71. Immanuel de Gilde und Anja Günther: Alles improvisiert!?
Shownotes
In dieser Folge sprechen Kristin Thielemann, Anja Günther und Immanuel de Gilde darüber, warum Improvisation weit mehr bedeutet, als Töne aus dem Stegreif zu erfinden. Es geht um Fehlerfreundlichkeit, Selbstwirksamkeit, kreatives Musizieren und die Frage, wie Unterricht zu einem Raum werden kann, in dem Menschen sich ausprobieren, wachsen und mit Freude lernen. Dabei ergibt sich eine überraschende These: Musikalische Hochleistung braucht Improvisation. Denn wer ausschließlich reproduziert, bleibt häufig im Perfektionsdenken gefangen. Erst die Bereitschaft, musikalische Risiken einzugehen, zuzuhören, spontan zu reagieren und den Moment zu gestalten, macht Interpretation lebendig und berührend.
„Bauchgefühl oder Plan? Struktur und Offenheit beim Musizieren und Unterrichten“ – Studientag „Musik + Pädagogik“ am 21. November 2026 in Mannheim, Information und Anmeldung: https://www.ifem-seminare.info/programm/studientag-musik-paedagogik
YouTube-Kanal des Stegreif Orchesters: https://www.youtube.com/@STEGREIForchester
Anna von Gehren und Immanuel de Gilde: Alles improvisiert? Ensemble-Improvisation mit dem Stegreif Orchester, https://www.schott-music.com/de/alles-improvisiert-no781776.html
Kristin Thielemann: Lehrkraft stärken! Motiviert und gesund im Unterrichtsalltag, https://www.schott-music.com/de/lehrkraft-staerken-no815043.html
Plattform für Sounds und Geräusche: https://mynoise.net/
Voll motiviert #45: Kristin Thielemann: Zukunft heißt Vernetzung, https://vollmotiviert.podigee.io/45-zukunft-heisst-vernetzung
Website des Verbands deutscher Musikschulen: www.musikschulen.de
Website von Kristin Thielemann: www.vollmotiviert.com
üben & musizieren auf Instagram: @ueben.musizieren
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich nach Noten spiele, dann ist es ja immer was das schon da ist.
00:00:03: Aber was ist eigentlich mein eigenes?
00:00:04: Was ist meine eigene Klangsprache und was ist mein eigener Ausdruck?
00:00:08: Das fasziniert mich.
00:00:11: Exzellenz ist nicht alles bzw kann man Exzelenz auch noch anders darstellen musikalisch und man kann sich bestimmte verspielte improvisatorische Ansätze beibehalten wie man die nutzt ob man die dann nutzt um in neue Gedanken zu kommen, für klassische Musik oder ob man sich dann ganz drauf setzt und sagt okay das ist das.
00:00:31: Ich mache nur noch freie Intro sei mal dahin gestellt aber ich glaube es ist ein wichtiges Tool ums zumindest teilen in seine eigene kreative Praxis so einzubauen.
00:00:43: Glaube immer dann wenn Unterricht sehr leicht und fluffig und wohltuend ist, dann steckt ganz viel dahinter.
00:00:50: Es ist eigentlich die Kunst an Sicht des Unterrichtens den Unterricht so zu gestalten, dass die Menschen sich gesehen fühlen und gleichzeitig ganz spielerisch lernen können.
00:01:11: Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder.
00:01:13: Danke fürs Einschalten und fürs Feedback zur Folge-Siebzig in der es um die Vor- und Nachteile kostenfreien Musikschulunterrichts ging und in der ich Menschen aus dem Musikschulsystem Luxemburgs und Sloweniens zu Gast hatte.
00:01:27: Was darf Musikschulenunterricht kosten?
00:01:29: Oder auch was ist uns Musikschuleunterricht wert?
00:01:32: Wer zahlt die Rechnung und was passiert wenn der Unterricht plötzlich gratis ist?
00:01:37: Und ja!
00:01:38: Ich fand diese Folge auch extrem spannend.
00:01:41: Heute, in der einundsiebzig von voll motiviert geht es um Improvisation.
00:01:46: Um das Musikieren aus dem Stegreif!
00:01:48: Warum eröffnet das Improvesieren so einen wertvollen Zugang zu musizieren und kann so extrem motivieren?
00:01:54: Wie kann Improvisation dabei helfen, einen entspannteren Umgang mit Fehlern und letztlich eine höhere Leistung auf den Instrument zu
00:02:01: erreichen?!
00:02:03: Wir sprechen über konkrete Praxistips für den Unterricht, überspannende und einfach umsetzbare Warmups.
00:02:08: Ideen für den einzelnen Gruppenunterricht wie zum Beispiel das Spiel Never Ending Trio Und darüber, wie auch digitale Tools zu echten Highlights kreativer und ritschstunden werden können.
00:02:19: Meine Gäste sind Anja Günther und Immanuel de Childe!
00:02:23: Und nicht wundern – in diesem Gespräch kommen wir streckenweise sehens improvisieren was sich für meinen Geschmack aber zu echt starken Momenten entwickelt.
00:02:31: Deswegen ist beim Schnitt auch so einiges drin geblieben wo wir stolpern.
00:02:35: Viel Spaß beim Anhören, kommentieren und teilen der Folge seventy-ein.
00:02:44: Und hallo Immanuel!
00:02:45: Hallo Christine, ich freu mich.
00:02:47: Und ich mich erstmal danke dass ihr euch die Zeit genommen habt.
00:02:50: mögt ihr euch unserem Podcast Publikum grad mal selbst vorstellen?
00:02:53: Ja ich bin Anja Günther, ich bin Musikpädagogin, Musikerin und Leiterin von Global Crew Orchestra.
00:03:00: außerdem bin ich an der Musikhochschule in Würzburg tätig im Fachbereich elementare Musikpädagogik Community Music und Instrumental-Vokalpädagogik und zudem auch an der Musikhochschule in Nürnberg, ebenfalls im Fachbereich elementare Musikpädagogik.
00:03:17: Und Immanuel?
00:03:18: Was machst du wenn du nicht gerade mit mir podcastest?
00:03:21: Ähm ja ich bin Immanuel, Immanuel der Hilde.
00:03:24: Ich hab ähm...ich bin an der ... Musik-Uni in Cottbus am Institut für Instrumental- und Gesangspädagogrik und habe da eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter und dazu bin ich seit fünf Jahren beim Stegreiforchester
00:03:43: Und du bist ebenfalls üben und musizieren Spezialautor, nämlich das neuen Improvisierend.
00:03:47: Wie heißt das?
00:03:49: Alles improvisiert
00:03:51: habe ich hier schon liegen aber noch nicht ganz durchgelesen Aber sind ja bald Sommerfähen weiß ich was sich tun kann.
00:03:58: Schön, das ist sozusagen ein Stegreiforchester-Produkt wo wir einen kleinen Einblick geben in unsere musikvermittelnde Praxis.
00:04:06: Ja und Anja wir kennen uns aus Luzern.
00:04:09: da sind wir uns mal über den Weg gelaufen.
00:04:10: in der Hochschule Da hattest du auch einen Kurs der mit Improvisation zu tun hatte oder?
00:04:14: Genau dort habe ich einen Ensemble Kurs gegeben.
00:04:17: Ensemble kreativ heißt er Und den gebe ich immer noch zusammen mit Severin Krieger an verschiedenen Institutionen und Anrichtungen.
00:04:25: Ah
00:04:26: super der Severin Den möchte ich auch mal im Podcast haben, Severin.
00:04:30: Du wirst irgendwann eine Anfrage erhalten!
00:04:32: Ja aber zum Thema Improvisation das bedeutet ja was aus dem Stegreif.
00:04:36: also so ohne Vorbereitung zu erfinden, zu musizieren und zu gestalten.
00:04:41: Unerwartet und unvorhergesehen für die Zuhörnern.
00:04:44: Was fasziniert euch beide denn am improvisieren?
00:04:48: Also für mich ist es Faszinierende an der Improvisaition Vor allem, dass ich mich ganz persönlich mit meiner eigenen Klangsprache als Musikerin oder wenn ich Tänzerin bin.
00:04:59: Also ich bewege mich auch manchmal im Bereich des Tanzes und würde die Bereiche gar nicht so ganz klar abtrennen wann ich improvisiere.
00:05:07: Ich kann auf verschiedene Weise improvisieren aber mich fasziniert vor allem das sich eine eigene Sprache dadurch sprechen kann und mich ganz zeigen kann mit dem wer ich eigentlich bin.
00:05:16: Und sozusagen dadurch ,dass ich es im Moment entstehen lasse auch etwas sage über mich, über mich selbst als Mensch und was noch gar nicht vorher da war.
00:05:29: Und ich vergleich das manchmal so mit dem Sprechen in der Sprache.
00:05:34: Also wenn wir uns unterhalten dann wählen wir einfach vorte aus dem Moment heraus ein Buch aufschlagen und irgendwas über Improvisationen vorlesen.
00:05:45: Und so ist es für mich auch im Musikmachen oft, wenn ich nach Noten spiele dann ist das ja immer etwas was schon da ist.
00:05:50: aber was ist eigentlich mein eigenes?
00:05:52: Was ist meine eigene Klangsprache und was ist meinen eigenen Ausdruck?
00:05:55: Das fasziniert mich herauszufinden und zu erforschen.
00:06:00: Sehr sehr spannend!
00:06:01: Wie ist es bei dir Emanuel?
00:06:03: Ja tatsächlich total spannend.
