68. Christian Gerloff: Konflikte in der Musikschule
Shownotes
Wie können wir Konflikte im Musikschulalltag frühzeitig erkennen, vermeiden und konstruktiv lösen? Und warum sind Konflikte nicht nur belastend, sondern können auch Entwicklung ermöglichen? Kristin Thielemann spricht mit dem Psychologen Christian Gerloff über typische Konfliktfelder zwischen Schulleitung, Fachbereichsleitungen und Kollegium, über Missverständnisse im Team, Neid, Anerkennung, Kritikgespräche und den richtigen Umgang mit Hierarchien.
üben & musizieren 1/2026: Konflikte, https://uebenundmusizieren.de/ausgabe/konflikte/
Studie MiKADO-Musik, https://uebenundmusizieren.de/ausgabe/mikado-musik/
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00:00:00: Christian Gerloff: Mein Credo ist immer: Führen und damit gute Kommunikation kostet Zeit. Deeskalieren, denn es wird schlimmer und nicht besser. Dafür zu sorgen, dass innerhalb meiner Musikschule eine gute Kommunikation gepflegt wird, diese Aufwendungen lohnen sich 100 Mal.
00:00:24: Trailer: „Voll motiviert“ – der Musikpädagogik-Podcast von Schott Music, dem Verband deutscher Musikschulen und Kristin Thielemann.
00:00:32: Kristin Thielemann: Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder. Danke euch fürs Einschalten. Heute gibt’s eine Folge zum Thema Konflikte und Kommunikation im Musikschulalltag. Wie lassen sich Konflikte vermeiden? Was steht überhaupt hinter einem Konflikt und wie können wir sie konstruktiv lösen? Mein heutiger Gesprächspartner ist der Psychologe Professor Christian Gerloff. Viel Spaß beim Anhören, Kommentieren und Teilen dieser neuen Folge. Aber erstmal noch ganz, ganz herzlichen Dank für die unglaublich vielen tollen Feedbacks zu den beiden Podcastfolgen mit Eckart Altenmüller „Wie das Gehirn Musik lernt“. Und jetzt zu meinem heutigen Gast, Professor Christian Gerloff. Christian, stell dich doch bitte unserem Podcast Publikum einmal gerade selbst vor.
00:01:20: Christian Gerloff: Ich bin von Hause aus Psychologe und wie das damals so üblich war zu meiner Studienzeit, war das sehr stark von der Medizin geprägt. Also die Psychologie war individualpsychologisch-therapeutisch ausgerichtet und insofern habe ich logischerweise auch eine therapeutische Ausbildung genossen, habe aber nie praktiziert, weil es gab zur damaligen Zeit einen neuen Studienschwerpunkt, der Arbeits- und Organisationspsychologie hieß. Das war relativ unbekannt. Kam es aus dem angelsächsischen Raum und das hat mich sehr fasziniert. Während die Individualpsychologie ja eher danach fragt, warum Menschen mit ihrer Umwelt oder mit sich selbst nicht zurechtkommen und dort eben dann Analysen und therapeutische Ansätze zu finden im Sinne eines individuellen Helfens, fragt die Arbeits- und Organisationspsychologie ein bisschen anders. Die Frage danach, warum Menschen sich in Organisationen so verhalten, wie sie sich verhalten.
00:02:20: Kristin Thielemann: Ah, spannend.
00:02:21: Christian Gerloff: Das ist also ein anderer Aspekt wie Menschen in Organisationen, und eine Musikschule ist zweifelsfrei eine Organisation, auch qua Definition, auch wenn es manche so nicht sehen,
00:02:33: Kristin Thielemann: Ja, allerdings.
00:02:35: Christian Gerloff: inwieweit eine Organisation und deren Menschen, die sich in diesem Sozialgefüge bewegen, bedingt sind durch diese Organisationsform. Und das fand ich sehr spannend. Und da spielt natürlich Führung und Kommunikation eine zentrale Rolle. Und das hat mich eigentlich auch immer meinen ganzen Werdegang auch beschäftigt. Um es dann noch kurz zu machen: Ich war 35 Jahre in einem Großkonzern mit weltweiter Geltung tätig und habe dann nach meiner Pensionierung gedacht, was mache ich? Wie gesagt, ich mache das, was ich mein Leben lang so gelernt habe und versuche das auch von der anderen Seite her zu vermarkten. Ich habe mich dann selbstständig gemacht und mache jetzt Personalberatung, Personalentwicklung mit den Schwerpunkten Führung und Kommunikation. Und das mache ich mit großer Begeisterung.
00:03:23: Kristin Thielemann: Du siehst mich sehr beeindruckt, lieber Christian, jetzt hast du ja schon viele Lehrgänge begleitet „Führung und Leitung einer Musikschule“. Und was sind denn deiner Erfahrung nach die häufigsten Konfliktfelder, mit denen wir es in Musikschulen zu tun bekommen?
00:03:42: Christian Gerloff: Oh, das ist jetzt, da muss ich ein bisschen ausfächern. Also die häufigste Konfliktsituation, die ich erlebt habe, ist meistens ein nicht gutes Verständnis zwischen den einzelnen Hierarchiestufen. Also es gibt ja nicht so viele, es gibt ja Musikschulleiter. Dann gibt es vielleicht den stellvertretenden Musikschulleiter, dann gibt es die Fachbereichsleitungen und dann gibt es das Kollegium, also sehr häufig. Dass es nicht so ganz klar ist, wie wird im Rahmen des Führungsverständnisses eine Hierarchie? Das klingt jetzt sehr formal auch gelebt. Also ich frage immer so zum Scherz die Fachbereichsleiter, wenn sie dann bei mir im Kurs sind: Wissen sie eigentlich genau, was sie dürfen und was sie nicht dürfen? Dann ist zunächst mal... sagt, ja, das wissen wir. Und dann kommen die meiste Zeit: Nee, wir wissen es eigentlich nicht so genau. Also wir müssen dann immer nachfragen und oder machen etwas und dann sagt die Schulleitung: Nee, so habe ich das aber nicht gedacht und nicht gewollt. Und dahinter steckt im Grunde genommen eine aus meiner Sicht etwas mangelhaftes Kommunikationsverständnis und Kommunikationsvermögen.
00:04:55: Kristin Thielemann: Okay, ja, es sind ja auch zwei durchaus unterschiedliche Dinge.
00:04:58: Christian Gerloff: Ja, zunächst mal muss ich als Organisation, wenn ich möchte, dass auch unser sozialer Kontext gut funktioniert und damit natürlich auch die Produktivität einer jeden Organisation, mir bewusst sein, dass Kommunikation ein wichtiges Element ist des Zusammenwirkens.
00:05:17: Kristin Thielemann: Kommt ja auch von lateinisch communis = gemeinsam. Sollte man nie vergessen.
