziehen.

00:17:35: also wenn man merkt dass potenziert sich unter Schülerinnen und Schülern die werden eine richtig schöne musikalische Gemeinschaft kann man ja durchaus auch Eltern zum Beispiel bei Orchesterprojekten mitwirken lassen das haben wir gemacht.

00:17:46: oder wenn man dann in den Pausen irgendwie ein Buffet zusammen stellt Elternbeiträge erbittet oder auch fragt Wie können sich Eltern vorstellen, eine Orchesterprobenwochenende bereichern zu unterstützen?

00:17:58: Da kommen tolle Ideen und dann wird es ein gemeinsames Projekt von Musikschulen, Kindern und Eltern.

00:18:04: Und das macht auch einfach viel aus!

00:18:07: Ich kann Kuchen besser kaufen als backen muss ich ja mal hier gestehen ist aber auch kein Geheimnis.

00:18:12: Aber man hat mich im Chor wohlmeint mit Aufgaben betraut die mir ein bisschen mehr liegen.

00:18:16: Mitarbeiter bei dem Chorvorstand und Präsidium Öffentlichkeitsarbeit, teilweise habe ich Menschen mit Aufgaben übernommen.

00:18:22: Das Chormagazin habe ich eine Weile lang herausgegeben und ich habe viele wirklich tolle Menschen dort kennengelernt die sich um die gemeinsame Sache kümmern nämlich unsere Kinder und um die Musik.

00:18:33: Und Ich hab' dort auch neue Freunde gefunden, Freunde die jetzt zu unserer Familie gehören.

00:18:38: Silke gibt's bei euch in Bad Lomstein auch solche Formen der Eltern Arbeit oder Eltern Mitarbeit?

00:18:44: Oder Elternbildung

00:18:45: Also ergänzend zu festen, die tatsächlich auch bei uns eine tolle Gelegenheit sind.

00:18:50: Haben ja wahnsinnig viele Konzerte und Musikschule eigene Konzerte in die ich so kleine Bildungspunkte mit einarbeiten kann – auch für die Eltern!

00:18:59: Denn wir haben jetzt eine Elterngeneration, die durchaus zumindest für unsere Gegend kann.

00:19:05: Ich darf das sagen wie nicht?

00:19:06: Mit wahnsinnigt viel Kultur aufgewachsen sind, mit klassischer Kultur im klassischen Sinne Wenn man den Eltern auch da hilft und keine Vorwürfe macht, sondern sich klarmacht, die haben keine Konzerterfahrungen.

00:19:19: Die wissen nicht dass man das Kind nimmt und geht wenn es gespielt hat oder so.

00:19:28: Auch da kann man das nutzen.

00:19:30: und was ich als richtig gut erwiesen habe ist ein toller Wartepereich für die Eltern Denn die verbringen da viel Zeit und häufig ein Schuljahr lang immer mit den gleichen Menschen, deren Kinder zur selben Zeit Unterricht haben.

00:19:43: Die bilden dann auch Verbindungen und tauschen sich wirklich aus.

00:19:47: Das ist höchst interessant!

00:19:48: Da macht man auch gern fünf Minuten länger um den Eltern die Plattform zu ermöglichen, sich da auszutauschen.

00:19:55: Ah, witzig!

00:19:56: Apropos Wartepereich.

00:19:57: Gestern bin ich mit der Mutter ins Gespräch gekommen und die meinte ah du ich glaub' ich kenn dein Mann wir warten immer zusammen wenn die Jungs in der Coop-Probe sind.

00:20:06: Ja und ich glaube da ist wirklich was dran auch so informelle Kontexte zu schaffen Die berühmte Kaffeemaschine wo man sitzt und den Austausch kommt Und das Ganze bewirkt dann so viel Positives nicht nur für die eigene Kinder sondern eben auch für die ganze Gemeinschaft Auch für andere Merke, kaufe eine Kaffeemaschine oder ein Wasserocher für Tee biete einen schönen Raum.

00:20:27: Aber ist mir schon klar das es nicht überall möglich gerade auch mit den Räumlichkeiten.

00:20:32: und Ja aber da ist ja dann wieder dieser Gedanke die Musikschule mehr als Lebensort zu begreifen wo du dich aufhalten kannst und nicht wo du dein Kind abgibst und ne Weile später wieder abholst sondern wo du auch willkommen bist Wo du auch Anregungen erhältst, wo du Impulse bekommst.

00:20:50: Wo du dich austauschen kannst und einfach dazugehörst als Eltern.

00:20:54: Wo Du Dich vielleicht auch eindringen kannst?

00:20:56: Ja vor allem dass es gelingt das die Musikschule wirklich Teil der Familie Realität wird und eben diese Lebensräume Musikschulle und Familie verknüpft werden.

00:21:04: Das hat natürlich Riesenpotenzial wenn Du die Eltern da auf so gute Weise mit an Bord hast Dass sie auch irgendwann spüren was für positive Auswirkung ihr Verhalten auf das Lernen ihrer Kinder hat.

00:21:15: Und jetzt habe ich noch einen wichtigen Veranstaltungstip für euch.

00:21:19: Denn auch, zwanzig sechsundzwanzig – genauer am einundzwantigsten November wird es wie schon im vergangenen Jahr wieder einen Studientag Musik und Pädagogik von üben und musizieren in Kooperation mit der Musikhochschule Mannheim geben.

00:21:33: Bauchgefühl oder Plan?

00:21:35: Struktur und Offenheit beim Musizieren und Unterrichten!

00:21:38: So der Titel der Veranstaltung in diesem Jahr.

00:21:41: Keynotes gibt es von Uli Malat, den ich ja dem Stammpublikum von voll motiviert nicht gesondert vorstellen muss.

00:21:47: Denn Uli malat als Mitbegründer des Magazins Üben und Musikieren war in Folge vierzig zu Gast!

00:21:54: Eine weitere Keynote hält der Bildungspsychologe Prof.

00:21:57: Dr.

00:21:58: Stefan Münzer – und am Nachmittag könnt ihr Anja Günther bei einem Workshop erleben.

00:22:04: Die beiden Keynoten vom XXI.

00:22:06: Elften werden auch im Livestream verfügbar sein.

00:22:09: Auch für die Teilnahme am Livestream braucht es eine Anmeldung und apropos Anmeltungen, den Anmeldelink stelle ich euch in die Shownotes.

00:22:17: Aber jetzt zurück zu meinem Gespräch mit Silke und Patricia was noch einige Überraschungen für euch bereithält!

00:22:25: Für die Kinder ist das leichter, weil die habe ich dann jede Woche gegebenenfalls auch mehrmals um die Eltern.

00:22:31: Da muss ich mir aktiv Gedanken machen denn die Kinder lernen das Leben und sollen es auch leben dürfen aber dazu gehört ihre Familie genauso.

00:22:40: Denn wenn die Familie das nicht ermöglichen möchte Weil also aktuell zum Beispiel wir haben ein tolles Blasorchester Und wir haben Eltern die nicht verstehen wenn das Glasorchester spielt, dass es eben schlimm ist, wenn das Kind mal nicht dabei ist.

00:22:55: Also so die Rolle als Teamspieler, da hilft dann die Hobbys der Eltern zu kennen und gegebenenfalls ob Tanzgruppe oder Fußballer, dass man ihnen an ihren eigenen Erfahrungen klarmacht, dass sie doch Auswirkungen

00:23:10: hat.".

00:23:11: Also zu lernen die Sprache der anderen zu sprechen im Zweifel?

00:23:14: Die Tanzgruppee der Eltern gleich mit einladen zum Konzert!

00:23:18: Dann kann die Tanzgruppe da auch gleich eine kleine Aufführung machen oder das Blasorchester demnächst Nationalhymnen spielen auf den Fußballplatz zu stellen.

00:23:26: Ich weiß, man kann natürlich nicht jedes Hindernis aus dem Weg räumen aber manchmal finde ich Hindernisse auch ganz schön um ungewöhnliche Lösungswege zu finden.