00:06:04: Ich fand doch deine Antwort gerade wirklich cool weil Ich fühle mich selber Improvisation aus einer anderen Richtung irgendwie begreifen, sondern vielleicht eher so ein bisschen als Handwerkszeug oder so.
00:06:15: So blöd wie es klingt.
00:06:16: aber ich glaube das kommt natürlich auch so daher dass jetzt gerade mit Stegereif wir doch irgendwie aus einer klassischen Musik Tradition herauskommen und dann vielleicht Improvision eher als Tool benutzen um sich wieder frei zu spielen.
00:06:28: also ich glaub das Ergebnis ist, kommt total aufs selbe raus.
00:06:31: letztendlich Aber grade so wenn wir Workshops geben oder so weiter wird das eher sozusagen als Basis genommen für etwas, was man schon erarbeitet hat.
00:06:43: Um sich Musik auf eine andere Art und Weise wieder erschließen zu können.
00:06:48: Das heißt vielleicht eher auf so einer Art und Weise und weniger ... Für sich selber sondern eher fürs Gruppengefühl vielleicht.
00:06:56: Was aber glaube ich letzten Endes auch sehr ähnlich ist.
00:06:58: Sehr total witzig!
00:06:59: Ich kann gerade mit beiden Erklärungen was euch fasziniert?
00:07:02: unglaublich viel anfangen und ich entdecke darin Elemente in meinem eigenen Zugang zu musizieren.
00:07:09: Darf ich mal fragen, wie seid ihr denn eigentlich zur Improvisation gekommen?
00:07:13: Haben euch eure Eltern so als sechsjährige in der Musikschule im Fach Improvisation angemeldet oder wie hat das funktioniert?
00:07:19: Also bei mir tatsächlich gar nicht!
00:07:20: Ich bin relativ spät erst zur Impro gekommen.
00:07:23: Tatsächlich sogar am ehesten noch übers Musiktheater und über Kinder- und Jugendmusiktheater was jetzt auch kein Improteater im klassischen Sinne war, aber tatsächlich einfach sehr viel improvisiert werden musste.
00:07:35: Weil man einfach ein Skript hat und natürlich Musik.
00:07:40: Aber da immer ganz viele improvisierte Elemente teil waren und sind auch durch verschiedene Jazzkurse die ich noch parallel an so Landesmusikakademie mitgemacht habe.
00:07:51: Und das ist von meiner Impro-Erfahrung Ja, Fundament wurde es dann tatsächlich erst mit und für das Stegreiforchester also vor so ungefähr fünf Jahren.
00:08:02: Spannend!
00:08:03: Darf ich mal fragen?
00:08:05: Was ist das für ein Orson?
00:08:06: Und was muss ich mir darunter vorstellen wenn ich das Stegenreif-Orchester noch gar nicht kenne?
00:08:11: Ja, Stegrafe ist ein improvisierendes Symphonieorchester.
00:08:14: Es gibt einen festen Pool an MusikerInnen und man kann das in Vollzeit machen, wenn man das möchte.
00:08:22: tatsächlich macht das aber glaube ich niemand so richtig in Vollzeit.
00:08:25: Also weder das Team noch die Musik, um sich noch andere Impulse zu holen und wir das auch wertschätzen.
00:08:34: tatsächlich wenn man noch entweder in einem Berufsorchester spielt ganz klassisch oder unterrichtet oder an der Schule ist oder einfach frei beruflich mockt ja und wir nehmen klassische Musik als Ausgangsbasis für unser Orchester schaffen Und nehmen das aber quasi eher als Basis, als Startpunkt für was Neues und improvisieren damit darüber in die verschiedensten Genres überall hin.
00:09:03: Das ist echt ein interessantes Modell für ein Orchester!
00:09:07: Es lohnt sich, Stegreif mal zu suchen auf YouTube und ein bisschen danach zu schauen.
00:09:13: Anja wie sieht es bei dir aus?
00:09:14: Haben dich deine Eltern als sechsjährige zum Improvisierunterricht an der Musikschule angemeldet oder wie bist du dazu gekommen?
00:09:21: Nicht ganz.
00:09:22: Also meine ersten Berührungspunkte mit Improvisationen hatte ich tatsächlich im Verlauf meiner Jugend, würde ich jetzt mal sagen also seit ich zehn bin beschäftigt mich nicht ganz intensiv mit Klassmer Musik und das ist die Musik der Juden-Osteuropas.
00:09:43: Und da gibt es auch ein Genre der Improvisation bzw in der Klassmusik Art von Festtags- und Hochzeitmusik, also eine Volksmusik aus der Tradition heraus entstanden wird ganz viel Mikro improvisiert.
00:10:00: Also Mikro variiert.
00:10:02: und es gibt auch eine Form der Improvisation wo ich dann angefangen habe einfach ohne Noten zu spielen frei zu spielen, zu experimentieren mit anderen Menschen gemeinsam zu gucken.
00:10:13: was entsteht da eigentlich wenn wir miteinander spielen?
00:10:18: Es ist für mich so ein Feld aufgegangen, wo ich gemerkt habe.
00:10:22: Ich fühle mich sowohl sehr frei in dem wie ich Klarinette spielen kann und es ist einfach für mich einen Ausdrucksmittel wo ich ganz viel bekommen und geben kann.
00:10:37: Und dann bin ich in die freie Improvisation gekommen über einen Kurs In Present-Time-Composition.
00:10:44: Eine Art und Weise der Komposition, die sehr spannend findet wurde von Ellen Byrne entwickelt einem Musiker aus Berlin Und dort habe ich das erste Mal gelernt oder verstanden Das ist mit dem Zuhören beginnt Mit dem zuhören und miteinander aufeinander lauschen Und es fand nicht so faszinierend.
00:11:04: Es hat mein ganzes musikalisches Tasein irgendwie verändert auch wie ich in Gruppen musiziere Ein Improvisations- Ensemble in Würzburg tiefer eingestiegen.
00:11:18: Das Ensemble heißt Simpli Connect und da wird Tanz mit Musik verknüpft auf in der freien Improvisation.
00:11:27: Und das war einfach auch eine Begegnung oder ist ne Begegenung, die ich total spannend finde.
00:11:32: wie kann Musik klang?
00:11:35: Wir anflussen ein anderes Rumklang Bewegungen und Tanz Musikpädagogischen Arbeit.
00:11:42: jetzt habe ich damit ganz viel zu tun, denn ich hab ja elementare Musikpädagogik studiert und Improvisation ist da ein dem innewunder ganz wichtiger Baustein.
00:11:55: Also wir sehen in unseren Prozessen Improvisation als ganz wichtigen Weg um uns musikalisch auszudrücken und auch zu agieren.
00:12:05: als Lehrpersonen habe ich dann auch gelernt sozusagen Improvisationen mit in mein eigenes Lehren und Lernen noch weiter einzubauen.
00:12:18: In der Vorbereitung zur Folge hab' ich gedacht, wie nah ist mir denn eigentlich so die Improvisation?
00:12:24: Ich musste daran denken, ich hatte als Kind bei einem Jazz-Trompeter Unterricht – das war ein Engländer, der hat in der, ich glaube British Army Big Band gespielt und ist dann in Norddeutschland gelandet gestrandet sozusagen.
00:12:37: Und er hat im Unterricht praktisch die ganze Zeit improvisiert und er konnte auch damals mit den angesackten klassischen Instrumentalschulen für Trompete, konnte er nichts anfangen.
00:12:47: das haben wir einfach gar nicht benutzt.
00:12:49: Er
00:12:50: hatte Material für mich selbst geschrieben und er hat auch um Unterricht sehr viel aus dem Moment heraus entstehen lassen.
00:12:56: also nicht nur so dass Unterrichtsmaterial sondern auch die Unterrichtsinhalte und dieser ganze Unterricht der war irgendwie Er wirkte irgendwie improvisiert, aber ... Dadurch habe ich mich unheimlich gesehen und auch eingebunden gefühlt.
00:13:10: Es war immer spannend für mich so ein bisschen, also es war mal diese Unvorhersehbarkeit dabei.
00:13:15: Es waren Überraschungen dabei.
00:13:16: Man wusste nie was einen erwartet.
00:13:18: Und ich hatte das Gefühl, ich werde nicht unterrichtet, sondern ich war irgendwie Teil dieses Unterrichts.
00:13:23: Das lief alles sehr stark auf Jazz-Improvisationen raus.
00:13:28: Auch in den Lehrwerken für Klavier, die ich so im Anfangsunterricht erhalten hab, da ... improvisatorische Elemente drin, also sowas wie Klanggeschichten erfinden.
00:13:38: Mit Tönenmelodien erfinden so kleine kompositurische Aufgaben lösen und das habe ich dann immer improvisierend auch getan.
00:13:45: Und erst als sich so in Richtung Musikstudium gekommen bin da wurde das immer klassischer und immer immer strukturierter.
00:13:52: Da kamen andere Lehrer und es ging vielmehr noch darum, Dinge völlig
00:13:55: exakt
00:13:55: wiedergeben zu können jedes individuelle Idee auch irgendwie so auszumerzen, nur um dieses eine Idealbild nachspielen zu können.
00:14:05: Was jetzt mein Professor da im Kopf hatte und das hat mir natürlich auch geholfen.
00:14:10: Ich meine ich habe auf der Trompete sechs Probespiele gewonnen.
00:14:12: Das gewinste wahrscheinlich nicht wenn du die Stellen improvisierst vor deinem Publikum da aber ja auch gerade im Klavierunterricht Was eigenes ist nicht erlaubt oder nur bis zu einem gewissen Grad, damit habe ich mich echt schwer getan.