00:05:21: Christian Gerloff: Ja, so ist es ja. Und dass das nicht etwas ist, das man sich so verständigt. Was machst du jetzt? Was mache ich nachher? Komm bitte nachher um 14 Uhr vorbei. Also Austausch von Informationen, sondern ist ja ein ganzes Bündel von vielen Dingen. Aber ein zentraler Punkt. Das, denke ich, muss zunächst mal in einem gewissen Bewusstsein auch drinstecken, um überhaupt eine Aufmerksamkeit auf gute Kommunikation zu haben und zu legen.
00:05:48: Kristin Thielemann: Ja, klar.
00:05:48: Christian Gerloff: Das zweite ist dann das Vermögen. Also wie mache ich das beispielsweise? Gutes Zuhören. Wenn wir so die ganze Botschaft anhören. Mal nachzufragen, wenn etwas unklar ist, auch mal zu wiederholen, zu paraphrasieren. Nach dem Motto: Wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du folgendes... Da hat der andere die Chance zu sagen – ja oder nein. Dann müssen wir noch mal drüber sprechen. Also das scheint mir sehr häufig und das ist nun nicht unbedingt ein Spezifikum der Musikschulen, sondern das habe ich eigentlich überall erlebt, dass hier auch im kollegialen Kreis häufig die Kommunikation abbricht, aus oftmals sehr nichtigen Gründen. Und das weiß man ja aus der Konfliktforschung. Nicht jede Meinung muss dazu sagen Nicht jede Meinungsverschiedenheit ist ein Konflikt. Ja, sondern erst, wenn das, sagen wir mal, sehr stark beladen wird und auch eher die Chance nicht mehr gesehen wird, dass man als Gewinner vom Feld geht oder dass man sich einigen kann.
00:06:48: Kristin Thielemann: Schön gesagt, nicht jede Meinungsverschiedenheit ist ein Konflikt. Aber es gilt ja auch oft umgekehrt Nicht jeder Konflikt ist eine Meinungsverschiedenheit, weil oft stehen hinter Konflikten ja auch so persönliche Bedürfnisse. Ich will gesehen werden, ich will wahrgenommen werden, ich will Anerkennung. Sowas in der Art. Und dann gibt es natürlich auch so Menschentypen, die brauchen das für ihr Ego immer als Gewinner vom Platz zu gehen. Ist auch... Kann auch schwierig sein.
00:07:14: Christian Gerloff: Ja, genau.
00:07:21: Kristin Thielemann: Aber mal ganz abgesehen davon, ich finde, auch in Konflikten liegt für einen selbst ganz oft ein tolles Entwicklungspotenzial. Also Hand aufs Herz: Wie haben wir uns auch schon positiv weiterentwickelt durch Konflikte, haben andere Sichtweisen gewonnen, haben vielleicht unsere eigene Meinung daran geschärft.
00:07:38: Christian Gerloff: Das stimmt. Das ist richtig. Aber die Kunst besteht ja darin, einmal mögliche Konfliktpotenziale im Vorfeld entweder zu verhindern oder nicht groß aufkommen zu lassen. Denn wir wissen aus der Konfliktforschung. Die Konflikte eskalieren. Sie lösen sich nicht von alleine. Es sei denn biologisch, dass jemand aus dem Feld geht oder so. Wie auch immer, kündigt. Sagen wir mal. Aber sie lösen sich in der Regel nicht von selbst. Und sie steigern sich. Und je mehr das sich verhärtet, je weniger besteht die Chance, dass man zu einer Deeskalierung des Konfliktes kommt. Das kann man überall in der Politik, in der Wirtschaft beobachten. Wenn die Menschen nicht mehr miteinander reden, dann schmeißen sie irgendwann mal Bomben.
00:08:27: Kristin Thielemann: Ja, leider, leider wieder ganz eindrucksvoll.
00:08:30: Christian Gerloff: Und das wollen wir ja in der Musikschule nicht annehmen. Aber deshalb ist so das Petitum Aufmerksamkeit in der Kommunikation, dass Konflikte, die sich oftmals aus Missverständnissen heraus ergeben, entweder zu verhindern, dem ich das vornherein durch gute Kommunikation kläre oder wenn sie dann schon mal auftauchen. Das kann man ja auch nicht verhindern, dass ich eine Möglichkeit habe, das wieder zu deeskalieren, denn es wird schlimmer und nicht besser. Ich habe das vielfach erlebt, dass Menschen überhaupt nicht mehr selbst in kleineren Musikschulen miteinander gesprochen haben. Befragt „Warum ist das so?“, dann wussten sie es manchmal gar nicht mehr. Aus welchem Anlass und mit der oder mit demjenigen kann ich einfach nicht zusammenarbeiten. Oder einfach so?
00:09:17: Kristin Thielemann: Na ja, ich war ja früher bei den ... im Orchester. Und ich, ich wusste, dass es einige gibt, die schon seit Jahrzehnten nicht zusammen sprechen, habe ich mir gedacht: Wie irre ist das denn? Man sitzt gemeinsam an einem Pult oder sitzt ein Pult weiter und man spielt eine Melodie und übergibt sich und die zweite Stimme und ich erste und dann geht das abwechselnd – und diese Menschen reden seit Jahrzehnten nicht miteinander! Was ist das denn eigentlich irre? Und ich finde es immer so schön, wenn man, wenn man einen Konflikt hatte und wenn man dann an den Punkt kommt, wo dieser Konflikt gelöst wird, wo man ja dann vielleicht eine gemeinsame Haltung gefunden hat, wie man mit einer gewissen Sache auch umgehen kann und wie man dann aber auch über diesen Konflikt oder über diese, diese Haltung, über diese Meinungsverschiedenheit dann auch irgendwie schmunzeln kann.
00:10:01: Christian Gerloff: Ja, es ist ja nicht immer so, dass aus einer konfliktären Situation immer ein, ich mag das Wort überhaupt nicht, aber ich sage es jetzt trotzdem mal ein „fauler Kompromiss“ entsteht. Ich denke, die Kompromissfähigkeit ist das, was unser soziales Leben generell auch zusammenhält und kompromissfähig sein, das ist ja immer so den Spagat, den ich mache zwischen auf der einen Seite der Durchsetzung der eigenen Interessen. Das ist ja sehr legitim und auf der anderen Seite aber eine Kompromissfähigkeit zu haben. Sonst komme ich zu keinen gemeinsamen Bildern und Entscheidungen. Was ich aber sagen muss: Man muss sich nicht immer bei Konflikten auf den kleinsten Nenner einigen, sondern im Dialog. Und das ist das Entscheidende. Nicht per Mail. Das funktioniert nicht. Aber im persönlichen Dialog kann aus einer sehr konträren Haltung auch etwas Neues, was Kreatives, was völlig anderes entstehen, wenn beide Seiten nicht nur auf ihrer rechthaberischen Seite beharren, sondern bereit sind, mal zuzuhören, auch die Sichtweise eines anderen oder andere Aspekte zu berücksichtigen, um dann auch zu gucken, dass vielleicht gar nicht so schlecht. Und wenn wir beide jetzt zusammen tun, dann gibt es vielleicht etwas Neues, was etwas völlig unerwartet etwas Großes und Schönes.