00:23:41: und wie sieht es denn bei euch eigentlich unter dem Schuljahr aus mit diesen Kurzkontakten?

00:23:45: Die sich manchmal ergeben auf den Flur?

00:23:48: die Eltern geben das Kind ab sie holen's wieder ab.

00:23:53: Wie schafft ihr das, diese Momente zu nutzen für so kleine Elternarbeit zwischendurch?

00:23:58: Sind euch die Momente wichtig?

00:24:00: Unbedingt.

00:24:02: Gerade bei den kleineren Schülern ist es so, dass ich sehr darauf achte, dass will der Mama auch mal was vorspielen.

00:24:09: Dass er in den letzten Minuten mit innen Unterricht kommt einfach um der Mama ... zu sagen, wie sie vielleicht unterstützen kann.

00:24:18: So wenn ihr zwei-, dreimal die Woche das Instrument rausholt wäre es toll.

00:24:22: oder schaut man hier das Lied können wir jetzt?

00:24:25: Oder so auch für die größeren... Also die Eltern fühlen sich auch sehr wohl, wenn Sie in persönlichen Kontakt zum Lehrer des Kindes haben weil sie dann einfach viel mehr Vertrauen haben in der Arbeit, die er gemacht wird.

00:24:40: Ja ich bin ganz spannend!

00:24:40: Ich mach's sogar so dass ich den Eltern im Onboarding-Gespräch zum Unterricht, dass ich den kommuniziere.

00:24:48: Dass ich es wichtig finde wenn sie einfach ja zwei drei Mal pro Schuljahr mit Rheinschnuppern in den Unterricht einfach... Sie müssen sich nicht anmelden!

00:24:56: Sie können einfach wenn sie das Gefühl haben, sie können das heute zeitlich einrichten.

00:25:00: Einfach reinkommen sitzen gibt ein kleines Getränk und dann mache ich den Unterlicht auch ein bisschen anders.

00:25:06: Dann kommentier ich mehr was wir machen.

00:25:09: Ich sag, warum wir bestimmte Übungen machen oder bestimmte Stücke eben über einen längeren Zeitraum auch spielen.

00:25:16: Nicht so das kannst du jetzt.

00:25:17: und das jetzt abgagt ist kommt das nächste oder die Eltern haben das Gefühl dass Kind steht auf der Stelle sondern es hat auch einen bestimmten Zweck, dass sie nicht denken die Zeit wäre so vergeben.

00:25:27: Und da habe ich dann gebe ich auch manchmal Tipps wie Sie unterstützen können ein bisschen nebenher.

00:25:32: Manchmal binde ich sie dann auch mit ein, dass sie irgendwas selber musizieren können oder das das Kind selber was erklären kann.

00:25:37: Also sind dann immer so bisschen Teil der Unterrichtsstunde und da habe ich die Erfahrung gemacht, dass Sie das erst mal mögen und dieser Kontakt auch ganz schön ist.

00:25:45: Was ich aber jetzt mehrfach hatte am Anfang also wenn ich die Eltern neu hatte in diesen Unterrichtsstunden wo sie mit dabei sind, wie toll sie eigentlich sind, also musikalisch.

00:26:01: Also dass sie mir ihre Kompetenz demonstrieren.

00:26:04: Ich hatte eine Mutter, die ja da hat dann das Mädchen und ihre Tochter etwas vorgespielt und sie saß neben mir.

00:26:09: ich saß am Klavier und ich merke die Mutter fängt laut, also hörbar laut an zu atmen und raunt den Namen ihrer Tochter Lisa!

00:26:18: Lisa du hast dich da

00:26:21: ruhig

00:26:21: dachte

00:26:22: Relax, Lisa darf das.

00:26:24: Es hat mir sofort gezeigt was diese Mutter eigentlich auch für einen Umgang mit Fehlern hat und hat mir dann wieder bestätigt warum Lisa eigentlich so fest ist manchmal, warum sie auch so Angst hat Fehler zu machen.

00:26:37: ja und das hatte ich jetzt auch bei meiner anderen Mutter das Gefühl dass Sie mir immer zeigen wollen wie toll sie eigentlich auch Dinge machen.

00:26:45: Ich meine, ich versuch dann die Eltern schon zu loben.

00:26:48: Aber ich will das eigentlich auf keinen Fall verstärken.

00:26:51: Dass mein Kind muss fehlerfrei sein.

00:26:54: Weil ich kann ein Kind immer so annehmen wie es zu mir kommt und ich find's gerade schön wenn sich auch mal traut einfach richtig reinzuspielen ist bei der Trompite unglaublich wichtig.

00:27:02: viel wichtiger dass du dich draus wirklich die Luft zu geben.

00:27:06: da kommt halt auch mal einen falscher Ton und dann kommen wir gemeinsam drüber Schmunzeln und dann gehts weiter viel besser als wenn du so ängstlich dann irgendwie spielst.

00:27:15: Das ist ein ganz toller Punkt, den du ansprichst, Christine.

00:27:19: Weil ich glaube da sind wir bei dem Punkt eben dieses Kompetenzerleben bei Kindern fördern zu müssen was unglaublich wichtig ist.

00:27:25: also Kinder müssen es einfach erleben können selbst kompetenzen aufzubauen und auch zu merken wo komme ich voran?

00:27:33: Und wo?

00:27:33: vielleicht noch nicht.

00:27:34: und an dieser stelle muss gute älterliche Hilfe ansetzen und Ich glaube das ist auch wirklich die große Herausforderung tatsächlich daheim beim üben dass Eltern in gewisser Weise responsiv sind.

00:27:46: Das heißt, älterliche Hilfestellung setzt dort an wo das Kind wirklich Hilfe braucht und auch vielleicht nach Hilfe.

00:27:51: es ragt aber nicht von vornherein Hilfe überstülpt!

00:27:56: Und ja also ich sage nochmal kurz die Perspektive aus der Forschung.

00:28:01: wir wissen tatsächlich auch dass eben so ein autoritatives Elternverhalten sehr wertvoll ist wo wirklich eine klare Führung und Strukturgebung von zu Hause da ist.

00:28:10: sprich begleite durchaus feste Übezeiten, so ich stelle die Eieruhin zum Beispiel oder erinnere daran wie Zähne putzen kommen noch eine Viertelstunde üben vom Abendessen und lasse dem Kind aber auch seine Freiräume wirklich autonomie entwickeln zu können und Kompetenz zu fühlen.

00:28:29: Und je nachdem wie weit das Kind schon kommt schraube ich meine älterliche Hilfe dann entsprechend zurück.

00:28:36: Das ist sehr schwierig aber wenn es gelingt diese Balance Zwischenstrukturgebung einerseits Unterstützung und auf der anderen Seite keine Kontrolle, sondern wirklich dem Kind auch Freiröme geben.

00:28:50: Das ist durchaus wahrscheinlich die bereichernste Variante wie das Kind selbst auch schnell eigenständig wird am Instrument.

00:29:04: Aber jetzt haben ja wahrscheinlich gar nicht alle Kinder diese Eltern, die das erstmal so sehen, denen sich beibringen lässt, vielleicht auch auf eine gewisse Art und Weise.

00:29:15: Sondern es gibt ja auch viele Familien die arbeiten den ganzen Tag.

00:29:19: Die Kinder sind in der Ganztagsbetreuung oder sie kommen aus irgendwelchen Klassenmusizier-Settings und ich... Sie kommen vielleicht aus einem Bildungsfernen hintergrund und ich habe überhaupt keinen Kontakt zu den Eltern.

00:29:33: Was seht ihr da irgendwie Möglichkeiten?

00:29:36: Wie Eltern trotzdem irgendwie positiv auf ihre Kinder einwirken können?

00:29:41: Wie schaffe ich es, dass sich den Kindern trotzdem?

00:29:44: Dass das Musikieren so beibringen kann.

00:29:47: Dass sie gut vorankommen und glücklich sind.

00:29:51: Sinken!

00:29:52: Dafür brauchst du glaube ich einen guten Weg wie du trotzdem an die Eltern kommst.