00:14:27: Es hat mir voll die Motivation genommen und ja heute gehört improvisieren aber für mich zu jeder Übung, die ich mache mit meinen Schülerinnen.
00:14:35: es gehört für mich zum üben auf der Trompete und das ist auch für mich immer so ein toller Ideengeber wenn ich was was komponieren will.
00:14:43: Jetzt total spannend finde ich weil genau diese Anekdote die du zu Beginn beschrieben hast ist eigentlich der Grund warum Warum Ich Impro unglaublich wichtig finde.
00:14:52: also genau so dieses verspielte.
00:14:53: man fühlt sich selber irgendwie aber gleichzeitig total wahrgenommen und man denkt immer ja improvisiert ist gleich keine vorbereitung ist gleich man kann es einfach man lässt einfach alles laufen.
00:15:05: ich glaube genauso.
00:15:07: Ich glaube genau das Gegenteil ist der Fall.
00:15:08: Es erfordert einfach eine sehr genaue und zielgenaue Vorbereitung, was möchte man eigentlich?
00:15:12: Was möchte man erreichen?
00:15:13: Man spielt einfach nicht nur in der Lehrschule durch sondern man bereitet sich auf ne Person vor oder die Person bereitet sie auch mit seinem Lehrer, mit seiner Lehrerin vor und genau das gleiche auf ne Gruppe bezogen.
00:15:25: Man kann einfach viel genauer arbeiten, man kann viel detaillierter und persönlicher arbeiten.
00:15:31: ich glaub dass... weil sich so krass zu wertschätzen und um die Kurve zu kriegen, zu dem Prozess den du auch noch aufgemacht hast, Christine.
00:15:37: So mit der klassischen Ausbildung... das ist nochmal ein ganzes Fass für sich so.
00:15:44: aber ich meine bei uns landen in Anführungsstrichen natürlich auch einfach sowohl im Orchester als dann auch mit den Menschen mit denen wir Musik vermitteln.
00:15:55: musikpädagogisch arbeiten natürlich eher Leute die jetzt klassisch ausgebildet wurden oder in der klassischen Ausbildung sind, oder vielleicht das anstreben auf eine gewisse Art und Weise.
00:16:05: Und da dann schon reinzugehen direkt und zu sagen hey, Exzellenz ist nicht alles bzw kann man Exzelenz auch noch anders darstellen musikalisch und man kann sich bestimmte verspielte improvisatorische Ansätze beibehalten wie man die nutzt ob man die dann nutzt um in neue Gedanken zu kommen, für klassische Musik oder ob man sich dann ganz drauf setzt und sagt okay das ist das.
00:16:29: Ich mache nur noch freie Intro sei mal dahin gestellt aber ich glaube es ist ein wichtiges Tool ums zumindest teilen in seine eigene kreative Praxis so einzubauen.
00:16:41: Und wir auch sicher mal spannend zu überlegen ob zu einer Exzellenz nicht auch die Fähigkeit gehört was zu improvisieren.
00:16:48: weil ich meine vielleicht ja Wie sage ich es jetzt?
00:16:53: Ich habe ein neues Übung Musikienspezial geschrieben, das heißt Lehrkraft stärken ist ganz druckfrisch und da geht's in einem Kapitel um Resonanz.
00:17:01: Und ich glaube ich würde heute sogar sagen dass Resonans beim Unterrichten oder auch beim Musikieren mit anderen nur entstehen kann wenn wir auch auf eine gewisse Art bereit sind zu improvisieren und damit meine ich nicht nur so Töne und Melodien aus dem Stegreif zu empfinden sondern auch im eigenen Unterricht Und in der Gestaltung zu improvisieren und auch die Impulse unseres Gegenübers dann aufzunehmen.
00:17:25: Ja, aber es wäre vielleicht auch an dieser Stelle mal interessant was die Hörerinnen und Hörern darüber denken.
00:17:29: also schreibt uns was ihr denkt wie entsteht Resonanz beim Unterrichten bei musizieren und welchen Stellenwert soll und darf die Improvisation im Unterricht haben.
00:17:40: eure Posts erreicht uns Die Podcast Redaktion unter podcast adshot-music.com.
00:17:50: Hey, hast du dies schon mitbekommen?
00:17:52: Fast zweihundert Musikschulen arbeiten mit der Einmeichel-Musikschulepp.
00:17:56: Die perfekte Software für die Zukunft und alle erhalten jetzt kostenlose Tools in ihrer App – für Lehrkräfte, Schülerinnen und Eltern!
00:18:04: Gehörbildung, Notenlesen und Hören, Musiktheorie, Spiele & Gamification ein Musikquiz, Melodienraten, ein Stimmgerät, Metronom oder einen Stemsplitter, der jeden Song in Gesang und Instrumente trennt.
00:18:18: Dies alles und noch viel mehr in einer einzigen App.
00:18:21: Werde Mitglied der Eimeikel-Familie, du findest uns unter eimeikel.de oder auch musikschulverwaltung.de.
00:18:28: Wir freuen uns auf dich und wünschen weiterhin viel Spaß im Podcast!
00:18:34: Ja total spannend dieses Thema der Resonanz.
00:18:36: da möchte ich gleich gerne nochmal einsteigen.
00:18:39: Auch was Du gesagt hast vorhin Christine zu dem Unterrichtssetting also wie das geplant sein muss oder improvisiert sein kann Und es wirkt so leicht.
00:18:49: Ich glaube immer dann, wenn Unterricht sehr leicht und fluffig und wohltuend ist, dann steckt ganz viel dahinter.
00:18:57: Es ist eigentlich die Kunst an sich des Unterrichtens den Unterricht so zu gestalten dass die Menschen sich gesehen fühlen und gleichzeitig ganz spielerisch lernen können.
00:19:07: Und ich denke was dafür total wichtig ist es offen zu sein für das was wirklich gerade passiert.
00:19:16: Dieser Plan, den du Emanuel vorhin auch gesagt hast.
00:19:19: Das ist für mich auch ein Teil von ... Gut gibt noch mal das ganze Schneiden ja?
00:19:24: Ja ich schneide wenn ihr irgendwo stolpert oder so.
00:19:28: Habe ich dir das erzählt dass ich eine sehr große Persönlichkeit aus der Musikpädagoge ich sehne die hinterher meinte Ich habe jetzt bisschen oft eh gesagt bitte schneid mir die raus.
00:19:35: Achso
00:19:36: doch das hast du mir erzählt ja!
00:19:37: Ich hab fünf
00:19:38: Minuten dreißig eh... Am
00:19:42: Stück?!
00:19:42: Das wäre ein supergeiles Musikstück.
00:19:44: Einfach nur fünf Minuten, dreißig verschiedene Ads auf das Konzept.
00:19:50: Es hat mich Stunden gekostet und ich habe dann irgendwann angefangen diese Ads immer rauszulegen.
00:19:57: Aber es ist bestimmt spannend mit etwas zu improvisieren?
00:20:01: Ja total.
00:20:06: Wie machen wir jetzt weiter?
00:20:09: Ja, und das was du Emmanuel vorhin gesagt hast zur Planung von Unterricht ist für mich ein ganz wesentlicher Baustein.
00:20:14: Dass ich weiß, was sich da tun möchte, worauf ich hinaus will und gleichzeitig aber diese Offenheit zu bewahren für den Moment und für den Menschen, was da gerade ist.
00:20:23: Das ist die Kunst und es erfordert für mich einen ganz hohes Bewusstsein also dass auch noch so ein Begriff, den ich mit reingeben möchte zur Resonanz dazu.
00:20:35: Dieses Bewusstsein über den eigenen Körper, das eigene Instrument, über die Wahrnehmung des Gegenübers und damit auch für den Moment offen zu
00:20:47: sein.".
00:20:49: Und jetzt habe ich noch einen wichtigen Veranstaltungstip für euch, denn auch im November wird es wie schon im vergangenen Jahr wieder ein Studientag Musik und Pädagogik von üben und musizieren in Kooperation mit der Musikhochschule Mannheim geben.
00:21:06: Bauchgefühl oder Plan – Struktur und Offenheit beim Musizieren und Unterrichten so der Titel der Veranstaltungen in diesem Jahr.
00:21:14: Keynotes gibt es von Uli Malat, den ich ja dem Stammpublikum von voll motiviert nicht gesondert vorstellen muss.
00:21:20: Denn Uli malat als Mitbegründer des Magazins üben und musizieren war in Folge vierzig zu Gast!
00:21:28: Eine weitere Keynote hält der Bildungspsychologe Prof.
00:21:31: Dr.
00:21:31: Stefan Münzer – und am Nachmittag könnt ihr Anja Günther bei einem Workshop erleben.
00:21:37: Die beiden Keynoten vom XXI.
00:21:39: Elften werden auch im Livestream verfügbar sein.
00:21:43: Auch für die Teilnahme am Livestream braucht es eine Anmeldung und apropos Anmeltungen.
00:21:47: Den Anmelde-Link stelle ich euch in die Shownotes!
00:21:50: Aber jetzt
00:21:51: zurück zu meinem Gespräch mit Anya und Immanuel.
00:22:01: Ja, ich denke manchmal auch wir wollen unseren Alltag immer zu fehlerfrei und zu glatt haben.
00:22:06: Wir trauen uns nicht mal zu zeigen, da ist was nicht gelungen.
00:22:10: Dabei wäre eigentlich das für andere auch so hilfreich und wertvoll zu erleben.