00:11:23: Kristin Thielemann: Zwei Aspekte. Du hattest ja eben die Email angesprochen. Ich finde, Emails sind ja so ein Medium, wo es ganz, ganz schnell Konflikte geben kann. Ja, weil man will sich möglichst kurz fassen. Man kann es nicht so detailliert. Natürlich, Du kannst es zwei, dreimal durchlesen, was du geschrieben hast. Aber letztlich, ich habe den Eindruck, viele Konflikte ergeben sich aus diesem Medium Email. Und dann eine zweite Sache, die du gesagt hast. Warte, jetzt fällt mir das gerade nicht ein, weil die Katze hier rumturnt. Die hat die Nachbarskatze im Garten gesehen und möchte gerne raus und ihr Revier verteidigen.
00:11:58: Christian Gerloff: Ja, beansprucht auch ihre Aufmerksamkeit.
00:12:00: Kristin Thielemann: Warte mal, warte mal, du hattest. Hattest du was ganz Tolles gesagt? Du hast viele so tolle Dinge gesagt. Ach so, ja, das weiß ich. Und zwar, ähm. Ich finde das immer ganz wichtig, dass man, wenn man spürt, dass es irgendwo einen Konflikt gibt, dass man das gemeinsame Wo-will-ich-denn-eigentlich-hin klärt und nicht sich die ganze Zeit auf diesem Schlachtfeld bewegt und. Und immer guckt. Ja, ich gehe jetzt einen Zentimeter auf dich zu und dann musst du einen Zentimeter auf mich zu gehen, sondern einfach mal gucken, wo ist unser gemeinsames Warum? Wo wollen wir eigentlich hin? Warum spielen wir eigentlich dieses Spiel und nicht um irgendwelche Nebenkriegsschauplätze zu batteln.
00:12:36: Christian Gerloff: Ja. Ja, es ist ja auch wenn man so bei der Konfliktlösung reinschaut, ist ja immer so die Phase, wo man sagt, ja, immer noch eine Win-win-Situation besteht, dass beide Konfliktparteien der Überzeugung sind es gibt noch eine Lösung und es geht keiner als Verlierer vom Platz. Und wenn das darüber hinaus geht, dann ist das faktisch durch die betroffenen Personen auch nicht mehr zu lösen. Dann braucht man einen Mediator oder eine Schiedsgericht oder was auch immer. Deshalb ist immer der Punkt relativ früh. Das hast du ja auch eben gesagt früh zu erkennen. Und dazu braucht es, ich sagte es vorhin, ein Bewusstsein dafür, dass das ein wichtiges Element ist und nicht nur ein Instrument der Verständigung. Um noch mal auf Email zurückzukommen. Email ist wunderbar. Auch die sozialen Medien sind super. Ich will jetzt das nicht diskutieren, wo die Kritikpunkte liegen, aber im Hinblick auf die Kommunikation ist eben in der Tat die Wahrscheinlichkeit, durch Formulierungen, durch nicht ganz klare Ausdrucksweisen wie auch immer und die nicht Chance nachzufragen. Ich kann zwar auch einen Dialog führen, aber das führt eigentlich zu nichts. Also ich empfehle immer, bei Konflikten mindestens zum Telefonhörer zu greifen und ein persönliches Gespräch. Das ist schon mal besser. Oder am allerbesten zu sagen Hast du mal zwei Minuten Zeit? Ich möchte mit dir mal über das und das sprechen. Also im persönlichen Gespräch das zu suchen. Warum? Weil Email, wir wissen ja mit der subjektiven Wahrnehmung und der selektiven Wahrnehmung. Ich lese immer das heraus. Ich höre auch das heraus, was ich lesen will. Und da ist natürlich Missverständnissen Tür und Tor geöffnet. Man ist wunderbar, auch um schnelle Informationen loszuwerden. Wir treffen uns heute Nachmittag, 17:00 in Raum eins für unsere Übung fürs Konzert. Na wunderbar. Ja, aber so diesen ich sage mal sozialen Kitt, den kriege ich damit nicht hin, sondern da brauche ich auch. Insbesondere merkst schon, ich bin ein Vertreter des persönlichen Dialogs. Trotz aller elektronischen Medien, insbesondere im Hinblick auf gute Kommunikation und Konfliktvermeidung oder -lösung.
00:14:52: Kristin Thielemann: Ja, ich bin da eins zu eins... Bei einer guten Tasse Kaffee, da bin ich im Fanblock und gerade auch so dieses in einer schönen Situation, sich zu treffen, nicht einfach zu sagen wir gehen jetzt in dein Büro oder wir gehen jetzt irgendwie auf dem Flur und klären das, sondern sich dann auch die Zeit zu nehmen und sich eine schöne Situation zu schaffen. Beispielsweise zu sagen: Hey, wir gehen zusammen was trinken, wir gehen am Abend zusammen gemeinsam was essen und dann merkt man eigentlich, dass man sich doch viel mehr zu sagen hat als als eigentlich ja als man eigentlich dachte vor diesem Konflikt. Und es ist oft ja, wenn man dann zusammen auch weggeht und unterwegs ist oder man geht auf einen Spaziergang, dann, dann lernt man die Person gleich noch ganz anders kennen und irgendwann kommt man auf diesen Konflikt und denkt war da eigentlich war da eigentlich was? Aber. Apropos Konflikt Christian, hier gibt es tatsächlich einen Konflikt und ich sollte jetzt wirklich den Kater mal in den Garten lassen, weil der macht wirklich Theater. Eine Sekunde. Ich bin gleich wieder da. Entschuldigung.
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00:16:28: Christian Gerloff: Ich wollte gerade auf das, was du gesagt hast, nochmal kurz eingehen. Es ist aus meiner Sicht auch eine Frage des Vertrauens. Vertrauen entsteht ja nicht einfach so, sondern Vertrauen entsteht ja, in dem ich mich mit einem anderen auseinandersetze, also unterste Stufe ist. Ich bin informiert. Ja. Was er tut. Das Zweite ist, ich kommuniziere gut. Ja, ich komme in einen Dialog. Da lerne ich ja mehr von der Person kennen, als immer nur einzelne Facetten, die mich dann dazu bringen. Damit bin ich gar nicht einverstanden. Da bin ich sofort dagegen. Ja, nie mehr kennen. Und das Ziel müsste ja dann sein, dass ich verstehe, was du meinst, was du sagst, was du denkst. Und ich verstehe. Das heißt nun nicht, ich bin einverstanden. Ja, sondern ich habe begriffen, warum du. Ich habe das hinterfragt. Ich habe dir zugehört, warum du so denkst. Und dann kann ich meine Position sagen. Und dann habe ich eine sehr gute Chance, aus dieser Situation heraus etwas Neues zu machen. Und by the way, entsteht dann auch Vertrauen, weil ich immer mehr von dem anderen kenne, weil ich weiß, wie er denkt, fühlt, wo seine Ängste, Befürchtungen, Hoffnungen sind. Das meine ich jetzt nicht mit so einem Sozialbrei, den ich da drumherum mache, gar nichts, sondern einfach ich lerne ihn kennen und dadurch vertraue ich auch dem anderen mehr, dass er mir nichts Böses will. Das ist, meine ich, ein ganz wichtiger Aspekt, der über Kommunikation entsteht Vertrauen.