00:29:57: Also, sei es ein Brief dann könnte man auch sagen okay der verschwindet vielleicht in der Musikschultasche.

00:30:04: Dann gibt's einen Brief mit einer Rückmeldepiterm.

00:30:06: bitte kurzen sie an kann ihr Kind da teilnehmen oder so dass man die Eltern wirklich unterstützt, weil ich glaube gerade Eltern die ihr Kind anmelden an der Musikschule wollen ja alles richtig machen.

00:30:19: Also sie wollen sich um ihr Kind kümmern, die wollen dass das Kind alle Möglichkeiten hat und manchmal sind die selbst gradlos.

00:30:26: wie mache ich das denn am besten?

00:30:27: Die wollen einfach gut sein!

00:30:29: Und jeder hat da seine andere Seine anderen Sichtweisen.

00:30:33: auch Ich habe Eltern erlebt die gesagt haben oh aber immer wenn Sie diesen Ton spielt quitscht.

00:30:38: das doch Ist ja berechtigt, die Eltern wollen ja gut helfen.

00:30:43: Und wenn man dann aber sagt beruhigt euch das Quetschen wird das Kind irgendwann selbst nerven.

00:30:48: das hört von ganz alleine auf das stört mich jetzt gar nicht.

00:30:52: Dann kriegen die Eltern auch vertrauen.

00:30:54: also diese sind einfach oft sehr unsicher und wollen alles gut machen.

00:30:58: Manchmal überträgen sie dabei ein bisschen vielleicht Aber da kann man wirklich helfen.

00:31:03: Und manchmal sind es ein, zwei Gespräche, dass sich die Eltern auch abgeholt fühlen in ihrer Sorge, bin ich gut genug?

00:31:11: Dann funktioniert das auch viel besser schon!

00:31:15: Also eigentlich werden wir dafür bezahlt den Unterricht mit den Kindern durchzuführen.

00:31:20: Wir unterrichten aber im Grunde die Eltern noch so ein bisschen mit im Hintergrund ohne, dass wir da viel Ressourcen für haben.

00:31:28: Könnte man das so sagen...

00:31:29: Ich glaube schon und ganz wichtig ist es vor allem, dass die Eltern wertschätzen was ihr Kind tut.

00:31:34: Also allein wenn das Kind spürt meine Aktivität und meine Tätigkeit ist etwas was einfach einen hohen Wert in der Familie hat macht es schon ganz viel aus und da muss ich eben noch nicht auf inhaltlicher Ebene unterstützen.

00:31:47: also einfach dieses Mindset was zu Hause mitgetragen wird.

00:31:52: Ist da ganz, ganz wichtig.

00:31:53: und also auf der einen Seite eben diese Wertschätzung und auf der anderen Seite wie du auch sagst Zirkin gewisses Vertrauen auch in die Fähigkeiten des Kindes.

00:32:01: einfach dem Kind das Zutrauen macht auch schon viel aus.

00:32:05: vielleicht noch anknüpfen daran.

00:32:06: ich war jetzt erst mit einer Schülerin wieder beim Geigenbauer eine neue Geige ausgesucht.

00:32:11: Bereits da am Anfang fand ich schon ganz wichtig einfach, dass das Kind selber wählen darf und die Eltern mit Faszinationen und wirklich ehrlichem Interesse daneben stehen.

00:32:20: Und er meinte der Geigenbauer auch ach ja noch einen ganz guten Tipp!

00:32:24: Schaffen Sie zu Hause einen richtig schönen Übelplatz?

00:32:26: Lassen sie die Geige nicht im Geigenkasten verschwinden sondern schlagen sie einfach ein Nagel in die Wand.

00:32:30: und er dachte die Geiger immer hängen ist aber tatsächlich ein schöner Tipp weil Genau mit solchen Kleinigkeiten, also welches Setting schaffe ich zu Hause überhaupt zum Üben kann man ja schon viel machen auch wenn man dann viele unterwegs ist.

00:32:43: Einfach dass das Instrument präsent ist, dass der Notenstände seinen Platz hat.

00:32:47: Also das sind eben diese Rahmenbedingungen und Strukturen die die Eltern ganz wunderbar und auch sehr einfach schaffen können.

00:32:54: Die Noten aufgeschlagen mit dem Lieblingsstück und nicht mit der Ethyde wo man denkt oh Hilfe!

00:33:01: Ich übe ja selber eigentlich auch noch ziemlich viel, gerade mal abends.

00:33:04: Wenn die Familie schon im Bett ist dann habe ich eine Überecke hier zu Hause und da gehe ich dann auch üben.

00:33:10: Da mache ich mir echt einen schönen Tee oder ein Glas Wein und dann sitze ich da weil das ist einfach Primetime mit mir selbst und das habe ich eigentlich durch meinen Trompetenlehrer und die Klavierlehrerin so kennengelernt dass es üben auch so eine Art ... Ja, selbst für Sorge ist.

00:33:27: Dass es eine ganz schöne Tätigkeit ist, die das eigene Leben wahnsinnig bereichern kann und das versuche ich auch meinen Schülerinnen und Schülern ein bisschen mitzugeben.

00:33:36: Dass die Freizeit eben nicht nur Gym-Studie aus der digitalen Welt besteht, nicht nur aus dem Swiping von irgendwelchen Reals und dem Konsumieren sondern auch wirklich selber was erschaffen und dadurch Bedeutung.

00:33:51: für sich selbst und auch für andere, erlangen so wie du es so schön gesagt hast.

00:33:54: Auch das offene Ohr zu Hause bieten.

00:33:56: Es muss ja vielleicht gar nicht viel sein, dass die Eltern machen aber einfach zu wissen da hört jemand

00:34:01: zu.".

00:34:02: Ganz genau!

00:34:02: Ich glaube auf der anderen Seite, wie du sagst Christine können wir eben auch den Schülern ganz viel mitgeben, dass sie wirklich daheim auch ich sage mal in Richtung Genuss des Übens kommen und zwar auch schon im Kindesalter.

00:34:18: Unterricht oder stelle es auch bei mir selbst immer wieder fest, top saver in die Falle dass man doch dem Kind sagt hey guck mal mach mal das tu mal diese Übung und so.

00:34:26: Und dann ergibt sich da was das anstatt dass man mit dem kind eigentlich forschend an die Sache herangeht und ein bisschen hinterfragt faszinierend beobachtet, was passiert da eigentlich?

00:34:38: Was macht meine Hand?

00:34:40: Hast du eine Idee wie wir helfen können das Kind wirklich in diesen Prozess mit reinzunehmen.

00:34:44: Dann entwickelt sich einfach auch eine Faszination fürs eigene Tun und das Kind kommt daheim

00:34:49: viel

00:34:50: schneller in selbstständige Tun und in selbständigen Üben.

00:34:54: Ja Patrizia absolut!

00:34:56: Siege

00:34:57: die angesprochenen Punkte sind Genau Inhalte unseres Überflyers tatsächlich für die Eltern.

00:35:04: Also da stehen so Dinge drauf, wie schaffen sie eine Ecke in der das Instrument immer stehen darf?

00:35:11: oder klimpern erwünscht?

00:35:13: klingt nicht immer schön, tut aber gut.

00:35:16: Solche Sachen stehen drauf also dass Musik auch mein Geräusch sein darf zum Beispiel für mich als Mama eine tolle Erfahrung.

00:35:24: der Übeflyer ist tatsächlich vor der Geburt meiner Tochter entstanden und ich habe das aus recht theoretischer Sicht gemacht und hab es aber für mich natürlich als notwendig schon damals gesehen.

00:35:36: Und es läuft auch zu Hause so.

00:35:38: Also, es gibt diese Übericke wo das Kind sitzt, wo auch morgens um sechs Uhr schon die Gitarre in der Hand genommen wird und gespielt wird.

00:35:47: Was ich den Kinder mitgebe, das klingt vielleicht ein bisschen unwissenschaftlich.

00:35:51: wenn du übst kann keiner was von dir wollen nichts anderes also dann bist du für dich!