00:22:15: Ich glaube, das sprichste tatsächlich einen Punkt an den ich gerade schon, der mir gerade schon so im Kopf rumgeisterte.
00:22:21: Dieses wo du auch an ja dem Resonanzbegriff irgendwie nochmal aufgenommen hast.
00:22:27: Mir ist tatsächlich auch noch eingefallen dass man auch ein Loslassen von Prozessen die man irgendwie erlernt hat also auch dieses Erlernte irgendwie nochmal ganz kurz zur Disposition stellen und sich fragen okay was es davon gerade unbedingt notwendig?
00:22:39: Was muss ich gerade unbedingt als Form weitergeben?
00:22:41: oder kann Verantwortung im Prozess abgeben und sagen, ich weiß jetzt gerade nicht ganz genau was dabei rauskommt sondern wir machen einfach mal.
00:22:50: Und ich glaube das ist natürlich die Kerndefinition von improvisieren in eine gewisse Art und Weise und nichtsdestotrotz ist das auch gleichzeitig das Schwerste.
00:22:59: Das ist irgendwie gleichzeitig die Königsdisziplin.
00:23:01: Was lasse ich los?
00:23:02: Und was halte ich fest um nicht komplett frei zu sein und vor allen Dingen auch in der Unterrichtssituation einfach dazustehen und zu sagen Ich weiß auch nicht was passiert.
00:23:09: Und oft passieren dann die spannendsten Dinge
00:23:12: Das ist das Ding.
00:23:13: Und da wollte ich eigentlich hinaus so kleinen Gruppenarbeit, wo man Schülerinnen und Schüler einfach sagt ihr geht zu fünft in den Raum und macht was musikalisch... ...und das sind die besten Dinge, die dabei raum kommen!
00:23:28: Die einzigen Probleme in Anführungssträchen, die man hat, sind dann manchmal mit einem Lehrpersonal, die dann sagt man ist schlecht vorbereitet weil man keine Ideen mit reinbringt weil es nicht klassischer Unterricht ist und das soll gar nicht a-bashing sein von Lehrerinnen und Lehrern, sondern vielmehr dieses System Schule natürlich auch schon direkt auf ein System Ausbildung hinarbeitet was einfach mit anderen Parametern handiert.
00:23:53: Und da manchmal vielleicht ja einen Schritt zurückzugehen und zu sagen hey lass uns mal gucken wohin's geht und wenns nicht klappt dann klappts halt nicht.
00:24:04: Es ist ja so eine Art von Haltung in unserer Welt, dass immer alles ganz genau bestellt wird.
00:24:08: Möglichst genau beschrieben und das genau, was dann hinterher abgeliefert wird.
00:24:13: Und dieses Nicht-Zulassen können von etwas, was vielleicht auch nicht gelingt.
00:24:18: Also sind wir eigentlich schon wieder beim Thema Fehler.
00:24:21: Fehlerfreundlichkeit, wenn wir feiern immer Fehler und weil wir festgestellt haben Fehler sind zu oft negativ konnotiert und schon allein die Angst... Davor, die Angst vor Fehlern beim Musikieren.
00:24:32: Die bewirkt einfach nicht viel Gutes und ich finde das jetzt auch psychologisch ein ganz spannendes Feld mit der Fehlerforschung.
00:24:39: Denn wo es ja nicht nur im Musikunterricht hingehen sollte, Fehler als Helfer zu begreifen, als Hinweis, wo's was zu lernen gibt, wo der nächste Schritt liegen darf und eine viel fehlerfreundlichere Haltung auch zu leben bei uns selbst.
00:24:53: Vielleicht ist Fehler auch einen Ausgangspunkt für eine Improvisation oder... Ja, es ist ja eine meiner Lieblingsübetechnik die ich oft in Fortbildung zum Thema Motivation und auch Gamification vorstelle.
00:25:05: So ein Fehler als Ausgangspunkt für eine Improvisation oder eine Übetechnik zu begreifen.
00:25:10: Ich muss gerade so grinsen weil dieses Fehler-Thema das hat mich schon ganz intensiv beschäftigt.
00:25:16: Ich habe immer gedacht dieser Fehler das ist doch eigentlich so ein großes Potenzial und ich möchte da mehr einsteigen weil ich auch so gemerkt hab in der Musikwertes geht so viel um Perfektion, um Exzellenz.
00:25:28: was ist das Beste, was wir aus uns rausholen können.
00:25:31: Dann habe ich meine Masterarbeit dazu geschrieben zum Umgang mit Fehlern in künstlerisch-musikalischen Prozessen in der elementaren Musikpädagogik wie wir in der EMP damit umgehen und da sind so viele ganz wichtige Lichter mir erinnerlich aufgegangen wo ich gemerkt hab ja und die Improvisation Jetzt nochmal um den Boom zu schlagen, ist so ein Feld wo ich ganz viel da in die Richtung ausprobieren konnte.
00:25:55: In meinem Leben bisher und sozusagen lernen konnte durch dieses... Ich gehe einfach mal los!
00:26:01: Ich mache mal und gleichzeitig lerne ich aber dabei ganz viel.
00:26:05: Und ich glaube auch wenn du jetzt auch mal in Bezug auf Hochleistung oder wirklich instrumentale Hochleistungen, wenn du Probespiel im Orchester machst und spielst und nicht bereit bist einen Fehler zu machen Dann wirst du mit dem was du spielst, wirst Du einfach nicht berühren.
00:26:19: Also du musst diese Möglichkeit des Scheiterns die muss immer da sein weil sonst ist es einfach nur ja perfekt abgespielt aber eben nicht.
00:26:28: du spürst diese Gänsehaut nicht
00:26:30: und das erfordert Mut sich verletzlich zu zeigen im Worstcase zu versagen?
00:26:36: Ja oder es vielleicht ganz, also das ist vielleicht auch sehr extrem aber es vielleicht gar nicht als Fehler erst zu erkennen.
00:26:42: Also ich finde gerade so was dann wirklich ganz freie Freie Improvisationen angeht da gibt's dann vielleicht irgendwann gar keine Fehler mehr sondern es wird einfach gespielt und es wird miteinander Musik gemacht.
00:26:58: Und was sind denn... Was ist der Fehler daran?
00:27:02: Also ich finde auch dieser Begriff Fehler ist schon so stigmatisiert irgendwie, ne?
00:27:05: Man versucht ihn jetzt positiv als Abzweigung zu nehmen und das macht ja auch Stegreif auf eine gewisse Art und Weise aus.
00:27:11: Dass man ein klassisches Werk spielt oder zumindest den Kopf-Satz und dann in eine andere Richtung geht und dazwischen wird eine Impro gebaut und dass es eigentlich wie ein Fehler, wie ein Störer im System funktionieren die Großzahl aller Steggreifprogramme quasi mit diesem Fehler als Stilmittel zu spielen.
00:27:29: Aber ich hab mir tatsächlich auch einfach mal die Frage gestellt, was ist wenn es gar keine Fehler gibt?
00:27:33: Also im Workstops dann sagen wir auch manchmal.
00:27:35: Es gibt hier... Man kann... Es gibt einfach wirklich keinen falschen Ton.
00:27:38: Jeder Ton ist einfach nur wie du auch schon in Christine und du an ja letztendlich auch schon beide gesagt habt.
00:27:44: Das ist irgendwie eine Abzweigung, die man musikalisch geht.
00:27:46: Es ist ne Entscheidung und das ist vielleicht eine unbewusste Entscheidung aber da nimmt man sie halt.
00:27:51: Ähm, aber auch so dieses Fehler einfach mal komplett rauslassen ist Wahnsinn!
00:27:56: Und ich finde, dass tut auch Schülerin und Schüler so gut, wenn sie merken, da improvisiert jemand mit Fehlern.
00:28:03: Da nimmt jemand einen falschen Ton auf – ich hatte neulich ein Mädchen das wollte für ihr dieses Motiv auf der Trompete spielen.
00:28:09: Es ist nicht ganz gelungen am Anfang, weil ich gesagt habe, dass es da….
00:28:12: Ich würde mal mit dem Ton starten, such dir die anderen Töne!
00:28:15: Und Sie nahmen dann eine Abzweigung nicht nach unten sondern nach oben und als sie dann weg war, habe ich überlegt was würde passieren, wenn man das auf das ganze Stück umlegt?
00:28:25: Und dann habe ich ein Duett für sie komponiert und hab das für Elise Reloaded genannt.
00:28:32: Es spielt einfach damit, dass es nach oben geht.
00:28:39: Ich habe das jetzt gerade aufgenommen für meine neue Trompetenmethode wie ich geschrieben hab von Jump into World World Book II und die Videos liegen hier zum Schneiden.
00:28:46: Und ich hatte das heute Morgen offen.
00:28:48: Es ist so ein anderes Stück, irgendwo ist Beethoven drin aber irgendwie auch überhaupt nicht.
00:28:53: Ich bin ganz gespannt, ich werde ihr jetzt die Aufnahme schicken!
00:28:56: was sie wohl dazu sagt.
00:28:57: Ja, geil!
00:28:58: Und vielleicht finden Sie ja auch noch eine eigene Lösung.
00:29:00: Perfekt das genau das, was ich dir unter Rekomposition verstehe einfach von dem Material starten und dann woanders abbiegen und woanders hingehen ist total sinnlich auf ne Art und Weise weil man wenn man sich mit etwas auseinandersetzt aber gleichzeitig auch sein eigenes draus macht.