00:17:58: Kristin Thielemann: Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass in einer Musikschule viele Konflikte entstehen, also jetzt mal innerhalb des Teams gesprochen und Team inkludiert ja für mich auch die Schulleitung, weil es weil es so ein Neidfaktor gibt. Das heißt, dass manche neidisch sind auf ein größeres Pensum der anderen, auf mehr Reputation, hat mehr Kinder, die bei „Jugend musiziert“ einen Preis mit nach Hause bringen oder hat... keine Ahnung was... Die besseren Schülerinnen und Schüler oder hat mehr Bezahlung oder hat irgendeinen Posten, den ich auch gerne hätte. Sowas in der Art, dass das, also dass der Faktor Neid oft konfliktträchtig sein kann.
00:18:44: Christian Gerloff: Oh ja, also das ist auch nicht unbedingt musikschulspezifisch. Das hat man also Industrieverwaltung auch. Wobei sich das da ein bisschen anders äußert, weil sie sind Künstler, Musiker, Pädagogen, die, ich sag mal, seit Kindesbeinen in Jugend musiziert, im Wettbewerb stehen. Also solche Wettbewerbssituationen sicherlich sehr gut kennen. Und Neidfaktor ist generell immer nicht unbedingt förderlich, gerade für das soziale Zusammentun und schon gar nicht in Organisationen. Aber es findet natürlich statt. Ja, man ist neidisch auf, weil jemand vielleicht den Posten bekommen hat, den man nicht auch gerne bekommen hätte, aber nicht gekriegt hat. Oder höheres Deputat oder wie auch immer. Vermeintliche Vergünstigungen bekommt, um eine Besserstellung zu haben, das ist sehr weit verbreitet. Und dazu ist auch sagen wir mal, man kann es nicht verhindern, aber zumindest Transparenz zu schaffen. Ja, das tue ich in der Musikschule. Was passiert und erkläre auch warum. Ich mache mal ein simples Beispiel, nun auch jemand direkt vor der Türe parken kann, wo jeder denn gerne den Parkplatz hätte, weil er dann nicht durch den Regen laufen muss.
00:19:57: Kristin Thielemann: Ist mir gerade gestern passiert. Ja.
00:20:00: Christian Gerloff: Ja, deshalb mache ich irgendeine Sonderregelung. Wieso darf diejenige jetzt da unten parken? Ja, sie darf, weil sie eine Hüftoperation hatte und schwer zu Fuß ist. Ja, ich kann das. Ich muss das nicht im Detail sagen, aber ich muss das irgendwie transparent machen, um ein Verständnis dafür zu erwecken, warum es bestimmte Sonderregelungen gibt, die ich im Übrigen aus führungstechnischen Gründen immer mal wieder einfangen muss. Ich habe sehr oft erlebt, das gibt Sonderregelungen, auch in Schulen, Musikschulen. Die wurden nie wieder zurückgefahren. Dann hat man einen Wust von Sonderregelungen. Das führt natürlich zu viel Neideffekten, wenn das temporär ist, Sagt er, oder einer kriegt immer den besten Übungsraum. Ja, so muss man ein bisschen drauf achten, dass solche Dinge nicht geschehen. Aber die Transparenz und gute Kommunikation hilft darum.
00:20:50: Kristin Thielemann: Und Neid ist ja auch eigentlich ein Zeichen dafür, was man selbst gerne hätte und dann aber nicht so auf dieser Stufe zu bleiben. Ich lasse mich jetzt vom Neid zerfressen und ich gönne dir nicht deinen tollen Parkplatz vor der Tür, sondern ich sehe, du hast nicht nur einen tollen Parkplatz, sondern das ist auch irgendwie eine Form der Anerkennung innerhalb des Kollegiums, dass du da so einen Parkplatz hast. Du bist der Schulleitung so wichtig, dass man dir diesen dieses Recht zugestanden hat. Und das zeigt ja eigentlich, wenn ich neidisch darauf bin, dass ich auch gerne diese Anerkennung für mich hätte und dann kann ich an die ganze Sache natürlich rangehen und entweder sagen okay, ich bekomme hier diese Anerkennung nicht und damit muss ich irgendwie persönlich umgehen. Oder ich sorge dafür, dass ich auch wirklich wert bin, solche Anerkennung eben auch zu kriegen.
00:21:39: Christian Gerloff: Es ist schon, sagen wir mal, ein sehr sorgsamer Umgang mit irgendwelchen Vergünstigungen, Sonderregelungen, auch mit Anerkennung oder Manches, was ich auch manchmal erlebe, ist ja, dass Menschen, die sehr engagiert sind und ihre Arbeit sehr gut machen und über ihr Soll hinaus was tun man mit Anerkennung auch etwas sparsam umgeht, weil man weiß, die machen das sowieso, auf die kann ich mich immer gut verlassen. So und ja, das läuft und aber auch diese Menschen hätten gerne mal Anerkennung, auch wenn sie noch so motiviert sind. Und oft ist es so, dass man immer das Augenmerk lenkt, so auf diejenigen, die vielleicht nicht so gut performen, in Neudeutsch und eigentlich die, die immer gut und auch den Karren ziehen, so ein bisschen aus dem Blick verliert. Auch da sagen wir mal einen Blick dafür zu haben, dass hier Anerkennung auch stattfindet.
00:22:34: Kristin Thielemann: Ich weiß, ich... Anerkennung? Ja. Und? Einfach auch die Wertschätzung zu sehen. Ich meine, das muss ja gar nicht monetäre Wertschätzung sein, aber einfach zu sehen: Hey, ich nickte zu. Ich lächele das... Ich lächle dich an, ich gebe dir irgendwie ein Zeichen, das ich sehe, dass du hast du hervorragende Arbeit machst. Das kann ja auch im Vorbeigehen mal sein. Wow, toll gemacht. Chapeau! Ziehe ich meinen Hut vor dir. Wunderbar. Irgendwie. Das kann ja was ganz Kleines sein, was dazu beiträgt, dass sich Menschen unheimlich gesehen und auch wohl fühlen.