00:35:57: Es gibt tatsächlich auch Eltern die gern zuhören wollen, die genau die Rolle des Interessenten einnehmen wollen und wollen ihrem Kind zeigen dass ist mir wichtig.

00:36:06: Und die Kinder machen die Tür zu.

00:36:08: Dann sind die Eltern rablos, weil sie wollten doch unterstützen.

00:36:11: und dann muss man sagen ihr unterstützt am besten, wenn ihr respektiert dass das Kind eben für sich spielen möchte.

00:36:17: Ist sehr unterschiedlich!

00:36:19: Ich finde nicht ganz toll, Eltern da auch auf eine Art und Weise entlasten und zu kommunizieren.

00:36:25: hey du magst den Eindruck haben es geht jetzt vielleicht nicht so richtig voran aber ich bringe deinem kind einfach jetzt gerade übetechniken bei und vielleicht kämen wir schneller voran dieses oder jenes Verhalten jetzt an den Tag legen würdest.

00:36:39: Aber diese Zeit, die nehmen wir uns einfach damit dein Kind selber lernen zu üben und du irgendwann nur noch genießen darfst als Mutter- oder Vater.

00:36:49: Jetzt haben wir sehr viel übers Üben gesprochen.

00:36:51: Ich überlege gerade vielleicht ist das nicht so klug aber mal in die Motivationstiefs reinzugehen in dieses Aufhören.

00:37:01: So wie jedes Kind irgendwann mal anfängt mit dem Musikunterricht, wird auch jedes kind irgendwann mal aufhören.

00:37:06: Wir hatten jetzt kürzlich übeln musizieren Redaktionssitzungen und ich habe aufhörten als Thema vorgeschlagen weil ich das... Ich finde es so ein bisschen unterbelichtet.

00:37:15: Wir reden immer nur, wie kannst du jemand motivieren?

00:37:17: Nicht begleitest du jemand durch Motivationstiefel?

00:37:20: Wie kannst du üben vermitteln und so?

00:37:21: aber dieses Aufhören?

00:37:23: Wie kann aufhörtend gut gut gelingen, sodass das Eltern trotzdem merken, hey, es war eine ganz, ganz wertvolle Zeit.

00:37:31: Also wie kriege ich nicht nur das Onboarding hin, sondern auch das Offboarding so gut hin, dass die Eltern wissen, hey ... Das war gelungen in der

00:37:39: Musikschule.".

00:37:45: Ich glaube, was die Kinder aus der Arbeit mitnehmen ist immer mehr als Musik und was da bleibt.

00:37:51: Ist die Disziplin irgendwo regelmäßig zu erscheinen?

00:37:54: Ist die disziplin seine Sachen dabei zu haben und auch zu checken?

00:37:58: habe ich alles dabei?

00:38:00: Ist vielleicht die soziale Komponente das sie in einem Ensemble gespielt haben und und auch da wissen wie man sich sozial verhält in einer Gruppe?

00:38:08: Das habe ich innerfamilie auch gemerkt.

00:38:11: Man findet als Lehrer sicherlich aufhören.

00:38:13: schade, tatsächlich gilt es zu reflektieren die Leistung des Schülers das Vermögen des Schulers und für mich ein ganz wichtiger Punkt Kinder haben ja oft mehrere Hobbys und es kommt tatsächlich die Zeit in der sie entscheiden müssen.

00:38:28: was möchte Ich jetzt zu hundert Prozent weiter machen also mehrere Sachen mit vollem Einsatz zu machen, da kollegieren oft schon Termine.

00:38:38: Sei es Trainings-, sei es Auftritte, sei es Fußballspiele.

00:38:42: und dann muss man einfach so vernünftig sein und sagen ich respektiere zutiefst dass du dich jetzt entscheidest ein was komplett richtig weiterzumachen

00:38:52: Und nicht mein wir haben ja auch Mikhalos Studie Wir haben ja schon mal gar nicht die personellen Ressourcen eigentlich muss man das ja mal ganz ehrlich sagen Dass alle Kinder ein Instrument lernen können die das auch gerne möchten.

00:39:08: Und ich finde es aber wichtig, dass man während dieser Unterrichtszeit, die man mit dem Kind hat schon immer im Blick hat, wenn das Kind irgendwann mal mit dem Unterricht aufhört muss das ja kein Aufhören des Instruments bedeuten.

00:39:19: und wie könnte das Instrument trotzdem eine wichtige Rolle im Leben des Kindes spielen?

00:39:23: Also wo könnte es sich vielleicht einbringen?

00:39:26: in irgendeinem Musikverein, in einem Chor oder in einem kleinen Orchester, in einer Band, in nem Ensemble... Welche Rolle könnte die Musik weiterhin spielen, ohne dass es jetzt dafür zwingend ein Musikunterricht braucht in der Musikschule oder Privatmusikunterricht?

00:39:42: Viele nehmen ihr Instrument ja tatsächlich während dem Studium zum Beispiel wieder zur Hand.

00:39:46: Wenn sie merken, es gibt einen Uni-Euchester und dann... besorgen sie sich vor Ort, plötzlich vielleicht doch wieder ein Klavier oder so.

00:39:55: Also ich glaube das allerwichtigste ist tatsächlich dass man so einen Aufhören nicht als Misserfolg abstempelt und eben auch als als Eltern nicht so versteht sondern sagt es sind wertvolle Lebenserfahrungen und wer weiß irgendwannes Raum dafür.

00:40:08: dann kommt man wieder darauf zurück.

00:40:10: oder wenn später selber Kinder kommen dann setzen sich die Eltern wieder ans Klavier.

00:40:14: also Jedes Kind, jede Jugendliche nimmt so viel davon mit auch wenn es nur ein paar Jahre Instrumentalunterricht waren.

00:40:22: Absolut und ich denke auch das können so kleine Nebensätze seinem Unterricht die fallen.

00:40:27: Wenn man da mit dem Kind ach vielleicht spielst du dann später mal hier oder da?

00:40:30: Oder wenn du selber mal Kinder hast dass man das in irgendeiner Weise schon einmal einläutet Dass das ganz normal ist, was jetzt als Unterricht als Normalzustand wahrgenommen wird Du kommst viele viele Jahre zu mir in einem Unterricht Das ist aber ganz normal, dass es dann auch irgendwann mal ohne die Lehrkraft stattfindet.

00:40:51: Also für die Ex-Musiker unter den Eltern haben wir ehrlich ein Projekt das nennt sich Weihnachten in Familie Und da spielen Schüler zusammen mit Eltern, Oma, Upa, Tante und Onkel.

00:41:05: Da hat man eine Innustremischung aus noch aktiv musizierenden Eltern oder Großeltern plus Eltern die tatsächlich auch nach zehn Jahren ihr Instrument wieder zur Hand nehmen und extra für diesen Tag üben.

00:41:18: Man schreibt die Partituren dann so dass es wirklich passt ist das Kind der Musiker und die Eltern kommen irgendwie durch?

00:41:26: Oder sind die Eltern die Erfahreneurin bekommen die leichten Stimmen.

00:41:30: Ein sehr, sehr beliebtes Konzert bei uns jedes Jahr mit vielen Zuhörern und mit wahnsinnig engagierten Eltern, die sich einfach vielleicht auch über diesen kleinen Anschub freuen, ihr Instrument wieder in die Hand zu nehmen.

00:41:43: Also tatsächlich haben sich auch welche wieder ein Instrument gekauft für dieses KonzERT.

00:41:49: Ja oberspannend!

00:41:51: Und wirklich ... Für die Kinder macht das auch stolz gemeinsam mit ihren Eltern zu musizieren.

00:41:57: Wow, so schönes Projekt!

00:41:58: Weihnachtsliederorchester hatten wir auch mal bei uns an der Schule.

00:42:01: Habe ich auch mal einige Jahre geleitet.

00:42:03: Das war auch ein Kurzprojekt.

00:42:04: Drei oder vier Wochen Probe und dann Aufführung.

00:42:07: Und das Material hat auch getalkt um Heiligabend unter dem Tannenbaum zu spielen.