00:29:16: Ja und weißt du was ich aber jetzt richtig schlimm gefunden hätte?
00:29:18: Wenn ich gesagt hätte guck mal hier habe ich ein Arrangement für zwei Trompeten von Für Elise.
00:29:23: Das werde ich so, wo ich gedacht hätte.
00:29:25: Nein!
00:29:26: Weil das ist nicht für zwei Trompeten und mir eine Krise, wenn sowas so arrangiert sein soll.
00:29:33: Und dann lieber so ne Rekomposition mal... Ich hab auch noch eins gemacht mit... Wo ich so Smetterners Moldau als Ideengeber genommen habe und eben auch an einer Stelle anders abgebogen bin und es ist total niedliches Duo geworden heißt River Flows oder irgendwie sowas.
00:29:50: Keine Ahnung, vielleicht hänge ich das mal in die Show Notes.
00:29:53: Aber ich wollte euch was ganz Wichtiges fragen und zwar hat er jetzt nicht jeder so eine tolle Instrumentale oder Ganz-Sangstschule wo wahnsinnig gute Improvisationsvorschläge drin sind?
00:30:03: auch nicht jedem von uns Die wir unterrichten ist die Improvision so nah aus der eigenen Lernbiografie Könnte aber im Unterricht trotzdem eine gute Berechtigung haben.
00:30:15: aber habt ihr vielleicht Tipps?
00:30:16: Wie man als, ja vielleicht, wie soll man das sagen, improvisationsfremde Lehrkraft?
00:30:20: Vielleicht Improvisation im Einzel- oder Gruppenunterricht einbauen könnte.
00:30:30: Ich glaube der gibt es schon relativ... Also genau da gibt's auf jeden Fall schon viel Material dazu sich dem niedrigschwellig zu widmen.
00:30:41: Ich verweise auch nochmal auf den ganz eignützig, auf den Stegreifband.
00:30:45: Alles improvisiert.
00:30:47: Ensemble-Impro mit dem Stegraforchester weil da einfach schon so ein paar Methoden sind.
00:30:52: aber ich will gar nicht sagen dass das irgendwie alles ist.
00:30:54: es gibt noch ganz andere total coole Sachen.
00:30:57: Ich habe letztens irgendwie mal reingeschaut in... Magadetz fällt mir gerade nicht ein.
00:31:03: Naja ist auch egal!
00:31:04: Es gibt auf jeden Fall schon ganz viele Ansätze zu Impro-Methoden, Impro Spiele.
00:31:09: Ich glaube das Wichtige ist einfach relativ frei da dranzugehen und zu sagen es ist jetzt vielleicht kein klassischer Unterricht sondern wir probieren total verspielt ein paar Sachen aus.
00:31:21: vielleicht.
00:31:22: also wir fangen immer an mit spielen in Anführungsstrichen die vielleicht erstmal alle legen Instrumente weg niemand hat einen Instrument in der Hand Und auch unabhängig davon wie die musikalische Vorerfahrung ist Das können Personen dabei dahin die noch nie ein Instrument gehabt haben Und dann wird erstmal einfach Huhahi gespielt, ich weiß nicht wem das ein Begriff ist.
00:31:41: Einfach so einen Senden- und Empfangenspiel wo man mit verbal Huhahi durch den Raum durchgibt.
00:31:51: Das geht dann vielmehr um den Wachsein hin und her schicken.
00:31:55: So aus einer spielerischen Praxis kann sich dann total Impro entwickeln weil es so schnell geht letztendlich der Einstieg total einfach ist.
00:32:03: Ich würde mir auf jeden Fall fünf, sechs, sieben Übungen mal anschauen.
00:32:06: aber wenn man einen Bordun drunter legt und dann einfach ein paar Töne drauf spielt und das muss gar keine zusammenhängende Melodie sein oder kein harmonisches Gerüst haben sondern es kann wirklich einfach nur einzelne Tönen sein um anzuschauen und sich anzuhören wie funktionieren die in einem Spannungsverhältnis?
00:32:23: Dann ist das schon der erste Impro Einstieg.
00:32:26: Vielleicht noch ganz kurz eine kleine Übung, dann höre ich auf aber weil die letztens so wahnsinnig schön geklappt hat.
00:32:32: wir haben mit einem Schulorchester einen Workshop gemacht und haben da die Übungen Never Ending Trio vorgestellt und wir waren ein bisschen skeptisch ob das jetzt funktioniert.
00:32:44: in paar von denen haben schon relativ gut gespielt ein paar von den waren echt erst so in den ersten ein zwei Jahren an ihrem Instrument Und es basiert darauf, dass es einen großen Kreis gibt und in dem Kreis noch ein Kreis von drei Personen und die improvisieren zusammen.
00:32:59: Keine weiteren Angaben zur Art und Weise wie man Musik macht.
00:33:05: Nach einer Zeit geht eine Person aus dem kleinen Kreis drin raus, stellt sich wieder den großen Krei und eine andere Person füllt diesen Platz.
00:33:12: Das ist sozusagen ein Trio was immer... drei Leute hat, aber dann immer neue Personen dazukommen.
00:33:18: Und so entstehen natürlich auch immer ganz neue Klang-Kulissen, ganz neue Klangsprachen.
00:33:22: Man kommt mit einer Idee rein... gibt die Reihen, schaut was passiert?
00:33:26: Wenn es nicht gefällt geht man raus und der Platz wird angenommen!
00:33:29: Wir waren nicht ganz sicher ob die da Lust drauf haben und sie haben das in der Pause gespielt.
00:33:33: Die haben gesagt bitte können wir noch eine Stunde noch an dem Workshop dranhängen und nur Neverending Trio spielen.
00:33:37: Das war irgendwie total schön weil man ist sich vielleicht auch unsicher wie denen funktionieren Aber solange es uns nicht ausprobiert hat, weiß man auch nicht ob's klappt.
00:33:44: Und das hat einfach so schön geklappt und berührend.
00:33:47: Das ist toll!
00:33:48: Ich glaube Kinder sind auch viel offener als wir denken.
00:33:51: Die wollen gar nicht mehr diesen Umblätterunterricht.
00:33:54: Du kannst was super.
00:33:55: dann habe ich ein neues Problem für dich.
00:33:57: Ich blätter jetzt mal die nächste Seite auf.
00:33:59: Voila da gehts weiter ja?
00:34:01: Sondern was du jetzt gesagt hast also wirklich auch mal dieses Zulassen können und vielleicht mal mit einer Improvisationsidee kommen.
00:34:08: Sehr sehr spannend.
00:34:09: wenn dir noch Das einfällt, was dir gerade nicht einfiel mit diesem Buch.
00:34:14: Dann hänge ich das sehr gerne noch in die Show.
00:34:16: Notes kannst du mir ja dann nachher schicken?
00:34:18: Ja und Anja, was wären deine Ideen?
00:34:21: Total spannend finde auch diesen Ansatz über den Körper zu gehen.
00:34:24: so würde ich es auch tun.
00:34:27: erstmal dass man mit Warm-up steidet um diese Atmosphäre zu schaffen die dann begünstigt ist, dass wir uns trauen wirklich in andere Felder reinzugucken also andere Wege zu gehen und die Improvisation Menschen damit noch nicht so vertraut sind.
00:34:42: Erst mal ein total neues Feld und da kann schon sein, dass man wie vor so einer Klippe steht und denkt was kommt da jetzt eigentlich?
00:34:49: Also die Komfortzone wird erweitert über Warmups oder Körperübungen in den Körper kommen, in die Gruppe kommen.
00:34:57: also das hat für mich auch ganz viel damit zu tun je nachdem ob es jetzt einen Einsunterricht oder ein Gruppenunterricht ist einfach das gegenüber wahrnehmen zu können, zu connecten eine Atmosphäre zu schaffen Vertrauen beinhaltet, das wäre für mich der allererste Schritt.
00:35:14: Und dann ausgehend von dem Körper und von der Gruppe den sicheren Raum zu starten an die Instrumente zu gehen.
00:35:24: Ich finde es ganz spannend auch diese Orchesterarbeit von dir Emanuel mitzubekommen mit dem Stegreiforchester weil ich bin in einem ähnlichen Feld unterwegs.
00:35:33: Ich habe das Global Groove Orchestra gegründet.
00:35:35: Das ist ein Assembly für Musik in der Welt und da arbeiten wir ganz viel mit improvisatorischen Anteilen.
00:35:41: Wir spielen Musik aus verschiedenen Traditionen der Welt und gerade da in diesen Volksmusik-Kulturen ist Improvisation sowas Gängiges, sowas Normales, so was Intuitiv ist dass wir auch die Stimme verwenden das wir unseren Körper verwenden, nicht einfach nur da sitzen auf dem Stuhl um Musik machen, dass wir freispielen nach Gehör.
00:36:07: ein ganz großer Schatz, also dieser Pool an verschiedenster Musik unterschiedlicher Kulturen wo ich merke da ist es immer nennt.
00:36:16: Also das Improvisation einfach immer nennten.
00:36:19: und wenn's eben damit jetzt noch um konkrete Ideen geht dann würde ich auch starten erstmal mit einem ganz reduzierten Tonmaterial wirklich erst mal einen Ton spielen den halten und wirklich zuhören Wie klingt mein Ton?
00:36:35: Und da ein Gefühl für bekommen, ausgehend von einem Ton wo geht's hin und sich frei zu spielen.
00:36:43: Ich glaube das ist wenn es auch eine Lehrperson ist die damit noch nicht so vertraut ist erstmal für einen selber das zu tun.