00:23:07: Christian Gerloff: Ja, und das ist auch ein ganz gutes Stichwort, was eben auch in der Kommunikation verankert ist. Das ist das Thema Anerkennung und Kritik. Ja, also auch Kritik kommunikativ gut zu machen, ist nicht so ganz leicht. Man muss, nein, ich muss sagen, es ist nicht so sehr schwer, wenn man dran denkt, ja, wenn man es richtig macht. Und das kann ich mit Kommunikation ganz gut steuern. Ja, jetzt würden auch die Anerkennung durch präzise sagt. Das hat mir sehr gut gefallen, insbesondere das und das. Großartig. Das zeigt ja auch, dass ich Interesse für den anderen Menschen habe. Und das ist natürlich oftmals im Musikschulalltag, der sehr manchmal auch getrieben ist vom Tagesgeschäft und von der Hektik. Und man hat so vieles zu erledigen. Ich sage immer wieder: Mein Credo ist immer führen und damit eben auch gute Kommunikation kostet Zeit. Das ist so ich muss Gespräche führen, die müssen nicht immer lang sein. Ich muss gucken, was die Menschen machen und muss ihnen Feedback geben. Ich kann mich nicht nur einfach zurückziehen und die administrativen Dinge organisieren und laufen lassen, sondern die menschlichen Bezüge. Das ist ja eigentlich führen im engeren Sinne, dass ich mit anderen Menschen zusammen etwas gestalte, so dass andere sind einmal Managementfunktionen, Leitungsfunktionen, wo ich Entscheidungen treffen muss. Wie auch immer, welche Notenständer oder Literatur. Um beim Beispiel zu bleiben ich anschaffe oder nicht anschaffe ja, wie auch immer. Aber das andere ist der Umgang miteinander und das auch zu pflegen. Das bedeutet, ich komme darauf zurück und das bedeutet eben eine gute Kommunikation, die nicht aus meiner Sicht jetzt nicht so schwierig ist. Man muss nur daran denken und ein paar Grundsätze vielleicht befolgen, dann ist man schon ziemlich weit und man kann die mit Konflikten vorbeugen. Um die Schleife zu finden oder sie dann eben auch zu lösen.
00:25:19: Kristin Thielemann: Und du hattest gerade gesagt, gute Kommunikation kostet Zeit. Aber sind wir mal ehrlich: Wie viel Zeit und vor allem wie viel Nerven kostet es, wenn man einen Konflikt hat?
00:25:28: Christian Gerloff: So ist es ja. Schauen wir mal, sind die Aufwendungen um ein Vielfaches höher und der Schaden ist oft nicht absehbar.
00:25:36: Kristin Thielemann: Das ist das, was ich meine. Was ist das für ein Schaden, wenn du eigentlich jemanden hast, der bei dir im Team gut mitarbeitet und der kündigt dir dann? Ja, das können wir uns heute eigentlich nicht mehr erlauben. Das, dass wir das so weit kommen lassen, weil wir brauchen wirklich jeden. Und zwar nicht nur jeden. Einfach so als physische Hülle, sondern jeden, dass er... Dass er so engagiert für die Musikschule arbeitet, wie es, ja, wie es ihm möglich ist.
00:26:02: Christian Gerloff: Ja, das ist schon, wenn die Arbeitsmarktlage, ich sage mal, was ich gehört habe... Es gibt ja jetzt diese Studie, die auch in Auftrag gegeben worden ist und den Personalmangel in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten. Das ist ja schon gravierend.
00:26:14: Kristin Thielemann: Das ist MiKADO.
00:26:15: Christian Gerloff: Insofern muss man nicht nur neue begeisterte Musikschullehrer akquirieren, sondern die, die man hat, insbesondere die guten eben pflegen und da sind, dass sie da bleiben.
00:26:26: Kristin Thielemann: Ja, absolut. Da bin ich ja sowieso der Fan von Menschen, die schon da sind, sehr zu schätzen zu zeigen, dass sie, dass sie eigentlich das Fundament der Schule sind. Was wäre eine Schule ohne Ihre guten Lehrkräfte? Ja, und das ist doch meine Erfahrung, dass man Ihnen das viel zu selten zeigt, oder dass Sie viel zu selten Gelegenheit haben, außerhalb des Unterrichtsraumes zu zeigen, was sie noch drauf haben.
00:26:49: Christian Gerloff: Ja, also was manchmal auch völlig unterschätzt wird, was ich so sehe, ist, dass es klingt ja alles, was wir hier diskutieren, so ein bisschen nach einem sozialen Blickwinkel. Und wir gehen alle lieb miteinander um. Das ist gar nicht gemeint. Man kann das auch sehr betriebswirtschaftlich anschauen. Es gibt viele Untersuchungen dazu, wo eine gutes Arbeitsklima oder Atmosphäre was. Das basiert ja auf einem guten Miteinander und einer guten Kommunikation, die Produktivität um ein Vielfaches höher ist und die Reibungsverluste, die über Konflikte, Missstände nicht kooperieren wollen und Eigenbrötlertum. Ich mache jetzt hier nur nach Vorschrift und sonst mache ich gar nichts. Und all diese Dinge, die eben auch in der Produktivität runtergehen, geschweige denn am Image. Das ist ja auch noch mal eine Frage, die dahinter steckt. Also man kann das ganz betriebswirtschaftlich rechnen. Und da ist das zeitliche Invest oder die Mühe, die ich mir gebe, dafür zu sorgen, dass kein Selbstläufer dafür zu sorgen, dass innerhalb meiner Musikschule eine gute Kommunikation gepflegt wird. Diese Aufwendungen lohnen sich hundertmal.
00:28:07: Kristin Thielemann: Jetzt habe ich zwei Sachen, die ich unbedingt fragen will, Christian. Und zwar: Du hattest die Grundsätze gelungener Kommunikation angesprochen und du hattest vorhin so einen tollen Satz gesagt, wo wir über Wertschätzung und Anerkennung gesprochen hatten. Ja, man sagt dann: Ja, das hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen, was du da gemacht hast... Und im Geiste habe ich schon dieses Aber gehört. Es ist ja oft so, dass wenn man Kritik hat, dass man erstmal so ein bisschen so eine kleine Schokoladenpraline rüberschiebt. Auch das hat mir jetzt schon ganz gut gefallen, aber da war das richtig schlecht. Wie formuliere ich denn Kritik? Also so, dass sie gut angenommen werden kann?
00:28:47: Christian Gerloff: Also zunächst, ja... Zunächst mal Es gilt für Lob und Kritik auch möglichst zeitnah, also nicht acht Wochen später. So nach dem Motto: Ach übrigens, was ich dir sagen wollte... vor sechs Wochen ist mir folgendes aufgefallen. Das finde ich gar nicht gut! Dann kann sich keiner mehr richtig dran erinnern. Also erstens zeitnah, zweitens würde ich die Arabeske, den Einflug, du bist ein ganz toller Mitarbeiter und ich bin sehr, sehr zufrieden mit dir und tolles Engagement. Dann ist wirklich so ich laure das höre ich gar nicht. Ich laufe drauf, bis das aber kommt, das kann ich mir sparen und sagen ich will. Mit einem also einen Punkt möchte ich mit dir sprechen. Und zwar folgendermaßen: Ich habe festgestellt, dass du am dritten, vierten und siebten diese Woche deinen Unterricht jeweils zehn Minuten zu spät angefangen hast – warum? Also ich muss einen Fakt nennen, möglichst einen Fakt. Und entscheidend ist ich kritisiere nicht die Person an sich, sondern ich kritisiere ein bestimmtes Verhalten. Ich sage nicht, du bist grundsätzlich unzuverlässig. Dann kriege ich 1000 Argumente, warum der andere zuverlässig ist. Das moniere ich gar nicht. Ich moniere das Zuspätkommen.