00:42:14: Apropos Heilig-Abend unterm Tannenbaum.

00:42:17: Kommunikation mit den Eltern letztes Jahr, zwanzig fünfundzwanzig achtzehn Uhr.

00:42:23: Bling!

00:42:24: Nachricht auf meinem Handy Kein Hallo, keine Frohe Weihnachten.

00:42:28: Kein Irgendwas?

00:42:30: Ja es wäre jetzt ganz eilig!

00:42:31: Es müsste noch eine zweite Stimme für ... ähm... Tochter her.

00:42:37: Wo ich dachte, mach' ich irgendwas falsch.

00:42:40: Mach' ich was falsch habe ich irgendwie meine Bürozeit, meine Antwortzeiten falsch kommuniziert dass man solche Nachrichten kriegen muss an Heiligabend von Eltern.

00:42:51: und jetzt hatte ich gestern Abend ein ganz interessantes Gespräch auch mit einer.

00:42:56: Die hat auch ihren Sohn dort im Knabenkor.

00:42:59: Und die hat erzählt, dass sie tatsächlich den Eindruck hatte in den letzten Jahren hätten sich die Ansprüche von Eltern an den Unterricht auch verändert und auch die Kommunikationsweise.

00:43:08: Sie unterrichtet auch an der Gegend wo sehr viel gut betuchte Menschen wohnen.

00:43:12: Und sie hat gesagt die lesen aber es ist jetzt sind sehr bildungsnahe die Eltern die Lesen teilweise die Informationen nicht mehr haben dann aber den Anspruch zu den unmöglichsten Zeiten zu schreiben und Fragen zu stellen.

00:43:26: Und unterstützen die Kinder, weil sie auch die Ressourcenschlicht nicht mehr haben dadurch dass sie einfach viel viel viel arbeiten und auch selber ganz stark abgelenkt sind durch die digitale Welt das sie auch belastet sind durch alles was so politisch passiert in der welt.

00:43:42: und ja da haben wir doch dann durchaus Ein bisschen darüber diskutiert, weil wir das beide ziemlich schade waren.

00:43:48: Und ich habe auch das Beispiel mit dem Heiligabend ohne Elterngrüße aber mit Ansprüchen an irgendwelche zweiten Stimmen geschildert.

00:43:57: Bist du ihn?

00:43:58: Ich würde dir das gern drehen!

00:43:59: Das ist wahrscheinlich das Vertrauen in dich dass du das schon irgendwie richten kannst.

00:44:05: also Wir sind Musikschullehrer und werden auch oft gefragt was machst du eigentlich beruflich?

00:44:11: Für die Eltern sind wir, glaube ich, oft Teil der Familie und ich habe auch Kollegen, die sagen, ich möchte abends nicht mehr angerufen werden oder so.

00:44:21: Ich mach das tatsächlich anders.

00:44:23: Vielleicht gibt's da jetzt auch viele Gegenkommentare, aber Eltern können nur mit mir kommunizieren wenn sie selbst Zeit haben und das heißt oft zwei oder drei Kinder abends nach der Arbeit ins Bett bringen und dann den Kopf frei haben und mal das Revue passen zu lassen.

00:44:37: Und dann muss das halt raus was gesagt werden muss oder gefragt werden möchte.

00:44:42: und jede Frage von Eltern Können wir als Zumutung empfinden?

00:44:46: Oder wie empfinden Sie Als die Art der Eltern sich zu kümmern?

00:44:51: Also das verstehen die gerade darunter, weil wenn sie eine Frage haben an den Lehrer dann beschäftigen Sie sich ja mit dem Thema gerade.

00:44:59: Ja stimmt!

00:45:00: Ich muss auch gestehen ich habe in der Tat schnell geantwortet.

00:45:03: Ich hatte auch ne zweite Stimme auch in der Transpension dass die Tochter das spielen konnte und hat gesagt so... Und ich wünsche übrigens

00:45:09: einen

00:45:09: fröhlichen Heiligabend, Frohe Festtage und ich bin

00:45:13: ab

00:45:13: dem ersten Schultag wieder erreichbar.

00:45:16: Alles Liebe für euch Weil sonst habe ich gedacht, wenn ich das nicht mache dann hab' ich die ganzen Fehlen über so einen offenen Tap und dann kocht das die ganze Zeit.

00:45:25: Und es ist lieber jetzt in Ehren einmal senden was sie wollen und schöne Grüße und schöne Fähnen.

00:45:31: also sowieso versuche ich dass er jetzt immer rechtzeitig zu kommunizieren, wenn Ich irgendwie in die Ferien gehe und eine bestimmte Zeit nicht vor Ort sein werde.

00:45:42: Ich versuche auch rechtzeitig zu kommunizieren, wann der Stundenplan gemacht wird.

00:45:46: das ist ja auch auf so einen Punkt wo Eltern empfindlich reagieren können dass sie einfach genau wissen ab dann und dann kann ich mit dem Stundenplan rechnen.

00:45:54: so funktioniert das dass sich bestimmte Zeitfenster angebe.

00:45:58: da gibt es ganz tolle Tools.

00:46:00: Weiß nicht, ob ihr dieses geplant.io kennt wo man die ganzen Zeiten reinstellen kann von den Schülern.

00:46:08: also Schüler X hat dieses und jenes Zeitfenster und möchte so in so vielen Minuten Unterricht haben.

00:46:14: Und dann das ist eine KI die einem mögliche Version davon raus gibt.

00:46:19: ich weiß jetzt nicht wie datenschutzkonform das ist wenn man dieses geplant.

00:46:23: I.O.

00:46:24: noch weiter nutzt, indem man auch da E-Mail-Adressen reinstellt von den Eltern.

00:46:29: Ich vermute das könnte sehr heikel sein.

00:46:32: Darauf habe ich jetzt verzichtet.

00:46:33: Ich hab mir rein den Stundenplan mit den Vornamen der Kinder dann so oder mögliche Stundenpläne generieren lassen aber weiter habe ich das nicht benutzt für die Elternkommunikation weil das war mir vom Datenschutz her wirklich zu heikeln.

00:46:47: Beispiel zeigt doch ganz, ganz eindrücklich wie nah wir eigentlich an den Eltern dran sind und eben auch wie viel Einfluss wir haben.

00:46:53: Also wir können das auch als Potenzial verstehen indem wir sagen je nachdem wie wir reagieren können wir hier wirklich auch Einflüss nehmen Auch wenn es jetzt ich sage mal sollte nicht unser Anspruch sein Familien Strukturen verändern zu wollen oder so.

00:47:08: aber gerade wenn Eltern aus dieser reiz überfluteten Welt kommen und vielleicht auch erwarten dass ein Instrument optimiert, effektiv und schnell zu erlernen ist.

00:47:18: Dann können wir mit unserer Reaktion da ganz viel machen um das einfach ein bisschen zu vermitteln dass wir im Bereich des Musikierens einfach Räume für Ruhe und auch für Muße brauchen Und Da Können Wir Mit Unsere Persönlichkeit Einfach Auch wirklich Für Einstehen.

00:47:34: Absolut!

00:47:35: Räumen schaffen.

00:47:35: jetzt hast du sogar das schönes Stichwort genannt Patrizia Offene Überräume betreute Übezeiten.

00:47:40: Ich Hätte ein Folge siebenzwanzig ein ganz spannendes Gespräch übers Klassen musizieren, wo Sabrina Walter zu Gast war.

00:47:46: Die ist Schulleiterin von einer Musikbetonten Grundschule in Stuttgart, die mit der Stuttgarter Musikschule zusammenarbeiten und sie hat dort von offenen Überräumen auch betreuten Übezeiten erzählt.

00:48:00: Welche Chance seht ihr denn darin Eltern zu entlasten?

00:48:03: Mit offenen überräumen und betreutem Überzeiten

00:48:11: Also betreute Überzeite da habe ich keine Erfahrung momentan.

00:48:16: vielleicht Bieten wir das irgendwann mal an, aber wir haben immer Räume zur Verfügung.