00:36:49: also gar nicht unbedingt jetzt sofort im Unterricht zu machen sondern erst mal zu Hause auch damit zu experimentieren oder mit einer Kollegin oder mit anderen Personen im Ensemble zu sagen hey lass uns das mal ausprobieren um da vertraut zu werden und ein Gefühl zurückkommen.
00:37:06: Und dann genau Übungen mit nem Bordun den Tonumfang zu erweitern, vielleicht erst mal zwei Töne.
00:37:14: Also gar nicht jetzt in einer ganzen Skala zu denken, sondern wirklich Ton für Ton sich da weiterzuhangeln und dann zu gucken was passiert wirklich?
00:37:25: Und alles entsteht im Ton?
00:37:26: Ich finde, im Ton oder halt im Geräusch.
00:37:28: Also ich glaube auch was wir als Geräuschempromos verstehen hat auch ein mega krasses Potenzial vielleicht gar kein Instrument im klassischen Sinn in die Hand zu nehmen sondern einfach durch den Raum zu gehen und an Sachen zu klopfen.
00:37:40: Hat so'n cooles Potential weil es auch so spielerisch ist, weil's so erforschend ist und weil man auch einfach dafür keine klassische Instrumentalausbildung braucht.
00:37:49: Man kann vielleicht einen Thema reingeben und sagen wir improvisieren jetzt zu Regen ganz klassisch und dann versucht man Regensounds nachzumachen erstmal.
00:37:58: Und das ist einfach eine Geräusche im Progen, das fühlt sich erst mal total cool an weil man im Kollektiv was schafft und gleich schon direkt so ein Sound hat und nicht so sagt wow Wahnsinn!
00:38:07: Was entsteht hier eigentlich gerade?
00:38:09: Es erweitert wieder die Richtlinien von richtig oder falsch oder wie es zu sein hat auch mit dem eigenen Instrumenten zu gucken.
00:38:16: hey was habe ich da noch für Klänge außer ich blase rein oder ich zupfe die Seite an, dann was passiert da?
00:38:21: dieses explorative spielerische Umgehen Mit Klang.
00:38:25: Ich weiß nicht, kennt ihr die Webseite MyNoise.net?
00:38:29: Ich war gestern Nachmittag hier unten am See und hab was getrunken in dem kleinen Café wo ich immer hingehe und damit die da Kellner hat.
00:38:38: Die hatte ihren Sohn dabei und der war vielleicht so elf und wir sind ins Gespräch gekommen und er hat gesagt ja ich spiele eine Band und wir haben die Band selber gemacht aber ich bin nur auf der Realschule, ich kann ja nichts werden.
00:38:50: natürlich kannst du Musiker werden Ja, und so kannst du ein bisschen improvisieren.
00:38:54: Und dann dachte ich okay wir haben eigentlich kein Instrument.
00:38:56: und der war auch saß mit seinem Handy da und hat gesagt ok wir machen mal diese Seite mein Noise-Punkt nett auf!
00:39:01: Dann haben wir uns einzelne Schnipsel aus dieser Seite rausgeholt.
00:39:05: Da gibt es auch verschiedene Sorten von Regen, Urwald oder weiß nicht White Noise, Brown Noise, Blue Noise und man konnte da so ein bisschen experimentieren... Und da hat er sich wirklich richtig, richtig festgefressen.
00:39:21: Auf dieser Seite war total im Flow und saß die ganze Zeit in diesem digitalen Raum dann und hat improvisiert.
00:39:28: Ich bin ganz gespannt!
00:39:28: Ich wollte morgen noch mal ein Kaffee trinken gehen.
00:39:31: vielleicht hat sie ihren Sohn auch da weil der hatte mich gerade Ferien.
00:39:35: Ja ich glaube so was sind Kernelemente?
00:39:38: irgendwie Leute da abholen wo... auf eine Art und Weise sicher fühlen, ne?
00:39:42: Und nicht diese Unsicherheit nach außen kehren.
00:39:44: Und dann eigentlich so in der totale Blockade reinkommen sondern deswegen auch dieses Spiel was ich die ganze Zeit ja nicht höher betonen könnte dass es irgendwie verspielt ist.
00:39:54: Dass man da einfach irgendwie eine Sicherheit rein bekommt in etwas das eigentlich so abgehoben scheint manchmal und so unerfüllbar in einer wie eine Klangvorstellung vor allen Dingen in der klassischen Musik Das einfach ein bisschen wieder nahrbarer zu machen.
00:40:10: Und ich meine dabei geht es ja auch gar nicht um eine Erwartungslosigkeit, sondern es geht ja um eine erwartungsoffenheit.
00:40:17: Das ist mir immer so.
00:40:18: So wichtig dass ich nicht ein festes Ergebnis habe wo ich hin will am Ende, sondern das auf diesem Weg einfach ganz viel entstehen darf aus dem man was... aus dem man etwas für sich selbst und für seinen Lernweg einfach auch zieht.
00:40:32: oder es muss ja nicht immer lernen sein.
00:40:34: Die Frage ist gerade in den Üben, wo musizieren speziell relativ breitgetreten?
00:40:38: Warum muss es immer Fortschritte geben?
00:40:40: Warum müssen wir vorangehen?
00:40:41: Warum sind wir eigentlich nicht bereit das Wert zu schätzen was jetzt gerade im Augenblick da ist und funktioniert?
00:40:48: Das sind ziemlich philosophische Fragen.
00:40:51: aber
00:40:52: ich denke auch was da mitschwingt dem Faktor des Spielens und auch dieses Miteinanderseins.
00:41:02: Und improvisieren ist für mich, dass alle Menschen im Raum irgendwie auf eine Art und Weise selbst wirksam sind und sich zeigen und auf einer Ebene miteinander kommunizieren die sehr viel persönlicher ist als wenn ich eben einfach nur ein Stück was schon da ist musiziere.
00:41:19: also so empfinde ich es oft.
00:41:22: das andere kann auch sehr persönlich und intim sein das will ich gar nicht infrage stellen aber sich nochmal anders zeigen und durch den eigenen Ausdruck und dieses Unvorhergesehen, weiß ich noch gar nicht was kommt.
00:41:36: Entsteht eine andere Art von Selbstwirksamkeit?
00:41:39: Ja, ich glaube es sind beides Sachen die Berechtigung haben also Musik so zu spielen wie sie in den Noten steht aber auch dieses Improvisieren können.
00:41:47: das ist vielleicht wie auch für so ne Wippe zu sehen auf dem Spielplatz Wir vielleicht nicht auf der einen Seite sitzen, also auf der Improvisations-Seite oder auf der, ja was ist das Gegenteil von Improvisation?
00:42:00: Wir spielen vielleicht das genau.
00:42:02: Reproduktion?
00:42:02: Zum Beispiel, ja.
00:42:04: Reproduktion wollte
00:42:05: es sein.
00:42:06: Ja gut und uns aber eher so als diejenigen zu sehen, die in der Mitte der Wippe stehen und das gut ausbalancieren, was braucht es jetzt an Reproduktion?
00:42:19: Das finde ich eher so, als Lehrkraft würde ich das eher als meine Aufgabe
00:42:23: begreifen.
00:42:23: Ja total und vielleicht auch gleichzeitig noch Improvisationen in Prozessen im Sinne von... Ich glaube es gibt nur wenige Musikformen und Anne hat's vorhin schon ein bisschen mit Volksmusik und anderen Musiken dieser Welt angesprochen, die irgendwie so krass eine demokratische und hierarchiearme Herangehensweise haben wie im Pro.
00:42:51: Man kann erst mal davon ausgehen egal was für Vorkenntnisse herrschen.
00:42:55: jede Person in diesem Raum hat Ideen, kreative Ideen die musikalisch ausgedrückt werden können.
00:43:01: Wie das passiert ist dann sozusagen der zweite Schritt.
00:43:03: aber Das finde ich glaube immer schön zu sehen wenn Ja, wenn alle auf eine gewisse Art und Weise gleich sind.
00:43:11: Und man hat nachher nicht dieses Boah.
00:43:13: ich spiele irgendwie die ganze Zeit nur Basso Continuum und fühle mich da drin jetzt gerade irgendwie nicht so wahnsinnig wohl und es gibt ja auch einfach wahnsinnige schöne geschriebenen Musik.
00:43:23: Ich bin selber was das hören angeht unglaublich großer Fan von klassischer Musik im sehr klassischen Sinne.
00:43:30: Nichtsdestotrotz in dem Entstehungsprozess ist das einfach eine wahnsinnigt coole Sache diese dieser improvisierte Ansatz.
00:43:39: Und ich meine viele der großen Komponisten und wahrscheinlich auch Komponnistinnen, aber da weiß ich es nicht so genau.
00:43:45: Aber viele der ganz, ganz großen Kmponisten in der Vergangenheit waren ja begnadete Improvisatoren.
00:43:51: Man merkt sie selber, man improvisiert was und denkt Ja!
00:43:54: Was für ein schöner Moment?
00:43:56: Das schreibe ich jetzt auf damit ich's irgendwann nochmal spielen kann genauso.
00:44:01: Ganz wie das aus der Improvisation eigentlich erst entstanden.
00:44:05: Ich denke dieses Volksmusik-Thema ist gerade bei uns in Deutschland einfach ein ganz wichtiger Punkt, denn wo haben wir dann diese Traditionen bei uns?
00:44:12: In Deutschland?
00:44:14: also die Kultur des Miteinander musizieren tanzen und singen.