00:29:59: Kristin Thielemann: Ja, okay. Ja, erst mal dieses zeitnah, finde ich. Finde ich ganz wichtig. Weil, wie wirkt es denn auf jemanden, wenn ich sehe, der hat sich echt im Geiste Notiz gemacht, dass ich vor sechs Monaten mal einen Unterricht zehn Minuten zu früh beendet habe? Habe ich vielleicht zehn Minuten zu früh beendet, weil ich beim letzten Mal eine Viertelstunde drangehängt habe? Ja, zum Beispiel. Nee.
00:30:22: Christian Gerloff: Deshalb empfehle ich immer, die Fakten auf den Tisch zu legen und die Frage offen zu gestalten. Warum ist das so? Was war? Kann ja sein er hat eine Riesen-Begründung dafür. Kann ich sagen, verstehe ich ja, du hast aber bitte auch Verständnis dafür, dass wir unseren Unterricht pünktlich beginnen, weil die Schüler und die Eltern haben ein Recht darauf, dass der Unterricht nicht 20 Minuten, sondern 30 Minuten ist. Ja, So? Ich muss ihm mal die Chance geben, das Fehlverhalten irgendwie zu argumentieren oder mir zu erklären. Das ist fair. Ja, und wenn ich ihn dann loben will, dann kann ich als Ausstieg, kann ich sagen: Also bitte, äh, das Verständnis dafür, dass ich ein bisschen darauf achte, dass der Musikunterricht pünktlich beginnt. Aber ansonsten bist du, bin ich mit dir sehr, sehr zufrieden. Das kann ich als Ausstieg schon machen. Ja, dann ist dieses aber, auf das ich lauere, schon weg. Und ich höre dann auch das Lob, was ich vorher gar nicht gehört habe.
00:31:26: Kristin Thielemann: Ja, wo ich auch oft die Erfahrung gemacht habe, dass es gut kommt, wenn man was ansprechen will. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Angenommen ich wäre Schulleitung und ich würde sagen, du bist einer meiner wertvollsten Mitarbeiter und ich habe jetzt gesehen, dass zwei drei Mal der Unterricht ein bisschen früher fertig war. Gibt es irgendwo irgendwie ein Problem, irgendwas wo ich helfen kann, dass wir darüber sprechen? Weil ich ich sehe es einfach kommen, wenn wir das immer machen grundlos, dann kommen Elternbeschwerden und ja, zu Recht, weil sie zahlen vielleicht für 30 Minuten und einfach, wenn es da irgendwas gibt, wo ich helfen kann, lass es mich bitte wissen.
00:32:04: Christian Gerloff: Also das ist immer das Entscheidende. Es gibt so viele Varianten, das wäre auch eine, dass ich, sagen wir mal, den Fakt, das Faktum auf den Tisch lege und dann den anderen sage: Was ist da los? Oder kann man dir helfen? Oder was sind die Hintergründe? Dann hat der andere die Chance, sich da zu äußern. Und dann kann ich dann schon auch sagen entweder Abhilfe schaffen und sagen: Verstehe ich gut. Ja, dann müssen wir irgendwie den Stundenplan ändern. Damit, dass das mit deinen privaten Schwierigkeiten, die du vielleicht hast. Deshalb ist er zu spät gekommen und muss die Kinder zur Kita bringen, weil er gerade in Scheidung leben. Was auch immer der Hintergrund möglicherweise sein kann. Was ich nicht weiß Ich habe nur festgestellt, es kommt zu spät. Ja, und dann kann ich immer reagieren und kann sagen Okay, also dann. Wie lange brauchst du, um deine Sachen zu regeln? Dann müssen wir den Stundenplan ein bisschen ändern, damit du die Kinder in die Kita bringen kannst. Wie auch immer. Ja.
00:32:59: Kristin Thielemann: Aber ich finde es ganz wichtig, dass wenn es so einen drohenden Konflikt gibt oder schon eine Unstimmigkeit, dass man von dieser Vorwurfsebene wegkommt. Deswegen fand ich das auch toll, was du gesagt hast: Immer die Kritik wenn dann an der Sache üben und nicht an dem Menschen.
00:33:13: Christian Gerloff: Das ist das A und O.
00:33:15: Kristin Thielemann: Das habe ich auch im Unterricht bei Schülerinnen und Schüler so die Erfahrung gemacht, dass es unheimlich, dass du unheimlich profitierst. Wenn man wirklich die Sache auf den Tisch legt und nicht am kleinen Menschen herumkrittelt. Du bist ja immer so faul, oder? Du hast ja schon wieder nicht geübt, sondern einfach: Ich sehe dieses... diese Stelle läuft noch nicht. Können wir da irgendwie... Wie kann ich dir da helfen, dass wir das besser hinkriegen?
00:33:35: Christian Gerloff: Ja. Und im Übrigen, damit das nicht nur so negativ bleibt: Ähnliche Kriterien gelten auch für die Anerkennung oder das Lob. Also, wenn ich pauschal sei. Großartig. Du bist ganz großartig. Na ja, prima. Das schmeichelt mir vielleicht. Viel besser wäre es, Ich war gestern in dem Konzert, wo du mitgespielt oder wo du dirigiert hast. Und was mir besonders gut gefallen hat, war Satz 2, wie du den intoniert hast. Das hat mir besonders gut gefallen. Es gilt auch zeitnah und möglichst konkret.
00:34:03: Kristin Thielemann: Und was ich auch schön finde, wenn man das noch so ein bisschen implizit verpackt. So nach dem Motto: Hey, ich war in deinem Konzert, ich habe die und die Schülerin gehört, die hat diesen zweiten Satz gespielt und jetzt habe ich die aber vor einem Jahr schon mal gehört. Erzähl mir doch mal, wie hast du das gemacht, dass sie das so toll spielen kann?
00:34:20: Christian Gerloff: Wie hast du das gemacht?
00:34:21: Kristin Thielemann: Ja, mehr so ein implizites Lob.
00:34:23: Christian Gerloff: Ja, das ist wirklich Anerkennung, das ist Interesse zeigen, aber zunächst mal rückspiegeln, dass ich es wahrgenommen habe. Nicht gleichgültig da drüber weggehen. Und deshalb war ich immer das kostet zunächst mal ein Stück weit innere Überzeugung, dass das wichtig ist. Und dann das Zweite ist, ich muss Zeit aufwenden und auch immer gut zuhören. Und das dritte ist ich muss es dann kommunizieren. Ja, das ist ein Stück weit für mich die Kernaufgabe einer Führungskraft, dafür zu sorgen, dass das auch im kollegialen Kreis stattfindet. Man muss sich natürlich mit gutem Beispiel vorangehen.