00:48:21: Wenn Kinder beispielsweise nach der Schule kommen wollen bis sie mit dem Bus nach Hause fahren und so weiter.

00:48:27: also da sind wir sehr offen da Möglichkeiten zu schaffen.

00:48:32: Und wie siehst du das?

00:48:33: Mit offenen Überräumen und betreuten Überzeiten.

00:48:35: Patrizia

00:48:36: Ich sehe da tatsächlich ganz großes Potenzial drin kann auch durchaus eine schöne Struktur schaffen, wenn ein Kind weiß immer dann und danach der Schule nehme ich dem und den Bus und fahre in die Musikschule und treff dort vielleicht noch die oder denjenigen.

00:48:50: Und dann üben wir zusammen Tür an Tür ne Runde und gehen wieder heim!

00:48:53: Also das kann ein wunderbares Konzept sein.

00:48:56: aber es ist ganz klar dass die Kapazitäten natürlich vor Ort da sein und geschaffen werden müssen und das ist sicherlich nicht einfach.

00:49:04: in vielen Häusern also im Böblingen platzen wird zum Beispiel aus allen Nähten.

00:49:08: Wir hatten schon drüber gesprochen, würden sowas wahnsinnig gerne etablieren.

00:49:12: Aber es ist kaum möglich!

00:49:14: Ich glaube ich habe in der damaligen Folge zu der Sabrina oder ich weiß gar nicht oder ich warst da Friedo Linz Heißler aber auch noch dabei.

00:49:21: Wir haben auf jeden Fall darüber gesprochen welches Potenzial das hätte wenn dieser Überraum zum Beispiel ein Container auf dem Schulhof wäre Mit einem großen Fenster, das man auch da reinschauen könnte.

00:49:34: Wie so eine Art Schaufenster!

00:49:36: Das andere sehen... Hey, da passiert was?

00:49:39: Das ist ein ganz toller, ganz spannender Raum.

00:49:41: Da werde ich auch gerne

00:49:43: drinnen.".

00:49:44: Mir fällt gerade ein lustiges Wort dazu.

00:49:46: Ein Christian schneit es bitte raus wenn's nicht passt.

00:49:49: Ponyhof-Modell.

00:49:51: Haaa, seit der Improvisationsfolge wird hier gar nichts mehr geschnitten.

00:49:55: Fühl das doch mal mit Inhaltsilke, das Ponyhofmodell.

00:49:58: Alle Eltern lieben den Gedanken gerade mit reiterlichem Hintergrund, wenn das Kind nicht nur zum Reitunterricht in den Pferdestall geht sondern vorher und hinterher viel Zeit damit verbringt.

00:50:09: Mit den Pherden auch zu agieren also dieses Pferd zu putzen Freundin X zu treffen mit der man früher mal zusammen geritten ist.

00:50:17: Und genau so ist dieses Musikschule Musikschulle Leben und nicht nur Unterricht haben.

00:50:24: Genau deswegen Conny Hofmodell

00:50:26: Ja, das ist ein spannender Gedanke-Siege.

00:50:29: Das ist toll!

00:50:31: Noch mal eine andere Sache – unrealistische Erwartung von Eltern.

00:50:36: Wie kann man denn damit umgehen?

00:50:37: Wenn man das Gefühl hat oh hier geht es in eine ungesunde Richtung, ungesund leistungserwartungen oder überhaupt vielleicht auch psychischer Druck aufs Kind.

00:50:51: wo wir denken wäre doch vielleicht jetzt meine Verantwortung als Lehrkraft mal dazu was zu sagen.

00:50:58: Oder ich müsste mir vielleicht Hilfe holen, Stichwort Kinderschutzkonzept.

00:51:03: Wann ist der Punkt?

00:51:05: Wann würdet ihr was sagen zu den Eltern?

00:51:07: Ich glaube das sind zwei verschiedene Themen.

00:51:11: Das eine ist überengaschierte Eltern zu haben die ihr Kind vielleicht unter Druck setzen.

00:51:17: Punkt kinderschutz sehe ich noch ne Stufe härter.

00:51:22: da gab es tatsächlich ein paar Fälle wo man dann auch bejugendlichen Schüler informiert hat, wo sie sich Hilfe holen können.

00:51:30: Dass man das moderiert aber nicht selbst in die Hand nimmt.

00:51:34: dann begibt man sich nämlich zwischen zwei sehr starke Fronten Eltern und Kind Und ich glaube dass sollte man tunlichst vermeiden.

00:51:43: Patricia wie ist es du?

00:51:45: Ich habe gerade noch mal auch über den Begriff über engagierte Eltern nachgedacht und musste dabei denken an unsere LMUG-Studie, die wir bei unserem Institut in Tübingen durchgeführt haben.

00:51:57: Da haben wir nämlich uns explizit Überzeugungen von Eltern im Detail angeschaut.

00:52:02: Und da ging es eben auch um die Sache, wie viele Verantwortung übernehme ich eigentlich als Eltern?

00:52:07: Inwiefern sehe ich mein Kind selbst in der Verantwortung?

00:52:10: Was denke ich eigentlich?

00:52:12: Wie sehe ich beim Üben kontrollieren muss?

00:52:13: Was sind meine Ziele?

00:52:15: und haben wir Überzeugung ganz breit von Eltern erfasst?

00:52:18: Interessanterweise, ich erzähle mir ganz kurz.

00:52:20: Haben wir in der Studie vier Elterngruppen unterscheiden können anhand der Daten?

00:52:25: Wir hatten typische laissez-faireltern die der Meinung waren Ich bin eigentlich nicht verantwortlich und wenn mein Kind begabt ist wird es schon vorankommen.

00:52:33: Dann hatten wir wirklich autoritäre Eltern Die gesagt haben Es ist meine Verantwortung mich um die musikalische Ausbildung meines Kindes zu kümmern!

00:52:41: Ich muss dahin die Rolle der Lehrkraft ersetzen.

00:52:46: Dann hatten wir Eltern dabei, die durchaus der Meinung waren dass es Fleiß braucht um am Instrument voranzukommen.

00:52:55: Die aber trotzdem gesagt haben mein Kind trägt absolut selbst die Verantwortung dafür für das was es da tut.

00:53:01: und dann hatten wir eine älteren Gruppe die gesagt haben ich bin verantwortlich Ich muss auch strukturgehend unterstützen Aber ich darf nicht kontrollieren.

00:53:09: Und interessanterweise waren Gerade die Kinder von dieser letzten Elterngruppe nach dem ersten Jahr, man muss sagen wir haben uns nur das erste Jahr des Instrumentalunterrichts im Grundschulante angeschaut.

00:53:21: Diese Kinder waren nach einem Jahr in allen gemessenen Parametern vorn heraus.

00:53:25: also sie haben sich am besten am Instrument entwickelt hatten den höchsten Leistungsstand und haben auch in spezifischen musikalisch spieltechnischen Fähigkeiten die höchste Werte aufgewiesen und die höhste Beständigkeit im Üben.

00:53:41: Das zeigt einfach sehr deutlich, also dass wir wirklich auf dieser Überzeugungsebene von Eltern ansetzen müssen.

00:53:47: Und ich glaube da können wir sie eben auch abholen.

00:53:50: und wir sind jetzt gerade daran tatsächlich am Institut einen Eltern Feedback Tool zu entwickeln wo man diesen LMUG-Fragebogen aus unserer Studie durchlaufen kann und unterschiedlichste Überzeugungen werden da abgefragt und hinterher bekommt mein personalisiertes Feedback dazu wie die eigenen Überzeugungen sind plus aber auch Handlungsempfehlungen für den Alltag.

00:54:13: Und unsere Intention ist eigentlich, dass man damit wirklich Eltern ehrlich auf Überzeugungsebene antrifft und dann auch direkt einfach zurückspiegelt was sind eigentlich die Überzeuglungen?

00:54:24: Weil wie du vorhin am Anfang schon mal meintest Zylke ich glaube viele wissen das gar nicht also viele gehen davon aus.

00:54:30: Ich habe die Rolle so und so agieren zu müssen Aber dann zu lesen Es ist wunderbar, Sie unterstützen Ihr Kind ganz toll.