00:44:18: Und da schließt sich für mich auch oder da würde sich vielleicht auch so eine Lücke schließen um die Improvisationen in unseren musikalischen Alltag mehr zu integrieren.
00:44:29: nur fehlt uns in deutschland einfach auch diese tradition.
00:44:35: vielen Bereichen sag ich jetzt mal.
00:44:38: Es gibt natürlich auch ganz viele Vereine oder musikalische Gebiete, nicht musikalisch Gebiete sondern Regionen wo Volksmusik gelebt wird.
00:44:50: und gleichzeitig schaue ich dann in die Ausbildungsbetriebe in Deutschland also an die Musikhochschulen wo angehende Musikerinnen und Musiker überwiegend ausgebildet werden und dann sehe ich hey aber da kommt das Feld gar nicht drin vor.
00:45:04: Klar, da ist Jazz.
00:45:05: Da ist Improvisation mit drin aber ansonsten gibt es noch Klassik vielleicht Pop und ja das wäre für mich auch noch so einen Punkt wo man ansetzen könnte.
00:45:14: Und da ist ja auch die Frage brauchen wir jetzt eine neuen Studiengang Improvisation?
00:45:18: Und einige Menschen die darauf spezialisiert sind oder wär's nicht viel einfacher wenn Improvision nicht nur inhaltlich sondern auch so wie du das jetzt gerade beschrieben hast an ja als Haltung viel mehr in alle Lebensbereiche des Musikierens einfließen könnte?
00:45:34: Ja.
00:45:36: Kann ich nichts im Zufügen, das ist einfach sehr schön gesagt von...
00:45:41: Finde ich auch auf dem Punkt!
00:45:44: Ich muss gestehen, dass war abgelesen.
00:45:45: Weil vorher nämlich
00:45:47: umso
00:45:47: besser... Das Filmen nämlich wurden ein als Gedanke, als sich so überlegt hat.
00:45:51: Was frage ich euch denn eigentlich?
00:45:53: Wie gesagt, ich möchte eigentlich gar nichts fragen weil sie ... ich weiß wenn ihr seid Improvisatoren und Improvisorinnen wenn ich es laufen lasse, einfach so.
00:46:05: Aber dann dieser Satz fehlt mir einer und da dachte ich ja, das eigentlich Improvisation als Haltung ... Das schreibe ich jetzt auf damit ich's nicht vergesse!
00:46:13: Dann aber auch sehr schön den vorgelesenen Satz in die improvisierte Moderation mit eingebaut.
00:46:20: Das ist eine hohe Kunst der Improvisionen.
00:46:23: Wenn man kleine Teile geschriebenes Material einbaut und so suffisant mit reinbringt, dass es niemand merkt.
00:46:30: Ja komm jetzt sind wir über auch schon bei Folge Einen und siebzig?
00:46:33: Genau, also wir haben schon über Siebzig Folgen.
00:46:34: Irgendwann ... Man traut sich auch mehr beim Podcasten früher weil ich war wahnsinnig aufgeregt für jeder Folge und hab mir stundenlang überlegt welche Fragen stell' ich und so und dann kam es doch ganz anders.
00:46:46: aber es war trotzdem meistens was ich sagen würde hey doch war ein gutes Gespräch.
00:46:51: Aber ich glaube mittlerweile bin nicht soweit Ich trau mich einfach mehr.
00:46:54: Und wenn's halt mal doch nicht gelingt oder wenn's jemand nicht gefällt ja dann halt nicht.
00:46:58: gibt's ja noch andere Sachen die man anhören kann.
00:47:01: Aber das heißt die Improvisation ist für dich eigentlich ein eingängiges Feld in deinen Podcasts?
00:47:08: Ja, also wahrscheinlich viel mehr als mir bewusst ist.
00:47:11: Als Kontestum?
00:47:12: Ja!
00:47:12: Also ich glaube auch wenn wir darüber nachdenken wieviel Improvision steckt in jedem von uns im Alltag und im Unterrichten Ich glaub Wir finden doch mehr als uns so auf den ersten Blick Bewusstes.
00:47:24: Und wie passiert Leben?
00:47:26: Also oft passiert leben einfach dadurch dass es gelebt wird und wir können Pläne machen.
00:47:31: Manche Pläne erfüllen sich und viele Plänen gehen anders weiter.
00:47:36: Ja, die wirklich großen Momente in deinem Leben waren nie geplant.
00:47:42: Die haben sich immer ergeben.
00:47:43: Ich weiß nicht, man könnte lange über Zufall reden ...
00:47:46: Oder Fügung.
00:47:47: Es war ja improvisiert.
00:47:49: Bestimmung oder Fügungen?
00:47:56: Jetzt kommen wir aber ganz weit weg!
00:48:01: Ich
00:48:01: zunehre jetzt gleich die Räucherstäbchen an.
00:48:05: Aber warum nicht?
00:48:08: Jetzt hatte ich noch überlegt, Improvisation in der Musikschule wäre sicherlich auch spannend so als Musikschulprojekt mal ein offenes Improvisationsorchester anzubieten In dem sämtliche Niveau-Stufen und Instrumente willkommen sind, Menschen jeglichen Altersmenschen vielleicht auch die formal gar nicht so Schülerinnen und Schüler der Musikschule sind sondern die Musikschulle sonst vielleicht nur von außen kennen.
00:48:34: Wir hatten ja mal eine Folge in der ich über was war denn das?
00:48:37: Musikschulen als offenen kulturellen Mittelpunkt eines Ortes einer Stadt gesprochen habe.
00:48:42: So ein bisschen so ne Art Dörne Reloaded oder Dörner weiter gedacht... Ich weiß gar nicht wie ich sie folgen, aber ich glaube es waren die fünfundvierzig Zukunft-Teilsvernetzung.
00:48:51: Ich stelle das auf jeden Fall in die Show Notes.
00:48:53: und da von ausgehend so ein offenes Improvisations- Ensemble Projekt anzubieten, vielleicht ist es mal eine Idee für einen Ferienprojekt einer Musikschule oder auch einer Musikhochschule denn die sehen ja viele Menschen leider nur von außen.
00:49:07: Also auf jeden fall denke ich dass das ineinander wirken von Institutionen total wichtig ist um da miteinander in Kontakt zu kommen durchaus so Angebote zu schaffen, zu öffnen und diese Fortbildungen die ich eben auch mit Selverin gebe zählen ja auch darauf ab.
00:49:26: Musikschullehrkräfte wirklich im Bereich der kreativen Somberarbeit.
00:49:30: Und dazu gehört auch die Improvisation starkzumachen oder einfach Ideen an die Hand zu geben, kreative Wege zu finden und warum nicht mal auch ein Angebot spezifisch auf das Thema Improvisation auszurichten?
00:49:46: Ich denke Wichtig ist schon auch, ein bisschen zu gucken ja wo es so die Waage.
00:49:50: also.
00:49:51: ich hätte auch ein bisschen bedenken wenn's jetzt eine freie Impro ist dass das für manche auch sehr schwierig ist gerade im Musikschulalltag.
00:50:00: Ich würde es glaube ich eher auf einen Angebot ausrichten wo wir wieder in der Mitte sitzen also wo einfach improvisatorische Anteile angeboten werden und gleichzeitig gibt aber auch immer wieder Stücke oder vielleicht auch Noten an denen wir uns entlanghangeln können, sodass es ein sanfter Übergang ist.
00:50:21: Aber warum nicht auch mal so ein radikales Projekt?
00:50:24: Oder vielleicht wirklich die sanfte Methode und dann so langsam die Wippe kippen in Richtung Komplettimprovisation wenn die Leute erst einmal Feuer gefangen haben.
00:50:34: Ich muss euch erzählen ich hatte mal eine Fortbildungswoche wo ich war und wo ich täglich luxuriöserweise nur für zwei oder drei Stunden eingebunden war in meine Kurse und ich hatte zwischendurch drinnen einen ganz großen Slot frei.
00:50:48: Und da lag in dieser Zeit ein Kurs über Impro-Theater, deswegen musste ich vorhin so lachen im manuell als du das erzählt hast und ich muss gestehen Ich habe natürlich teilgenommen und es war so unglaublich toll!
00:50:59: Ich hab vom ersten Moment an den Eindruck gehabt ja dass geht sofort los mit all dem was Theaterspielen ausmacht nämlich auf die anderen reagieren Impulse aufnehmen weiterentwickeln Ja, was mich sonst vielleicht hindern würde im Alltag einen Theaterkurs zu belegen.
00:51:15: Nämlich so.
00:51:15: dieses exakte Auswendiglernen von Textbüchern, dieses Probieren so aus und auch dieses große Üben, das da hinter steht.
00:51:24: Das Korrigieren vielleicht, dass Ausmerzen von Fehlern, dass viel da alles weg.
00:51:28: Und ja trotzdem gab es aber Tipps von der Kursleiterin wie wir uns weiterentwickeln können.
00:51:34: Es war ein unglaublich tolles Gruppenerlebnis.
00:51:39: Daran anknüpfend einfach dieses Gruppenerlebnis steht glaube ich auch, wir geben ja relativ viele Workshops in Musikschulen und in Musikhochschulen jeweils.
00:51:47: Auch und bilden dann immer Ensembles wo wirklich mit den absolut aller besten Besetzungen zusammenarbeiten irgendwie vier Kontrabässe drei Klarinetten eine Geige Zweitcelli, jemand der Hackbrett spielt und noch ein Piano oder so.
00:52:03: Und das ist dann unsere Ensemble mit dem wir irgendwie Musik machen.