00:35:02: Kristin Thielemann: Absolut. Und jetzt haben wir ja die neue Generation. Ich scheue mich immer zu sagen: Ja, wir haben jetzt Generation Z und Generation Alpha und was wir nicht alles für Generation haben, Generation Reklamation... ich weiß es nicht. Aber wir haben doch viele Menschen, die nicht mehr so sehr darauf ansprechen, dass wir so eine, so eine Hierarchie haben, sondern dass das die vorgesetzte Personen auch eher so auf Augenhöhe wahrnehmen wollen. Und meine Erfahrung ist, wenn Vorgesetzte aber sehr autoritär sich verhalten, das ist, dass es dadurch diese Hierarchie schon mal so, so ganz viel Spannungen gibt. Und da finde ich das immer wichtig, dass man das auch erkennt, dass jemand, also mal angenommen, ich bin jetzt jemand, der sehr auf Augenhöhe arbeitet, dann zu erkennen, dass es jemand, der aber absolut hierarchisches Denken hat, der wird mich wahrscheinlich so und so wahrnehmen. Der meint das nicht böse, wenn er mir das so oder so sagt, sondern das ist einfach seine Wahrnehmung von ja von zwischenmenschlichem Verhalten so und andersrum. Dass aber auch Vorgesetzte dann merken: Hey, da sind, da sind vielleicht Personen, vielleicht sind es die jungen Personen im Team, die da sehr dran gewöhnt sind, dass sie Mitspracherecht haben, dass man sie hört, dass man auf sie eingeht, die das wirklich von Beginn an ihrer Schulzeit jetzt so miterlebt haben und die da überhaupt nichts mit anfangen können. Wenn sich jemand hinstellt und sagt so, ich bin hier Chef, Chefin, das wird jetzt so gemacht und Punkt. Da haben die die innere Kündigung schon so gut wie geschrieben.
00:36:36: Christian Gerloff: Ja. Das ist auch ein häufig gemachter Fehler. So nach dem Motto one size fits all. Also ein Verhaltensmuster gilt für alle. Das ist nicht so! Also was man auch heute erlebt, ist schon, dass unsere heutige Jugend, sagen wir mal, dieses mitbestimmen und ich will da mitmachen und ich will nicht diesen Anweisungsdruck ausgeliefert sein, Das ist wohl richtig. Es gibt aber auch in zunehmendem Maße junge Menschen, die sagen, ich mache das mal kurz, bei dem ganzen Chaos, was auf dieser Welt jetzt passiert, habe ich es ganz gerne, wenn mir einer sagt, was ich machen muss. Also genau eine umgekehrte Tendenz. Und die Kunst als vorher. Mal unabhängig von diesen Tendenzen Menschen empfinden Führung immer anders und erwarten auch von Führung immer etwas anderes. Und es gibt durchaus auch Menschen, die weniger Verantwortung übernehmen wollen. Das vielleicht auch nicht können und die eher dafür auch empfänglich sind und das auch akzeptieren, wenn man ihnen in einem freundlichen, aber bestimmten Ton sagt, was man von ihnen möchte und was man von ihnen auch erwartet. Und andere, die werden da völlig pikiert, wenn man so mit ihnen umgeht. Sie würden ihre Leistung einstellen. Ich bin noch in der Clubschule. Ich weiß schon, was ich tue und was ich machen muss. Du musst mir das bitte nicht vorschreiben und schon gar nicht hinter mir her kontrollieren.
00:37:58: Kristin Thielemann: Ja, das ist das. Dieses kontrolliert werden!
00:37:59: Christian Gerloff: Das differenzierte Vorgehen nach Situationen und Menschen sozusagen. Es gibt Menschen, die tatsächlich das durchaus wertschätzend zu sagen. Ich möchte Klarheit haben, ob ich immer Anweisungen im Detail gebe, ist was anderes. Aber Klarheit haben und nicht so viel Verantwortung übernehmen. Nachher mache ich es falsch und dann ist es dann schlecht und so, aber natürlich die insbesondere die Leistungsträger, die hochmotivierten und hoch Fähigen. Wenn man die so behandelt, dann kündigen die. Da hast du recht, dann kündigen die sofort sagen, sag mal, der hält mich ja für einen kompletten Idioten. Oder sie. Ja, und das finde ich nicht besonders wertschätzend und da muss ich ganz anders mit umgehen. Und das zu erkennen, das ist natürlich schon auch ein wichtiger Punkt. Ich muss jetzt nicht tiefenpsychologisch da einsteigen und jeden ganz individuell behandelt. Das kriege ich gar nicht hin. Aber so, ich sage mal in so einem Muster mit eher lockerem Verhalten oder mehr auch karitativen Verhalten, dass ich mich um die anderen kümmere oder dann auch mal ein Stück weit autoritäres Verhalten, wenn es notwendig ist. Also mache ich immer so ein Beispiel in einer Lehrerkonferenz oder einer Leitungskonferenz. Da wird ein Thema von oben bis unten diskutiert und man kommt zu keinem Ende, das man dann auch mal sagt: Jetzt habe ich hier eine halbe Stunde zugehört. Der Erkenntnisgewinn ist marginal. Ich schlage vor, wir machen das jetzt ab morgen mal so, also autoritäre Schlusspunkt.
00:39:36: Kristin Thielemann: Ja gut. Ich meine, einer muss den Kopf hinhalten, der oben sitzt. Und der...
00:39:41: Christian Gerloff: Ja, das sind die alle. Glücklich? Ja, da kann man ja dann noch sagen. Also, ich bin gerne bereit, es der Schulleitung. Ich bin gerne bereit. Wir gucken in einem halben Jahr noch mal hin, ob diese Regelung gut funktioniert. Wenn nicht, können wir sie noch mal ändern. Aber ab morgen machen wir es jetzt mal so.
00:40:01: Kristin Thielemann: Das hatten wir vorhin so ein bisschen auf der Email oder auf der Verschriftlichung von Dingen herumgebasht. Meine Erfahrung ist, dass es oft ganz clever ist, wenn wir was mündlich abgesprochen haben im Team, dass man das noch mal ganz kurz zusammenfasst, schriftlich das rumschickt und sagt: Hey, das haben wir so besprochen. Sind damit alle so einverstanden? Haben wir das jetzt richtig einmal schriftlich so festgehalten? Weil dann haben wir was, auf das wir zurückgreifen können, wenn es doch mal einen Konflikt gibt, was diese Sache betrifft.
00:40:31: Christian Gerloff: Ja, ich bin auch ein großer Freund von Kurzprotokollen, also nicht von langen wie bei Gericht. Wortwörtlich. Muss man das dokumentieren? Das nein, aber ein Ergebnisprotokoll. Ja, das ist ein Führungsinstrumentarium. Wir haben uns darauf geeinigt. Das ist die Beschlusslage, und das gebe ich jedem noch mal zur Kenntnis. Ja.