00:54:37: Aber seien sie sich dessen bewusst?

00:54:39: Dass ihr Kind auch Freiräume braucht beim Üben?

00:54:41: Vielleicht ist es besser, Sie unterstützen er so oder so?

00:54:44: Könnte doch da vielleicht ein ganz schöner Ansatz sein und vielleicht lässt sich das Tool ja sogar auch nutzen um zum Beispiel daran anknüpfen deinen Elternabend zu gestalten wo man einfach noch mal mit Eltern ins Gespräch kommt und bespricht welche unterschiedlichen Haltungen und Überzeugung gibt's eigentlich?

00:54:59: Und wie könnte das vielleicht Kinder unterstützen oder eben auch erhemmen?

00:55:03: Ja, spannend.

00:55:04: Elternabend!

00:55:05: Ich habe kürzlich von Angela Bauer gehört.

00:55:08: Sie leitet die Musikschule in Ludwigshafen und war ein Folge-Sechtsig zu Gast, dass sie an ihrer Schule eine Elternsprechwoche eingeführt hat.

00:55:14: Das fand ich jetzt auch ne ganz klasse Idee.

00:55:18: Und vielleicht kann sie hier für meinen kleinen Beitrag in üben und musizieren zu diesem Thema liefern?

00:55:23: Also muss ich mal rückbesprechen.

00:55:25: Mir fände ich jetzt sehr, sehr spannend zu lesen.

00:55:27: Und von dir liebe Patrizia über diese Ellemuckstudie und das Feedbacktool für Eltern Hatt ich hier gerade die aktuelle Übung, das ist die Drei-Sächsen-Zwanzig.

00:55:36: Da ist so ein wunderbaren Beitrag drin.

00:55:38: Die machteelterliche Erwartungen und Überzeugung.

00:55:41: Verstecktes Potenzial für den Instrumental- und

00:55:43: Gesangsunterricht.".

00:55:45: Joa!

00:55:45: Das fand ich sehr spannend.

00:55:46: Das habe mich gestern am Formkonzert in der Kirche gelesen noch auf dem Handy... Und ich hab mir so einen richtigen ... Also das Konzert war zehn Minuten vor dem Konzerten.

00:55:56: Und da hat nicht echt so'n OP-Kram da an.

00:55:58: In der Küche hat das Handy aus zu sein.

00:56:01: Ja, Entschuldigung natürlich.

00:56:03: Das Handy ausgemacht und dann fing das Score-Konzert an und dann zückte er sein Handy und fing an den Chor zu filmen.

00:56:09: Unglaublich!

00:56:11: Und wo ich dachte, machst du jetzt einen Spruch?

00:56:14: Nö wir haben da ein ganz trauter Eintracht nebeneinander gesessen... ...und irgendwann hat er sich zu mir geborgen und gesagt ist schön wie die Singen oder?

00:56:22: Da bin ich tatsächlich auch im Unterricht immer recht streng.

00:56:25: also wenn Eltern das Handy zücken Dann thematisier ich das durchaus und sage, entweder die Mami geht jetzt raus oder sie nutzt diese Zeit auch um hier einfach mal mit hohischem zuzuhören.

00:56:36: Und ich glaube tatsächlich wenn man das einmal klargemacht hat genießt viele Eltern auch diese Zeit weil sie wissen Sie dürfen jetzt einfach mal nur da sitzen und mitbekommen was ihr Kind da tut Wenn sie denn dabei sind im Unterricht.

00:56:48: Ja ich hab jetzt eben wo wir über diese drei, sechsundzwanzig die üben Musikzeigen gesprochen haben.

00:56:53: Da habe ich ja auch einen Beitrag drinnen über Musikschulvorspiele und da mache ich das in der Tat auch so dass sich sagt hey liebe Eltern super dass ihr euer Kind unterstützt habt aber seid mal voll und ganz in diesem Moment und filmt diesen moment nicht weil es ist schon... Die Hürde ist schon groß!

00:57:08: Das Stöckchen über das eure Kinder jetzt springen indem sie zeigen was Sie gelernt haben indem sie vorspielen für sich selbst für euch Aber das müsst Ihr jetzt nicht filmen So, das macht die Hürde sonst noch viel größer.

00:57:22: Und das macht vielleicht auch irgendwann den Spaß kaputt vorzuspielen und es macht für euch den Moment kaputt.

00:57:28: Ihr macht ein super Job als Eltern aber bitte genießt den Moment!

00:57:33: Ich mach's häufig so dass ich Vormusikschulvorspielen eine Art Generalprobe mache, die wir dann wirklich auch so filmen, dass man hinterher einen Clip hat der sich auch lohnt... angeschaut zu werden, also der wirklich auch so ist wie sich die Kinder das vorstellen.

00:57:47: Dass wir diesen Filmklippen ein paar mal anschauen und sagen an dieser Stelle dass das Kind selber feststellt da möchte ich vielleicht doch eher anders oder da übe ich nochmal, sodass ich das wirklich einige Wochen vorher anfange dieses Stück was dann vorgespielt werden soll auch zur filmen Und dann den schönsten klipp den wir aufgenommen haben den kriegen dann die Eltern zu weihnachten und das wissen sie in aller regel auch.

00:58:09: Das machen wir teilweise auch so, dass wir sagen, wir filmen zentral und sie dürfen einfach nur genießen.

00:58:14: Und das ist dann ganz wunderbar, weil einfach alle wirklich nur ihren Kindern zuhören vielleicht erwartungsfrei, dass da jetzt kein Bild verruckelt oder

00:58:24: so.

00:58:26: Weil du nimmst die Sachen anders wahr wenn durch digitale Fenster siehst.

00:58:32: Du nimmste im Moment einen Zauber.

00:58:34: Das finde ich schade!

00:58:36: Wenn man sich selbst diese Momente kaputtmacht.

00:58:38: Du bist so.

00:58:39: ein ganz tolles Zitat von der Anne-Sophie Mutter, ich hab das auch in diesem Beitrag zitiert wo sie da auch jemanden im Publikum den Kopf wäscht, der mit dem Smartphone vor ihr steht während sie da irgendwie weiß ich nicht was immer so spielt.

00:58:54: Tchaikovsky Konzert wahrscheinlich oder Beethoven oder sowas.

00:58:57: und dann ist die doch mal ziemlich deutlich geworden.

00:59:00: Das verlicke ich einfach mal in den Shownotes.

00:59:03: Sieht durch als Eltern ... habe ich ja vorhin auch gesagt, die man mal alle in den Unterricht einlädt.

00:59:08: Also ich hab zum Beispiel einen sehr hyperaktiven Jungen... Die Mama!

00:59:12: Er fährt überall, er stört.

00:59:14: Er kann nicht, er macht nicht und in dieser Eins-zu-Eins-Situation ist der aber total ruhig weil er gar nicht reizüberflutet ist.

00:59:21: und dass die Mama ... Der Mama diesen Augenblick zu gönnen das sie ihr Kind auch so erlebt, pokussiert und ruhig Und das kann.

00:59:29: was also dieses dann regelmäßig weinend in der Ecke aus lauter Freude Dass man das Kind mal aus seiner Schublade befallen kann.

00:59:38: andere Eltern, die so übergriffig werden.

00:59:40: Da bringt man die Kinder in Schwierigkeiten glaube ich, denn die Kinder haben ja die Eltern als Hauptbezugsperson und kommen echt in Konflikte.

00:59:49: Wem folge ich denn jetzt?

00:59:51: Also die wagen die Reaktionen der Eltern ab bevor sie selbst reagieren.

00:59:56: Und sobald man das sieht müsste der Lehrer kompetent genug sein und sagen dass durch dem Kind nicht an.

01:00:03: also das Kind soll wirklich frei sein und dann gehören die Eltern Vor der Tür.

01:00:08: Da hatte ich ja auch besagte Lisa, das ist natürlich nicht ihr richtiger Name aber wo die Mutter da immer so laut atmete im Unterricht es war wirklich ... Es konntest du beobachten Das Mädchen hat fertig gespielt und danach kam wie ein Angst voller Blick zur Mutter.