00:52:06: Das macht so viel Spaß zu sehen dass Leute die eigentlich nur Solo-Inzumentarleitericht und Klassenabende kennen wo nur ein Instrument nämlich das eigene vorgestellt werden dann in einem Orchester als Ensemble zusammengebracht werden jetzt an einer Musikschule.
00:52:23: Das ist eine ganz andere Erfüllung musikalisch für die Und das Gleiche gilt für Musikhochschulen.
00:52:29: Da ist es dann vielleicht einfach ein bisschen spezifischer, weil dann einfach ganz unterschiedliche Fachbereiche zusammenkommen und da spielen EMPler mit künstlerischer Ausbildung, mit Schulmusikern in.
00:52:39: Das ist eine mega krasse Stärke da die unterschiedlichen Qualitäten zusammenzubringen, weil man auch merkt okay... Natürlich gibt es da bestimmte Vorbehalte in den einzelnen Ausbildungen, aber gleichzeitig bringen andere eine viel krassere... also zum Beispiel du wirst das eh wissen an ja so.
00:52:54: Aber Menschen die elementare Musikpädagogik studieren einfach so ne krasse andere Offenheit manchmal mit für auch musikalische Form.
00:53:03: was ist ein Konzert?
00:53:03: wie können wir das in seinen Strukturen neu denken?
00:53:05: Wie können wir daraus einen Wandelkonzert machen?
00:53:07: Wie kann man den Raum anders nutzen?
00:53:09: So gerade so.
00:53:09: Fragen die von Manchen einfach abgehakt sind von okay Es gibt die Bühne Da findet statt fertig ... werden von anderen dann ganz leicht noch mal neu gedacht.
00:53:18: Und ich glaube, das hängt auch mit In-Pro zusammen,... ... dass man Räume neu begeht und die anders nutzt... ...und da eine übergreifende Offenheit herstellt.
00:53:28: Ich glaube, am Schluss sind alle mega begeistert.
00:53:32: Egal ob jetzt Musikschule oder Musikhochschule,... ... es führt eigentlich immer dazu, dass man sich musikalisch ganz neu kennenlernt.
00:53:40: Das ist so ein großer schöner Nebenprodukt eigentlich!
00:53:44: Und wie schön, dass du das nochmal gerade so betont hast mit der musikalischen Gemeinschaft.
00:53:49: Weil ich finde es
00:53:51: so
00:53:52: unbezahlbar sozusagen wenn Menschen zusammenkommen die eigentlich sonst vielleicht eher alleine musizieren und dann auf einmal in einem Kontext sind von ganz vielen sich dort auch wieder selbstmöglichsam aber in der Gruppe erleben uns als Klangkörper die Erfahrung machen hey Ich bin Teil von etwas und ich glaube, dieses Teil von Etwas sein ist ein ganz wichtiger Punkt unseres Menschstands.
00:54:16: Dass wir uns wirklich verbunden fühlen mit anderen und dann noch durch Musik.
00:54:20: Und der andere Punkt den du angesprochen hast immer nur mit dem Übergreifenden also dass wir uns Wirklich begegnen und unterschiedlichen Disziplinen.
00:54:29: Das ist im Global Groove Orchester auch einen Grundgedanke, den ich verfolge, dass wir miteinander in Kontakt kommen Also das auch Künstler bestudierende Mitschulmusik Diese interdisziplinäre Geschichte passiert und gleichzeitig aber auch Menschen von außerhalb kommen, die gar nichts mit der Hochschule zu tun haben.
00:54:49: Die aber trotzdem eingeladen werden, mit musizieren und dann eine Verständigung entsteht.
00:54:54: Und ich denke da hat die Musik eine Kraft!
00:54:57: Wenn wir da auch spontan mit umgehen können, kann sie sich entfalten... ...die einfach so unmittelbar wirkt wo wir uns nicht verschließen können Weil sie einfach jeden Mensch erreicht.
00:55:12: Punkt!
00:55:13: Automusik.
00:55:14: und was sagt Frau Thielemann?
00:55:16: Danach, dass es uns vielleicht gut tun würde auch unsere Vita mal improvisatorischer zu sehen und nicht so... Ich habe jetzt meinen Berufsfeld gefunden ich bin jetzt Orchester Musikerin und mein ganzes Leben lang BAM geradeaus jeden Abend im Orchester das hab' ich nämlich jetzt grad gedacht als ihr beiden gesprochen habt sondern dass man wahnsinnig viel von anderen Disziplinen lernen kann.
00:55:39: Meine Vita ist ja, ich bin ja aus dem Orchester wie rausgerissen worden.
00:55:42: Aus meiner festen Stelle durch Kinder und Umzug in die Schweiz jetzt dann in der Musikpädagogik gelandet was sich glücklicherweise studiert hatte und habe hier jetzt einfach einen völlig anderen Einstieg nochmal gefunden in die Musikpädagogik Und jetzt finde ich aber auch in andere Disziplinen auf eine ganz zufällige Art eigentlich, da sind wir wieder beim Zufall.
00:56:03: Ich
00:56:05: finde ich einen tollen Einstieg und muss sagen, dass das bereichert aber mein Leben so enorm.
00:56:09: Und ich möchte das gar nicht mehr missen und ich denke manchmal was für ein Glück eigentlich... ja ja Unglück gab, dass ich meine Stelle kündigen musste.
00:56:18: Vielleicht finde ich dafür irgendwie gute Worte, die ich noch dahinter kleben kann.
00:56:21: Weil gerade diese Offenheit in andere Disziplinen reinzugucken das würde uns allen so viel bringen weil das große Grundproblem ist ja an der Musikhochschulen immer noch wir haben diese künstlerische Ausbildung und die steht über allem und wenn du da bist hast es geschafft.
00:56:35: aber das ist so dieses Mindset Ja.
00:56:37: aber genau das stimmt eben nicht.
00:56:39: genau das ist ja vielfach die Wurzel des Problems
00:56:44: Und den Schatz zu erleben, der woanders zu finden ist.
00:56:46: Oder?
00:56:47: Also das was man sich vielleicht nicht vorstellen kann weil wir ja auch unsere Bilder im Kopf haben wie etwas zu sein hat und was dann auch einmal kommt.
00:56:54: Ja aber wer hat denn dieses Bild impliziert?
00:56:58: Das ist vielfach ja nicht unser eigenes Bild sondern das ist halt das Bild von anderen was wir versuchen zu erfüllen.
00:57:04: Ja plus die Real-Situation die damit zusammenhängt jetzt mit Mikado Musikstudier und so.
00:57:08: ne also halt künstlerisch ausgebildete Studierenden, die dann halt reinweise in die Pädagogik gehen.
00:57:15: Aber das eher als Mangel sehen aber da wahnsinnig viele Menschen gebraucht werden, die pädagogisch mit Freude unterrichten und einfach dieses Verhältnis auch gar nicht mehr so richtig stimmt.
00:57:25: Das finde ich so absurd letztendlich.
00:57:30: Das ist völlig absurd!
00:57:31: Du kommst ja dann im Musikschule willst irgendwie eine Fortbildung geben und alle sitzen da und die Mundwinkel in den Kniekehlen.
00:57:35: "Ja, ich bin ja jetzt nur Musikschullehrkraft..."
00:57:39: Hey,
00:57:40: du bist ... Was ist das?
00:57:41: Du hast doch ein fixes Standbein!
00:57:42: Das ist ein tolles Einkommen!
00:57:43: Du kannst unheimlich kreativ unterrichten und etwas für die nächste Generationen bewirken.
00:57:47: Und du hast jeden Abend frei, du hast jeden Morgen frei.
00:57:49: Du kannst so viele geniale Projekte machen!
00:57:52: Du bist ja auch völlig flexibel in deinem Unterrichten.
00:57:54: Was ist denn das für einen Mindset mit dem du hier sitzt?
00:57:56: Wer hat dir denn erzählt, dass Unterrichten was Schlechtes ist?
00:57:59: Ganz im Gegensatz:Das ist doch das Beste, was dir passieren kann.
00:58:02: Ich meine warum hat Bach denn so viele talentierte Söhne und so viel hinterlassen?
00:58:06: weil er die nächste Generation unterrichtet hat?
00:58:09: Und
00:58:10: das nicht als Mann auferstanden hat sondern als... Krasses Geschenk, dass man anderen Leuten das beibringen darf was man selber weiß.
00:58:18: Wie krass kann es eigentlich kommen?
00:58:19: Das ist wirklich das Allergeilste was man machen kann oder?
00:58:21: Absolut!
00:58:22: Aber ja alle, ja, aber auch nicht alle aber einige sind halt irgendwie verkappte Solo-Künstler:innen die sich den Ruhm auf der großen Weltbühne erhofft haben.
00:58:33: Aber auch der Ruhm auf der ganz großen Weltbühne oder auch auf der etwas kleineren, regionalen schließt ja für mich nicht aus das wir begeistert unterrichten und etwas von dem weitergeben, was uns fasziniert.
00:58:45: Daher würde ich mir sehr wünschen dass auch alle Hochschulduzierenden, die davon überzeugt sind, ausschließlich Solistinnen- und OrchestermusikerInnen auszubilden, die Chance sehen die in der Beschäftigung mit Musikpädagogik liegt.
00:58:57: Damit sind sie nämlich gerade auch musikgeschichtlich gesehen in sehr, sehr guter Gesellschaft.
00:59:03: Und jetzt ihr Lieben habt einen wunderbaren Sommer!
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