00:40:50: Kristin Thielemann: Das finde ich ganz spannend. Ja, in unserer aktuellen Musikschule oder an der Musikschule, wo ich jetzt gerade arbeite, ist das so Usus, dass, wenn wir eine Teamkonferenz haben, das Protokoll geschrieben wird. Das Protokoll wird hinterher allen zugestellt. Das ist auch nicht wortwörtlich, sondern da kann schon drinstehen, Lehrerin XY hat das gesagt, Kollege XY hat das gesagt. Wir sind zu folgendem Schluss gekommen und das wird rumgeschickt mit der Bitte um Ergänzung, falls was fehlt oder Berichtigung. Und wenn dann die nächste Teamkonferenz ist, wird am zu Beginn gesagt: Das war unser Protokoll, das hatten wir im Vorgang noch mal verschickt. Ist das Protokoll so angenommen von allen? Und das ist wirklich sehr, sehr hilfreich, weil dann gibt es oft Konflikte, die die sind so, die haben eine ganz lange Genese, die sind irgendwie vor drei, vier, fünf Jahren haben wir mal gesagt, der Orchesterleiter XY darf auf dem Parkplatz stehen, immer montags. Ja, und dann kann man aber genau nachgucken, warum wir das gemacht haben, wann wir das ob das wirklich so ist oder ob sich das einfach so langsam eingeschlichen hat. Und das finde ich wirklich ganz clever, sowas dann auch schriftlich vorliegen zu haben.
00:41:56: Christian Gerloff: Ja, das halte ich für sehr wichtig. Man kann noch mal das Protokoll abstimmen, also wo es auch immer geht, empfehle ich immer ein Simultanprotokoll. Das geht ja heute sehr gut, wenn einer ein bisschen mitschreiben. Und warum? Weil man dann am Ende der Sitzung. Das kostet einem zwei Minuten, das noch mal an die Wand werfen. Kann sein, das haben wir jetzt festgehalten. Es kann jeder noch mal drauf gucken, ob das alles so stimmt. Und wenn er noch Einwände hat, bitte jetzt sonst nicht mehr. Also einfach auch das noch ein bisschen verbindlich zu machen. Und dann drücke ich auf den Knopf Send und dann ist das erledigt.
00:42:34: Kristin Thielemann: Ist fast wieder wie bei einer Hochzeit. Wenn sie... Wenn jetzt jemand noch Einwände hat, bitte sprechen Sie jetzt oder schweigen Sie für immer. Und trotzdem haben wir so viele Scheidungen auf der Welt.
00:42:44: Christian Gerloff: Ich wollte noch mal auf die Eskalationsstufen noch mal ganz kurz eingehen, wenn man das nicht immer klärt, also zu dem Zeitpunkt, da gehört auch das Protokoll ja auch dazu. Es ist ja so, dass wir ja durch unsere subjektive und selektive Wahrnehmung unsere Vorurteile ja immer gerne bestätigt haben wollen. Das heißt, wenn ich, ich sage mal als Schulleiter, immer wenn ich denke, ich muss mal so die Vorstellung habe, eine bestimmte Lehrkraft ist besonders faul, Wann sehe ich ihn?
00:43:16: Kristin Thielemann: Wenn er faul ist.
00:43:18: Christian Gerloff: Wenn er nichts tut. Wenn er im Lehrerzimmer Zeitung liest. Wenn er in sein Vesperbrot beißt? Ja, wenn. Weil. Es ist klar. Ich habe diese fixe vorab, diese Vorstellung. Und jeder möchte natürlich seine Vorstellung, die er hat, bestätigt finden. Deshalb blende ich alles andere aus.
00:43:35: Kristin Thielemann: Und dann Pygmalioneffekt. Wird der sich wahrscheinlicherweise noch fauler verhalten.
00:43:41: Christian Gerloff: Aber umgekehrt funktioniert es auch. Die rosarote Brille. Das weiß man aus vielen Untersuchungen. Wenn ich die Vorstellung habe, der ist besonders fleißig oder auch ein Schüler ist besonders gut, dann ist er beim Vorspiel auch gut, obwohl er da fürchterlich gespielt hat.
00:43:57: Kristin Thielemann: Vielleicht wäre ja für die Zukunft auch eine Lösung, so eine Art rotierende Schulleitung zu machen, sodass die Schulleitung auch immer mal ein paar Unterrichtsstunden gibt und dass welche aus dem Team auch mal den Posten der Schulleitung ad interim übernehmen. Irgendwie für ein paar Monate, dass man, dass man sieht, welche Aufgaben der andere auch zu bewältigen hat.
00:44:24: Christian Gerloff: So was man auch so heute feststellt. Zuhören war immer schon schwieriger als Reden. Also wer einigermaßen geschickt ist, der kann stundenlang reden. Stundenlang zuhören ist eher schwierig. Aber man weiß jetzt schon auch... ich will jetzt nicht den neuen Medien immer alles in die Schuhe schieben, aber die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, ist bei der jungen Generation noch mal rapide zurückgegangen. Das merkt man in den Grundschulen, das hat mit der Sprache was zu tun, aber generell mit der Konzentrationsfähigkeit, mit dem Dranbleiben, mal an längere Zeit. Sich da mal durchzukämpfen durch eine Matheaufgabe und nicht gleich den Füller wegzuschmeißen. Ja, es wird dann auch mal anstrengend, das Lernen. Aber das ist schon ein Abnehmen begriffen. Und da denke ich, hat die Pädagogik viel zu tun, das wieder zu fördern. Diese Konzentrationsfähigkeit oder auch Aufnahmefähigkeit.
00:45:21: Kristin Thielemann: Das glaube ich gerne.
00:45:23: Christian Gerloff: Ja, das ist die heutige. Die heutigen Möglichkeiten sind ja vielfältig, sich ablenken zu lassen. Das ist der Blick aus dem Fenster. Ich gucke ja auch raus, es schneit ja. Deshalb versuche ich trotzdem einfach konzentriert zu bleiben. Aber wenn man durch diese auch bruchstückhafte Information, das schnelle Aufnehmen, das vielfältige Möglichkeiten, sich ablenken zu lassen und man ist manchmal auch gerne geneigt, das zu tun. Ja, man lenkt sich auch gerne ablenken und das ist schon richtig. Also die Fokussierungszeit ist hoch. Das weiß man ja aus eigener Anschauung, wenn man mal an etwas arbeitet und permanent klingelt das Telefon.
00:46:02: Kristin Thielemann: Ja, oder so wie hier eben. Da gibt es einen offenen Konflikt, da ist eine Gastkatze im Garten, die da nicht hingehört. Es gibt ja offene Revierkämpfe, mein Katerchen ist unzufrieden und zerlegt hier die Gardinen. Und ich werde von diesem Konflikt so abgelenkt, kann mich nicht aufs Podcasten konzentrieren. Und ich glaube, die Zeit, die uns eigenen Konflikte, aber auch Konflikte von anderen Menschen oder Katern in Atem halten, die Fehler, die wir auch durch Ablenkung machen, die Christian Gerloff jetzt da eben richtigerweise angesprochen hat, die können einen richtig großen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Ihr Lieben, das war mein Gespräch zum Thema Konflikt und Kommunikation mit Professor Christian Gerloff. Vielen Dank, lieber Christian, dass du dir die Zeit genommen hast und euch danke fürs Zuhören. Wenn ihr das Thema Konflikte und Kommunikation noch ein bisschen vertiefen wollt, schaut doch mal in die üben & musizieren 1/2026. Da hatten wir das Schwerpunktthema Konflikte.
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