01:00:22: Ich dachte Boah was ist hier eigentlich los?

01:00:25: Was wird hier gespielt?

01:00:26: Mutter merkst du das eigentlich dass du deinem Kind nicht wirklich einen Gefallen tust?

01:00:30: Und es hat sich dann verbessert.

01:00:32: Also schon ganz lange Zeit her, dass sie Lisa bei mir im Unterrecht war vorgeschlagen zu vorspielen, den Vater mitzuschicken und auch zur Wettbewerbung.

01:00:42: Und habe gesagt ich würde einfach gerne was.

01:00:45: der Vater ist nicht so eingebunden in den Unterricht aber ich würde das gerne mal ausprobieren.

01:00:50: Die Mutter war die hatte ja noch mehrere Kinder wo sie auch so hinterher waren und die war dann ganz dankbar dass sie dann plötzlich das Trompete-Spiel an den Warten auslagern konnte und das hat das Mädchen enorm geerdet und beruhigt, auch der ganzen Familien ihrer Dynamik gutgetan.

01:01:07: Das Grundschulalter finde ich da ganz spannend weil gerade in dem Alter entwickeln Kinder ja auch erstmal Fähigkeiten zum Beispiel der Selbstregulation und das ist auch vielen Lehrkräften oft nicht bewusst.

01:01:20: einfach zu schauen, was können Kinder in welchem Alter eigentlich schon und auch das dann mit Eltern zu reflektieren.

01:01:27: Also wo sind die Grenzen der Kinder?

01:01:30: Und wenn ich jetzt dabei sitze... Welche Erfahrungen muss mein Kind machen um sich da weiterentwickeln zu können?

01:01:36: Da sind natürlich solche Helikoptereltern wie von der Lisa durchaus ein großes Hemmnis und es ist nicht nur im Musikbereich ein großes Thema tatsächlich in der Bildungsforschung gerade Da hast du große Themen, also Selbstregulationen, Emotionsregulation.

01:01:52: Und da können wir natürlich ganz toll ansetzen im

01:01:55: Instrumentalunterricht.".

01:01:57: Und jetzt habe ich noch eine Sache, die ich euch unbedingt erzählen wollte und auch mit dem Publikum teilen wollte – das ist auch schon ein paar Jahre her!

01:02:05: Und da wüsste sich gerne eure Meinung und auch die Meinung des Publikums?

01:02:09: Das war ... Ich hatte immer Mittwochsunterrichter zu dieser Zeit Immer Mittwochs, wenn ich unterrichtet habe ... Ich hatte so eine Stunde Pause oder dreiviertelstunde Pause.

01:02:22: Und die hab' ich vor der Musikschultür verbracht mit einer anderen Lehrkraft und wir haben immer ein Käffchen getrunken.

01:02:28: Da stand auch dann immer ein Vater.

01:02:31: Ein Vater eines Mädchens und dieses Mädchen war im Querflütenunterricht oder Glarenettenunterricht.

01:02:35: Ich weiß es gar nicht mehr genau!

01:02:38: Der Vater war am Anfang ganz ja und meine Tochter und die macht das alles so toll und dumm-dumm-Dumm.

01:02:43: Jetzt hab'n Instrument gekauft Und dann merkte man so irgendwann, weil er war ein bisschen stiller und dann war irgendwann ja der Lehrer machte das und sie macht keine Vortritt.

01:02:51: Und sie ist ja auch überhaupt unmotiviert und wir waren aus dem Kaffee trinken und ich dachte du hast jetzt meine Pause!

01:02:57: Ich sage jetzt mal nichts dazu.

01:02:59: Und irgendwann war dann wirklich so dass er meinte... ...und das Mädchen schuldet mir!

01:03:04: Meine Töchter schuldete mir, dass sie übt!

01:03:06: Ich fahre sie jede Woche hierhin.

01:03:08: Ich habe dieses Instrument bezahlt.

01:03:10: Sie schuldeten mir, daß sie übte.

01:03:14: wäre jetzt nicht der Moment, wo ich vielleicht doch mal was sagen müsste.

01:03:18: Und wenn ja ... Was?

01:03:24: Wie hättet ihr reagiert?

01:03:25: an meiner Stelle?

01:03:31: In solchen Fällen wie auch in so aufhören Motivationslochfällen, wo ja vielleicht dieses Kind gerade gelandet ist empfehle ich den Eltern einen Abkommen mit den Kindern.

01:03:45: Kinder sind was!

01:03:46: Ein Abkommen mit den Kindern.

01:03:48: Also so eine Art gegenseitiges Versprechen, an das man sich zu halten hat und ich glaube die Kinder lernen daraus sehr viel.

01:03:57: Ich habe das schon einige Male gemacht Wenn es um Motivationsprobleme ging wenn sie auch darum gingen in ein neues Arsamble zu kommen Wo sich die Kinder aber unsicher waren.

01:04:09: was erwartet mich?

01:04:10: Und dann bespreche ich das mit den Kindern und sage, können wir uns vielleicht darauf einigen?

01:04:16: Dass du bis zu den Ferien durchziehst.

01:04:19: Und dann darfst Du entscheiden!

01:04:22: Das spreche ich auch mit den Eltern ab.

01:04:23: also das mache ich nie ohne Eltern.

01:04:28: Verlange auch von den Eltern wenn sich das Kind gegen die Musik entscheidet dass es respektiert wird weil wir erwarten ja von dem Kind dass sie sich daran hält bist du in einem gewissen Zeitpunkt durchzuziehen um dann Entscheidungsfähig zu sein.

01:04:43: Ja, es wäre meine Art mit solchen Dingen umzugehen.

01:04:47: Weil der Vater ein Schein verzweifelt und eventuell auch ratlos wir sein Kind zum Üben

01:04:53: bringt.".

01:04:54: Ich hatte mal einen ähnlichen Fall von einem kleinen Mädchen im Geigenunterricht die eigentlich... tatsächlich ganz gut gegeigt hat und dann aber auch irgendwann ein tiefes Motivationsloch gefallen ist, einfach gar nichts mehr tun wollte.

01:05:06: Und die Mutter war auch sehr verzweifelt.

01:05:09: Ach ihr Kind soll doch weiter üben und so was!

01:05:12: Dann bin ich ganz offen mit dem Mädchen ins Gespräch gegangen und gesagt komm heute bleibt die Mama mal zu Hause Und habt ihr auch gefragt, magst du eigentlich deine Geige?

01:05:22: Ein bisschen auf emotionale Ebene mal ein bisschen nachgespürt und dann sind wir draufgekommen.

01:05:27: Eigentlich geigt sie sehr gerne aber was sie davon abgehalten hat war tatsächlich eben das Verhalten ihrer Mama.

01:05:33: also es war da ein bisschen Auflenung auch zum Elternhaus und daraufhin bin ich mit der Mama wiederum ins Gespräch gegangen und habe ihr das so ein bisschen erzählt und sie hat sich dann auch obwohl's ihr sehr schwer gefallen hat ganz zurückgezogen Und die Motivation kam bei dem Mädchen wieder.

01:05:49: Also tatsächlich dann auch ins intensive Gespräch gehen und zwar nicht nur mit den Eltern, sondern auch mal über die Kinderperspektive kann auch sehr aufschlussreich

01:05:58: sein.".

01:06:00: Das war mein Gespräch mit Silke Paseult und Patricia Biber zum Thema Eltern in der Musikschule!

01:06:07: Ich hoffe ihr seid nach dem heißen Sommer alle gut ins neue Schuljahr gestartet und ich freue mich sehr auf die nächste Saison mit euch.

01:06:15: Vergesst nicht auch bei dieser Folge in die Shownutz zu schauen, für die sich unsere Redaktion immer sehr viel Mühe gibt.

01:06:21: Ihr findet darin spannendes zum Weiterlesen der genannten Studien und alles zu unserem Studientag Musik- und Pädagogik am XXI.

01:06:30: November im Mannheim.

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